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Oranienburg Nach Tod eines Obdachlosen: Geld für Bestattung ist zusammen
Lokales Oberhavel Oranienburg Nach Tod eines Obdachlosen: Geld für Bestattung ist zusammen
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13:53 17.02.2019
Hier wurde der Obdachlose tot in Oranienburg gefunden Quelle: Helge Treichel
Oranienburg

Das Geld, das für die Beerdigung des 57-jährigen Uwe M. benötigt wird, ist zusammen. „Das ist der Wahnsinn“, sagt Janette Budtke. „3142 Euro kostet die Beerdigung. Ich habe zahlreiche Anrufe bekommen, alle wollen helfen. Diese Anteilnahme tut gut. Ich bin am Montag beim Bestatter und kümmere mich mit den Brüdern um die Formalitäten.“ Sie kannte den obdachlosen Mann gut, kümmerte sich in den letzten Jahren um ihn und koordiniert nun seine Bestattung.

Ein 57-jähriger, der auf der Straße gelebt hat, ist am Mittwochnachmittag auf der Fläche zwischen Lehrbauhof und Bahnstrecke tot in Oranienburg gefunden worden.

In der vergangenen Woche wurde Uwe M. tot aufgefunden – hinter einem Garagenkomplex an der Ladestraße des Oranienburger Güterbahnhofs. Ein herbeigerufener Notarzt konnte nur noch den Tod des Mannes feststellen. Bereits seit deutlich mehr als einem Jahr hatte Uwe M. sein blaues Zelt auf dem versteckten Gelände im Niemandsland aufgeschlagen. Er sei der bekannteste Oranienburger Wohnungslose gewesen, sagt Janette Budtke.

Bereits seit deutlich mehr als einem Jahr hatte Uwe M. sein blaues Zelt auf dem versteckten Gelände im Niemandsland aufgeschlagen. Quelle: Helge Treichel

Die Borgsdorfer Friseurmeisterin war ihm erstmals im Dezember 2014 begegnet, als sie für die Hennigsdorfer PuR gGmbH Bedürftigen unentgeltlich die Haare frisierte. Mit der Initiativgruppe der „Charity Banditen“ hatte die allein erziehende Mutter dem Obdachlosen eine Wohnung im ehemaligen Schmachtenhagener Konsum besorgt und hergerichtet. Über diese Aktion wurde Ende 2017 sogar ein TV-Beitrag gesendet (Focus-TV-Reportage, Sat.1). Uwe jedoch habe sich dort einsam gefühlt und die Unterkunft selten genutzt, sagen Freunde.

Wann die Beerdigung stattfindet steht unterdessen noch nicht fest. Die Ermittlungen der Polizei sollen noch laufen.

Von Sebastian Morgner

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