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Mini-Kirchplatz bekommt Namen

Oranienburg Mini-Kirchplatz bekommt Namen

Bisher ist er ohne Namen, der Platz vor der Stadtkirche. Das ändert sich. Die Taufe in „Pastor-Ballhorn-Platz“ wird im Rahmen der 800-Jahrfeier der Stadt mit einem Festgottesdienst erfolgen. Gleichzeitig jährt sich am diesem Tag die Einweihung des Neubaus der Kirche vor 150 Jahren.

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Auf dem Platz vor der Nicolaikirche in Oranienburg stellte sich schon so manches Hochzeitspaar den Fotografen.

Quelle: Enrico Kugler

Oranienburg. Wie sie sehen, sehen sie – nicht nichts, aber auch nicht viel mehr. Vor der evangelischen Stadtkirche St. Nicolai in Oranienburg ist vor allem präzise Pflasterarbeit zu bestaunen. Nur ein paar Quadratmeter, aber immerhin. Bisher hatte diese Kreisstadt-Ecke direkt an der Havelstraße keinen Namen. Selbst der Volksmund konnte sich nicht überwinden, den Ort als „Kirchplatz“ zu deklarieren.

Doch das ändert sich nun. Im kommenden Hauptausschuss am Montag, 4. Juli, wird die Benennung der bisher namenlosen kleinen Stelle in „Pastor-Ballhorn-Platz“ beschlossen. „Es war eine Idee der Stadt, den Platz am verlängerten Arm des Bötzower Stadtgrabens zu benennen“, erzählt Pfarrer Friedemann Humburg. Der Pfarrer, der Gemeindekirchenrat und Pfarrer Arndt Farack fanden die Idee gut und willigten ein.

Erster Ort, mit dem Ballhorn geehrt wird

Der Namensgeber ist Friedrich Ballhorn ((1793 – 1871). Er schrieb die erste große Chronik Oranienburgs: „Geschichte der Stadt Oranienburg bis zur Einführung der Städteordnung im Jahre 1808“. Theodor Fontane nannte das Buch in seinen „Wanderungen durch die Mark Brandenburg“ eine „treffliche Geschichte“; Bürgermeister Hans-Joachim Laesicke nennt sie fundiert und vielschichtig. „Der Platz vor der Kirche ist der erste Ort in Oranienburg, mit dem Ballhorn geehrt wird“, so Pfarrer Humburg. „Kein Platz und keine Straße sind bisher nach ihm benannt.“

Pastor Ballhorn war von 1824 bis 1870 Pfarrer der Sankt-Nikolai-Kirche. Er engagierte sich maßgeblich für den Neubau der Kirche als dreischiffige Pfeilerbasilika im italienischen Stil, umgesetzt von Architekt Friedrich August Stüler. Ballhorn warb dafür bei den Oranienburgern und dem preußischen König Friedrich Wilhelm IV. Ferner war er am Erhalt der Evangelischen Kirche in Schmachtenhagen beteiligt.

Die Taufe des Platzes wird im Rahmen der 800-Jahrfeier der Stadt am 16. Oktober 2016 mit einem Festgottesdienst erfolgen. Gleichzeitig jährt sich am diesem Tag die Einweihung des Neubaus der Kirche vor 150 Jahren.

Von Marco Winkler

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