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00:21 16.12.2018
Eine diskussionsfreudige Runde traf sich am Dienstag in „Hildes Eisdiele“. Quelle: ENRICO KUGLER
Germendorf

Es ist gelebte Tradition, im Rahmen der Serie „MAZ zuhause in ...“ einen Stammtisch anzubieten, an dem Bürger miteinander ins Gespräch kommen können. Und so kam am Dienstagabend in „Hildes Eisdiele“ in Germendorf eine diskussionsfreudige Runde zusammen, zu der auch Ortsvorsteher Olaf Bendin (SPD) gehörte.

Am Dienstagabend traf sich eine diskussionsfreudige Runde in „Hildes Eisdiele“ In Germendorf

Schnell wurde deutlich, dass man in dem 2003 nach Oranienburg eingemeindeten Ortsteil große Kommunikationsprobleme mit der Kernstadt hat. „Es ist ein grundsätzliches Problem“, so Bendin, der fordert, dass die Ortsbeiräte mehr in Entscheidungsprozesse einbezogen werden sollten. Stattdessen sei es oft so, dass „wenn man als Bürger genug schreit“, es auch ohne Nachfrage beim Ortsbeirat zu Entscheidungen käme, ärgert sich der Politiker. Und verweist auf die Aufstellung von Pollern in verschiedenen Germendorfer Straßen.

MAZ-Stammtisch in Germendorf Quelle: Enrico Kugler

„Bis zum Jahresanfang hat die Kommunikation mit der Stadt gut funktioniert“, sagte Bendin. „Heute fühlen wir uns von der Stadt abgehängt.“ Dabei sei der Ortsbeirat kein notwendiges Übel, sondern eine wichtige Brücke für die Einwohner zur Stadt, so Bendin. Sicher habe man viel erreicht in Germendorf, das eine komplette Infrastruktur habe. Besonders freue er sich über die Entwicklung des Ortskerns, um den sich alles aufreihe: Schule, Kita, Feuerwehr, Kirche und der Sportplatz. Doch der Erwerb der dafür nötigen Grundstücke sei ein langer Weg gewesen, erinnerte der Ortsvorsteher.

In dieser Sackgasse werde viel zu schnell gefahren. Quelle: Sebastian Morgner

Mit Hinblick auf die Sicherheit der Kinder kritisierten Petra Krüger und Dieter Riebow, dass vor der neugebauten Kita „Pusteblume“, die im August eröffnet wurde und die hinter dem Anger an der alten Dorfstraße liegt, keine Temporeduzierung gelte. Auch der Weg zu Grundschule und Hort laufe an der Kita entlang. Doch in der Sackgasse vor der Kita werde viel zu schnell gefahren, war man sich einig. Doch die Straßenverkehrsbehörde sehe keinen Handlungsbedarf, erklärte der Ortsvorsteher, da man in der Straße sowieso nicht schneller als Tempo 30 fahren könne.

MAZ-Stammtisch in Germendorf Quelle: Enrico Kugler

Die Stammtischrunde sah das anders. Auch wenn Heino Sandig auch die Eltern in der Pflicht sieht. Seiner Meinung nach bringen viel zu viele Eltern den Nachwuchs mit dem Auto zu Kita oder Schule. Dabei gebe es vor der Sporthalle einen riesigen Parkplatz. „Aber die 100 Meter zur Kita und die 200 Meter zur Schule zu laufen empfinden viele als Zumutung“, so der Ur-Germendorfer verständnislos. Er verglich die Zustände mit einer Mc-Drive-Schule. „Um fünf vor acht kommen die letzten Autos vorbeigeflogen und bei der Kita wird direkt vor der Tür geparkt.“ Sogar der Wendehammer für die Müllautos werde zugeparkt und vor dem Pfarrhaus sei deshalb sogar der Grünstreifen komplett verschwunden.

Die Germendorfer vermissen Radwege im Ort und in die umliegenden Ortschaften. Quelle: Sebastian Morgner

Ebenfalls in Rage bringen die Germendorfer Runde die fehlenden Radwege. Sowohl inner-, als auch außerorts. „Wir werden seit 25 Jahren verscheißert“, sagte Bendin. So sollte die Achse über den Tierpark, zu dem jährlich über 500 000 Besucher kommen, nach Sommerswalde, Schwante bis nach Kremmen entwickelt werden. „Das ist toll, aber wie kommt man da ohne Auto hin?“, frage er sich. So wandere der Bau des Radweges entlang der L170 ständig auf der Prioritätenliste hin und her. Ebenso der Radweg an der L172 nach Velten. Die Fahrt dorthin sei derzeit nahezu kriminell, bestätigte Johannes Gieseler. Er versteht nicht, warum nicht die Gelegenheit genutzt wurde, bei der Verlegung von Leitungen entlang der L172 auf dem drei Meter breiten Streifen gleich einen Radweg zu bauen.

Gute Nachrichten gab es hingegen vom FSV Germendorf, der statt eines Nutzungsvertrages 2018 einen sogenannten Sportfördervertrag mit der Stadt abschließen konnte und jetzt auch finanziell Baumaßnahmen am Vereinsgebäude besser planen kann, berichteten Heino Sandig und Stefan Krüger.

Von Ulrike Gawande

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