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Oranienburg Made in Oberhavel: Asse werden ausgezeichnet
Lokales Oberhavel Oranienburg Made in Oberhavel: Asse werden ausgezeichnet
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18:58 06.12.2018
1000 Euro für die Schutzgermeinschaft deutscher Wald. Quelle: ENRICO KUGLER
Oranienburg

Ein kleiner Weihnachtsmarkt direkt vorm Eingang, ein hübsch dekoriertes Verwaltungsgebäude, gedämpftes Licht im Haus, herausgeputzte Frauen und Männer – ja, der 25. Geburtstag des Landkreises Oberhavel hatte etwas Festliches. Ein runder Geburtstag, bei dem einmal mehr deutlich wurde, dass der Kreis eine Menge zu bieten hat. „Sie machen Oberhavel aus – die Künstler, die Innovativen, die Wirtschaft“, meinte Landrat Ludger Weskamp (SPD). Von jedem „Genre“ waren am Donnerstag einige Gäste da. Einige von ihnen hatten sich mit ihren Leistungen besonders hervorgetan und wurden deshalb mit Preisen bedacht. Die Gewinner wussten bereits von der Ehrung, doch der Stolz darüber stand ihnen allen ins  Gesicht geschrieben.

Die Firma Sinfonie GmbH erhielt den Innovationspreis für ihre App. Quelle: ENRICO KUGLER

Der Alfred-Hundrieser-Umweltförderpreis wurde an das Projekt „Naturforscher“ vergeben und damit an die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) Oberhavel sowie die Grundschüler der Schildower Europaschule „Am Fließ“ und der Mühlenbecker Käthe-Kollwitz-Grundschulen. Mit dem Projekt werden Kindergarten- und Schulkindern Zusammenhänge zwischen  Natur,  Umwelt und eigenem Handeln bewusst gemacht;  im  konkreten Fall den Schildower  Kindern am Grenzturm am ehemaligen Grenzstreifen zwischen Berlin-Frohnau und Hohen Neuendorf. Und die Mühlenbecker Grundschüler haben seit 2016 über 600 Bäume auf Waldflächen gepflanzt.  „Unser  Anliegen ist es, den  Kindern Biologie zum Anfassen zu ermöglichen; das, was im Unterricht nicht möglich ist“, so die einstige Biologielehrerin am Rungegymnasium Oranienburg und frühere Chefin des SDW-Regionalverbandes Oberhavel, Helga Garduhn.

Karl (6) und Theodor (4) am Schreibtisch des Landrates. Quelle: Sebastian Morgner

Zweimal wurde der Innovationspreis vergeben. Einen erhielt die emobs GmbH aus Oranienburg, die die Produktion und den Vertrieb von elektrobetriebenen Zwei- bis Vierrädern plant. Sie sollen eine größere Reichweite haben als vergleichbare Produkte – dank innovativer Energierückgewinnungssysteme. Firmenchef Andreas Raab: „Die Batterie hat mehr Potenzial. Wir wollen Energie nutzen, die sonst nicht genutzt wird“, sagte er auf der Geburtstagsfeier des Landkreises. Bei emobs arbeite ein vierköpfiges Team, „das den Bedarf minimieren und die Leistung maximieren möchte“. Die Reichweite von Fahrzeugen soll in etwa verdoppelt werden; von 220 Kilometer auf 400 Kilometer.

Die Sinfonie GmbH aus Hennigsdorf tat sich mit der Erweiterung ihrer bestehenden Software für das Management und die Abrechnung von Dienstleistungen im Pflegebereich hervor. Die Entwicklung der App steht kurz vorm Abschluss und soll im ersten Quartal nächsten Jahres auf den Markt kommen. Sie soll Infos schneller und direkter dahin transportieren, wo sie benötigt werden, so Geschäftsführer Thomas Grellner.

Innovationspreis für emobs um Geschäftsführer Andreas Raab. Quelle: ENRICO KUGLER

Den Kulturpreis erhielt Stefan Fehlandt aus Zühlsdorf (MAZ berichtete). Der Professor für Kammermusik und Viola aus Zühlsdorf: „Ich habe mich erst einmal erkundigt, was das für ein Preis ist. Ich fand eine Liste mit beeindruckenden Namen meiner Vorgänger“, sagte er über Eva Strittmatter oder Hedwig-Bollhagen. „Aber: Als erstes Wort las ich ’Lebenswerk’... Nun gut – ich sehe den Preis eher als Auftrag und Verpflichtung.“ Er möchte mit der Kreisvolkshochschule zusammenarbeiten.

Bis gegen 19 Uhr wurde am Abend gefeiert.

Von Stefan Blumberg

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