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Mit Musik Brücken bauen

Probe fürs Konzert am 17. April Mit Musik Brücken bauen

Arabische, persische und deutsche Lieder bringen die rund 60 Sänger auf die Bühne, die am Donnerstagabend in der Mensa des Runge-Gymnasiums geprobt haben: Dabei haben sich rund 30 Flüchtlinge aus Syrien, Afghanistan und dem Iran zu den „Orange Voices“ aus Oranienburg gesellt, singen gemeinsam im „Chor der Begegnung“.

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Probe am Donnerstagabend mit Chorleiterin Susanne Bartelt.

Quelle: Heike Bergt

Oranienburg. Mi, mi, mi! Mo, mo, mo“ Und ein energische Ha! schallen durch die Mensa des Runge-Gymnasiums. Dazu rhythmisches stampfen und klatschen. Wohl keiner der rund 60-köpfigen Sängerschar, der nach dieser „Erwärmung“ von Körper, Seele und Stimmbändern noch keine gute Laune verspürt. Seit den Winterferien treffen sich die Sänger der „Orange Voices“ der Musikschule Klangfarbe Orange und Frauen und Männer aus Syrien, Afghanistan, Iran und dem Tschad zu gemeinsamen Proben beim Projekt „Mit Musik Brücken bauen“.

Entstanden war es mit der Premiere, einem gemeinsamen Konzert am 23. Januar in der Oranienburger Nicolaikirche. Unter Leitung von Sängerin Suzy Bartelt aus Berlin erklangen Lieder ganz unterschiedlicher Kulturen. Daraus entwickelte sich das Chorprojekt, das das Land Brandenburg durch das Engagement von Musikschulleiterin Verena Schluß mit einer Summe von 1000 Euro bezuschusst hat. Denn alle Sänger wollten weitermachen im „Chor der Begegnung.“

„Schon bei der ersten Probe reichten die Stühle kaum“, erinnert sich Verena Schluß. Und damit nicht nur Männer, sondern auch die Frauen am Singen teilhaben können, wird für jede Probe eine Kinderbetreuung organisiert. Längst geht es nicht mehr nur um die Musik. Man begrüßt sich per Handschlag und Umarmung, wechselt Worte auf Deutsch und Englisch und hilft nicht selten mit Händen und Füßen nach.

Die Texte gibt es in verschiedenen Sprachen. Nach dem Einsingen wird das Lied „Der Mond ist aufgegangen“ intoniert. Anschließend ein Stück einer arabisch-persischen Band. Auch Westernhagens „Freiheit“ erklingt in Arabisch, Deutsch und Dari. Jeder lernt dazu, jeder muss sich auf seinen Nachbarn einstellen.

Inzwischen hat sich auch die Kreismusikschule ins Projekt „eingeklinkt“. Und so wird der Sound beim nächsten gemeinsamen Konzert am 17. April ab 17 Uhr in der Nicolaikirche noch voller ausfallen. Denn nicht nur Musiker der Musikschule „Klangfarbe Orange“ auch die der Kreismusikschule bringen den Gesang zum Tragen. Ein Kinderchor und eine Jazzband gestalten das Konzert ebenso mit. Und Yussuf aus Syrien greift auch wieder zur Oud, einer arabischen Laute.

Der Eintritt ist frei, es wird um Spenden gebeten.

Von Heike Bergt

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