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Oranienburg Milchfachleute haben ausgelernt
Lokales Oberhavel Oranienburg Milchfachleute haben ausgelernt
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14:23 24.08.2016
Abschlussfeier der Absolventen im Oranienwerk. Quelle: Munkelt
Oranienburg

Es ist geschafft! 36 frischgebackene Milchtechnologinnen und -technologen und 25 Milchwirtschaftliche Laboranten sind nach ihren Prüfungen im MLUA feierlich verabschiedet worden. Und haben nach dreijähriger Ausbildung als gefragte Fachleute bereits einen Job in ihren Unternehmen in der Tasche. Die Theorie erfuhren sie am Oberstufenzentrum in Oranienburg und die überbetriebliche Ausbildung in der Milchwirtschaftlichen Lehr- und Untersuchungsanstalt in der Sachsenhausener Straße in Oranienburg (MLUA). Hier erfolgen auch seit 24 Jahren die Abschlussprüfungen der Azubis, die aus milchwirtschaftlichen Unternehmen der ostdeutschen Bundesländer kommen.

Dabei müssen sie in drei Tagen ganz handfeste Dinge unter Beweis stellen. „Die Prüfungsgebiete werden zugelost“, erklärt Lehrmolkereichefin Romona Sauer. So müssen die Prüflinge zum Beispiel Milch pasteurisieren und hinterher die hochmodernen Anlagen wieder reinigen, Butter mit dem richtigen Fettgehalt herstellen, Joghurt ansetzen oder einen leckeren Camembert. Auch der Herstellungsprozess der Milchprodukte wird beurteilt: Werden Hygienebedingungen eingehalten und die Arbeitsschutzvorschriften? Ist das Produkt letztlich so, wie es der Kunde später kaufen möchte?

„Wir fordern viel, aber die Anstrengungen haben sich gelohnt“, so Ramona Sauer. Bisher bekamen die angehende Fachleute ihr Zertifikat zur bestandenen oder nicht bestandenen Prüfung in die Hand und am nächsten Tag unterschrieben sie in der Regel ihren Arbeitsvertrag und machten ihre Schicht. In diesem Sommer gab es erstmals eine von den delegierenden Unternehmen mitfinanzierte Abschlussfeier mit Blumen und Büfett. „Der feierliche Rahmen, die Würdigung des Einsatzes der Absolventen ist wichtig“, so Ramona Sauer, die als Fördervereinschef diese neue Tradition unterstützt hat. 23 Betriebe und 45 Personen unterstützen den Förderverein und damit die Ausbildung.

Denn die Wirtschaft würde weit mehr Milchtechnologen und Laboranten vertragen: „Überall fehlen Azubis. Aber sie sind schwer zu finden. Dabei liegt die Vermittlungsrate bei 100 Prozent.“ 62 Azubis sind 2016 in die überbetriebliche Ausbildung beim MLUA gestartet. Derzeit ist Sommerpause, aber drei Studenten der Uni in Neubrandenburg sind zwischen den Semestern in der Lehrmolkerei: Seit 2015 gibt es das Studium zum Lebensmitteltechnologen. In der Zeit von 4,5 Jahren machen die Studenten den Bachelor und absolvieren die Ausbildung zum Milchtechnologen. Ein anspruchsvolles Programm, sieht es auch Ramona Sauer.

Ein Jahr haben die drei Studenten schon rum: Eva-Maria Schütz (19) von Meggle aus Wasserburg am Inn, Karolin Müller (20) lern bei Petri Feinkost in Glesse und Sven Wehlen (20) bei der Firma Hochwald in Erftstadt.

„Milch ist ein spannendes Lebensmittel und gegessen wird immer“, sieht es Karoline ganz pragmatisch. Als zukunftssicheren Job sieht es auch Sven Wehlen: „Jeder braucht Lebensmittel.“ Und er wollte sein Interesse für Biologie und Chemie im Beruf vereinen. Eva-Maria sieht ihre Zukunft in der Produktentwicklung. Und alle drei sind sich einig, dass das Studium Theorie und die Ausbildung am MLUA sehr gut vereint. Man sei so in beidem später sattelfest.

Von Heike Bergt

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