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Oranienburg Müllberge sind jetzt Chefsache
Lokales Oberhavel Oranienburg Müllberge sind jetzt Chefsache
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02:18 31.05.2018
Das Fassungsvermögen der am Germendorfer Globus-Baumarkt aufgestellten Papiercontainer reicht scheinbar bei weitem nicht aus. Quelle: Foto: Andrea Kathert
Oranienburg

Eine wilde Deponie am Müllcontainer-Stellplatz in der Birkenallee sorgte in den vergangenen Wochen für Ärger bei den Oranienburgern. Direkt am Ortseingang Süd hatten Unbekannte neben die Container für Altglas und Kleiderspenden ihren Haus-, Bau- und Sondermüll abgeladen. Mehrere Wochen lang wuchs der Berg nahezu täglich weiter (MAZ berichtete).

„Riesige Sauerei“, „Dreckschweine“, „Unglaublich“ lauteten nur einige Kommentare der Leser auf der MAZ-Facebookseite zum Thema. Neben der Birkenallee ziehen vor allem der Müllplatz gegenüber der Polizei-Fachhochschule sowie am Germendorfer Globus-Markt den Unmut der Oranienburger auf sich.

Problematische Stellplätze sind der Stadt bekannt

Auf Nachfrage bei der Stadt Oranienburg teilt Pressesprecher Gilbert Collé mit, dass diese drei Stellplätze der Stadt als problematisch bekannt seien. „Deshalb gibt es an diesen Stellen auch häufiger Kontrollen“. Eine Kontrolle rund um die Uhr, um illegale Müllentsorgung zu verhindern, sei allerdings nicht möglich. Für die Beseitigung von Müll, der direkt neben Altglas- und Altkleider-Containern abgelegt werde, seien die Aufsteller der Behälter verantwortlich. Eine häufige missbräuchliche Nutzung könne dann auch dazu führen, „dass die Container – wie im aktuellen Fall – dauerhaft entfernt werden, weil sich der Betrieb dann für die Aufsteller nicht mehr lohnt“.

Der Stadt Oranienburg ist die Entsorgung illegalen Mülls nicht unbekannt. Der Aufwand dafür sei sehr groß, berichtet Collé. Seit 2016 wurden unter anderem rund 105 Kubikmeter Sperrmüll, rund 15 Kubikmeter Altreifen, jeweils rund 30 Kühlschränke und TV-Geräte oder auch diverse Mengen an Farbeimern, Lacken und Ölen am Straßenrand aufgesammelt.

Mehrere Wochen lang beschäftigte eine wilde Mülldeponie am Containerstellplatz in der Oranienburger Birkenallee die Bewohner der Kreisstadt. An zwei weiteren Stellplätzen in Oranienburg gibt es regelmäßig ähnliche Probleme: Gegenüber des Eingangs zur Polizei-Fachhochschule sowie am Globus-Baumarkt in Germendorf. Nach der MAZ-Berichterstattung hat Bürgermeister Alexander Laesicke das Müllthema jetzt zur Chefsache gemacht. Es wird über Lösungen beraten, die Abhilfe schaffen sollen.

Die wilde Deponie, die in der Birkenallee mehr als drei Wochen vor sich hinwucherte, war für Oranienburgs Bürgermeister Alexander Laesicke Anlass genug, „noch einmal mit den zuständigen Fachämtern zu besprechen, welche Möglichkeiten es für die Stadt gibt“. So wurde unter anderem die Schließung einzelner Standorte diskutiert, wenngleich dies lediglich als letzte Möglichkeit in Frage komme. Schließlich sollen, so Alexander Laesicke, „nicht 95 Prozent der Bürger, die sich ordentlich verhalten, für die wenigen bestraft werden, die sich nicht an die Regeln halten.“ Geplant seien vorerst mehr Kontrollen, dort, wo es möglich ist, um noch früher auf Verschmutzungen reagieren zu können. Auch eine engere Absprache zwischen den zuständigen Beteiligten werde dabei angestrebt. Tagelange Hängepartien sollen möglichst vermieden werden, so Collé: „Im Zweifel werden wir erst den Müll entfernen und dann die Zuständigkeit klären.“ Die Stadtverwaltung prüft unterdessen, ob es Möglichkeiten gibt, die legale Entsorgung von Sperrmüll zu erleichtern. „Zum Beispiel durch die Einrichtung eines kommunalen Recyclinghofes“, erklärt Collé. Hier stehe die Stadt aber noch am Anfang ihrer Beratungen.

Verursacher für Müllberge sollen zur Rechenschaft gezogen werden

Klar ist: Wo es möglich ist, sollen die Verursacher wilder Deponien zur Rechenschaft gezogen werden. Das Ordnungsamt versuche in der Regel, die Herkunft illegaler Müllablagerungen zu ermitteln, zum Beispiel durch Adressdaten im Müll oder über Seriennummern auf technischen Geräten. Schließlich ist die „illegale Müllentsorgung kein Kavaliersdelikt“, so Collé. Für eine Videoüberwachung der Standorte allerdings, die auch von vielen MAZ-Lesern gefordert wird, gebe es hohe rechtliche Hürden.

Von Nadine Bieneck

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