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Oranienburg Note 3 für Oranienburg
Lokales Oberhavel Oranienburg Note 3 für Oranienburg
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16:17 30.01.2019
Franziska Penzler und Tochter Joline wünschen sich mehr Läden zum Shoppen. Geschäfte für Lebensmittel gibt es genug. Quelle: Jeannette Hix
Oranienburg

Das ist ja mal eine Nachricht: Die Oranienburger sind nur mittelmäßig mit ihrer Stadt zufrieden. Das fand jetzt das Meinungsforschungsinstitut IFH Köln im Rahmen einer Umfrage unter 400 Oranienburgern heraus. Insgesamt 116 deutsche Städte waren für die Studie aufs Korn genommen worden (MAZ berichtete). Doch was wünschen sich die Oranienburger ganz konkret. Was läuft gut und was nicht? Die MAZ fragte nach.

Mehr regionale Produkte auf dem Wochenmarkt

Im Stechschritt kommt Melanie Seeger (37) die Mittelstraße entlang. Die Angestellte hat gerade Mittagspause. „Ich würde mir kundenfreundlichere Öffnungszeiten in den kleinen Geschäften und Boutiquen wünschen. Gerade sonnabends, wenn viele Leute frei haben, schließen viele Läden mittags. Zum Glück gibt es zum Einkaufen Kaufland. Da hat man alles auf einem Fleck.“ Wünschen würde sich die Oranienburgerin, dass es auf dem Wochenmarkt am Freitag mehr Produkte aus der Region gebe, wie Gemüse vom Bauern oder Waren von einem Kunsthandwerker aus der Region. Auch ein Umzug zum Schlossplatz wäre überlegenswert.

Mehr Grün und Bänke an der Bernauer Straße wären toll

Das findet Thomas Mende vom mobilen Bratwurst-Stand schon lange. Der jetzige Standort sei zu beengt. Schade findet der 55-Jährige, dass es links und rechts der Bernauer Straße so wenig Grün und Plätze zum Verweilen gibt. „Ein paar Hecken an den Parkbuchten würden die Hauptverkehrsstraße etwas gefälliger wirken lassen. Auch kleinere Inseln zum Verweilen wären schön.

„Außerdem würde ich mir mehr Vielfalt den Einzelhandel betreffend wünschen“, sagt Thomas Mende. „Ich bin enttäuscht, wenn schon wieder ein Friseur oder noch ein Nagelstudio öffnet. Ich verstehe, dass Läden vermietet werden müssen. Aber warum kann es nicht mal ein Burger-Laden oder ein Käseladen sein, in dem es Produkte aus der Region gibt.“ Thomas Mende hat aber auch lobende Worte für die Stadtväter. „Der Schlosspark, die Uferpromenade und die Bibliothek mit dem Touristencenter sind wirklich sehr schön geworden. Und danke, dass es jetzt an ausgewählten Stellen WLAN gibt.“

Oranienburg braucht ein großes Auslauf-Gebiet für Hunde

Plötzlich schnüffelt sich ein Golden Retriever um die Ecke. Es ist Aiva (2), die mit Oliver Rückert (28) auf Gassi-Tour ist (F. o.). „In Oranienburg gibt es viele Hundehalter, aber leider keine Auslaufplätze für die Tiere“, bemängelt der Hundehalter und Erzieher. Auch mehr Hundeklos müsste es geben. „Die wachsende Stadt braucht zwar Wohnungen, aber die Kehrseite davon ist, dass immer mehr Frei- und Grünflächen bebaut werden“, sagt Frank Werner (65), der mit seinem Labrador Arko spazieren geht.

Stefanie (31) und Christine Borchert (57) sind Fans vom Schlosspark und haben sogar eine Jahreskarte. „Aber die Spielplätze der Stadt sind wirklich mangelhaft“, sagt Stefanie Borchert. „Sie sind oft schmutzig und die Spielgeräte könnten attraktiver sein“, meint die junge Frau in Elternzeit. Und ihre Mutter ergänzt: „Ich würde mir für die Bernauer Straße auch attraktivere Läden wie H&M oder C&A wünschen. In der Passage wäre dafür doch ein toller Platz“, sagt die Verkäuferin.

Die Busse müssten häufiger fahren

Wenn Peggy Fleischer (48) einen Wunsch hätte, würde sie sich kürzere Bus-Taktzeiten wünschen. „Der Bus zum Beispiel, der Höhe Schlossplatz Richtung Süd fährt, ist nur jede Stunde erreichbar“, sagt die Oranienburgerin, die dafür aber den S-Bahnanschluss super findet. Aber ein Wunsch brennt ihr noch auf der Seele: „Es gibt an der Bernauer Straße nur zwei Klos – eines am Bahnhof und eines am Schlossplatz. Und das ist immer defekt.“

Franziska Penzler (32) und Tochter Joline (10) kommen gerade mit einem Mini-Orangenbäumchen und Einkaufstüten aus dem Roten Netto an der Theodor-Neubauer Straße. Die zwei freuen sich über die guten Einkaufsmöglichkeiten für Lebensmittel in der Stadt.

An der Parksituation muss sich schnell was ändern

Das „Klamotten-Shoppen“ sei aber noch ausbaufähig. „Weil das Angebot so unattraktiv ist, bestelle ich viel im Internet“, sagt die Angestellte, die auch auf das Auto angewiesen ist. Sie bemängelt das eingeschränkte Parkplatz-Kontingent. Aber diesbezüglich hat Stadtplanungsamtsleiter Christian Kielczynski ja bereis versprochen, das Parkraumbewirtschaftungskonzept weiter zu optimieren.

Von Jeannette Hix

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