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Oranienburg Mittelstraße feierlich eröffnet
Lokales Oberhavel Oranienburg Mittelstraße feierlich eröffnet
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17:55 16.09.2016
Die Anwohner Elke Priemer und Ralf Bohmüller freuen sich über die neue Straße. Quelle: Robert Roeske
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Oranienburg

Elke Priemer ist zufrieden. „Es ist wirklich sehr schön geworden“, sagt die 73-Jährige. Neben ihr sitzt ihr Mann Ralf Bohmüller, ebenfalls 73. „Ja, uns gefällt es sehr.“ Gemeint ist die neue Mittelstraße. Die wurde am Freitag nach anderthalb Jahren Bauzeit mit einem kleinen Straßenfest eröffnet. Die beiden Rentner sitzen auf einer der neu aufgestellten Holzbänke und trinken Kaffee. Sie sind direkte Anwohner, leben seit 15 Jahren in der Mittelstraße. Ihnen gefällt es hier jetzt noch ein bisschen mehr, auch wenn die Bauarbeiten „nicht einfach“ waren.

Doch nötig war der grundhafte Ausbau allemal. „Die Mittelstraße war ein klassischer Wendebau“, so Bürgermeister Hans-Joachim Laesicke. Er beschreibt den einstigen Zustand als mangelhaft, trotz Neubebauung nach der politischen Wende. „Sie hatte keine wirkliche Qualität.“ Schwierigkeit: Die Straße ist sehr schmal gewesen, Rad- und Autofahrer hatten neben parkenden Autos kaum Platz.

Der Bürgermeister eröffnete das Fest mit Kinder der Kita Friedrich Fröbel. Quelle: Robert Roeske

Schnell wurde klar: Die kurze Nebenstraße, die als wichtige Nord-Süd-Verbindung zwischen Bernauer und Willy-Brand-Straße gilt, muss im Rahmen der Stadterneuerungsmaßnahme „Oranienburg Innenstadt“ ausgebaut werden. 2013 gingen die Planungen los, die Arbeiten dann im April 2015.

Nicht nur für Anwohner eine Zeit kleinerer Einschränkungen. „Wir sind richtig froh, dass es jetzt vorbei ist“, sagt Agnes Plentz, Chefin der Bäckerei. Die Laufkundschaft sei zwar nicht ausgeblieben, weil nicht direkt betroffen. „Aber die Mitarbeiter und Lieferanten hatten es teils schwer. Es war schon eine Herausforderung.“ Doch das war gestern. „Jetzt ist alles schick und noch schöner als vorher.“

Die Besucher ließen es sich gut gehen. Quelle: Robert Roeske

Das findet auch Jeanette Blanke. Sie ist Friseurin im Salon C4Hair. „Großen Einfluss auf unser Geschäft hatte es nicht, die Kunden kamen trotzdem.“ Der Fußweg wurde immer frei gehalten.

Genau das war das Anliegen des Bürgermeisters. „Wir wollten die Einschränkungen für Anwohner und Gewerbe so gering wie möglich halten.“ Deshalb gab es im Winter eine kleine Baupause, um die Lärmbelästigung einzudämmen. „Jetzt gibt es hier eine richtige Verweilqualität“, so Laesicke.

Bänke, Parkbuchten, Fahrradbügel. Fahrbahn und Gehweg sind breiter. 23 Bäume ergänzen den Straßenzug bald. Adelheid Martin vom Allgemeinen Deutschen Fahrradclub, Ortsgruppe Oranienburger, ist begeistert. „Jetzt kommen Radfahrer wieder ohne Probleme ins Zentrum“, sagt sie.

Das Kinderschminken wurde gut angenommen – allerdings laut Kritik einiger Besucher auch viel zu zeitig wieder abgebaut. Quelle: Robert Roeske

Trotz Einbahnstraßenregelung können Radler die Straße in beide Richtung befahren. Vorher sei es schon belastend gewesen, die enge Straße zu passieren. „Jetzt ist es ideal, die Situation hat sich sehr verbessert.“ Die neu eingerichtete Tempo-20-Zone soll zur Verkehrsberuhigung für alle Teilnehmer des „gemeinsam geteilten Raumes“ beitragen.

Doch es gibt auch Kritik. Jedoch nicht an der Straße. Aber etwas zu ruhig war es Besuchern des Straßenfestes am Freitag. Angekündigt wurde es von 10 bis 14 Uhr. Doch schon gegen halb eins leerte sich die Straße. Bei einigen Eltern, die extra mit ihren Kindern gekommen waren, sorgte das für Unmut – und enttäuschten Nachwuchs, war doch das Bastel-, Schmink- und Spielangebot längst abgebaut.

650 000 Euro

Die Mittelstraße wurde in ihrer kompletten Länge von 260 Metern grundlegend erneuert.

Die Kosten belaufen sich auf ganze 650 000 Euro, finanziert aus Städtebaufördermitteln durch Bund, Land und Stadt. Die Kosten konnten gehalten werden, so die Stadtverwaltung.

Für Radfahrer und Fußgänger ist die Straße eine wichtige Verbindung vom Bahnhof in die Innenstadt.

Von Marco Winkler

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