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Oranienburg Hier landet nur Restholz im Ofen
Lokales Oberhavel Oranienburg Hier landet nur Restholz im Ofen
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01:15 17.03.2019
Die 8. Klasse des Mosaik-Gymnasiums Oranienburg besucht das Heizkraftwerk Hennigsdorf und erfährt viel über Klimaschutz. Quelle: Jeannette Hix
Hennigsdorf

Da staunten die Schüler der 8. Klasse vom Mosaik-Gymnasium aus Oranienburg nicht schlecht: Im Biomasse-Heizkraftwerk der Stadtwerke Hennigsdorf wird tonnenweise Restholz verheizt. Im Rahmen der MADS-Aktion „Medien an der Schule“, bei der die MAZ Projektbetreuer ist, hatten die jungen Leute am Donnerstag dem Heizkraftwerk einen Besuch abgestattet. „Hier werden tonnenweise Schnitzel aus Ästen verheizt, um mit der erzeugten Wärme Haushalte in Hennigsdorf zu versorgen. Die dicken Baumstämme zum Beispiel landen in der Regel in der Möbelindustrie“, sagt Britta Gorski von den Stadtwerken Hennigsdorf. Das hier verwendete Holz stamme aus dem Umland aus einem Umkreis von maximal 100 Kilometer.

Die Verbrennungsmethode ist kompliziert

Und was sich bezüglich der Verbrennungsmethode einfach anhört, ist ganz schön kompliziert. Die Ladung kommt in Holzschnitzeln im Heizkraftwerk an und wird im Brennstofflager deponiert. Weil aber jede Ladung aus einem anderen Holz bestehen kann, wie aus Pappel- oder Weidenschnitzeln, wird diese Riesenmasse erstmal mit Radladern gemischt und schließlich über Schubsender in den Verbrennungsofen geschoben.

Hier wird das Holz verbrannt. „Mit der so entstandenen Hitze wird ein spezielles Öl auf 300 Grad erhitzt. Damit wiederum wird ein anderes Öl so heiß gemacht, dass es verdampft und Druck erzeugt. Mit diesem Druck wird dann eine Turbine angetrieben“, ist zu erfahren. Und weiter: Diese Turbine erzeugt dann Strom und Abwärme. „Und diese Abwärme schicken wir in die Stadt, damit die Hennigsdorfer so warmes Wasser haben und heizen können“, sagt Britta Gorski.

Ab Ende April soll die Abwärme vom Stahlwerk auch genutzt werden

Im Biomasseheizkraftwerk wird es schon bald eine Veränderung geben, die der Umwelt zugute kommt. Ab Ende April will man dank eines ausgetüftelten Systems die Abwärme vom Stahlwerk Hennigsdorf nutzen, um sie ins Fernwärmenetz einzuspeisen.

Überhaupt lernen die Schüler an diesem Tag viel über fossile Energie, die aus Brennstoffen wie Braunkohle, Steinkohle, Tor, Erdgas und Erdöl gewonnen wird. „Ich wusste nicht, dass Braunkohle etwa 50 Millionen Jahre zum Reifen braucht und Steinkohle sogar 250 Millionen Jahre und länger“, sagt eine Schülerin.

Viel Wissen wird auch über die erneuerbaren Energien vermittelt, die aus nachhaltigen Quellen wie Wasserkraft, Wind- und Sonnenenergie, sowie Biomasse und Erdwärme gewonnen werden. Schüler Dustin Waldinger (14) aus Schwante: „Mir war der Unterschied zwischen Solar und Photovoltaik nicht bewusst. Jetzt weiß ich, dass Photovoltaikanlagen Strom produzieren und Solaranlagen Wärme.“

Immer mehr Kohlenstoffdioxid wird eingespart

Die Stadtwerke wollen immer mehr klimafreundliche Wärme produzieren und immer mehr Kohlenstoffdioxid einsparen. Es wäre der wohl längste Güterzug der Welt – mit 3600 Waggons. Er würde von Hennigsdorf bis hinter Potsdam reichen. Darin ließen sich 183 000 Tonnen Material verfrachten. Das Beispiel soll plakativ zeigen, wie viel vom Klimakiller Kohlenstoffdioxid die Stadt Hennigsdorf in den vergangenen acht Jahren eingespart hat. Hennigsdorf mit seinen rund 26 000 Einwohnern und die kommunalen Stadtwerke sind damit Vorreiter in Sachen Klimaschutz im Land Brandenburg.

Von Jeannette Hix

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