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Oranienburg Nächste Bombenentschärfung steht bevor
Lokales Oberhavel Oranienburg Nächste Bombenentschärfung steht bevor
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09:52 28.06.2016
Am Donnerstag soll in Oranienburg die nächste Bombe entschärft werden. Quelle: dpa-Zentralbild
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Oranienburg

Im Februar und April wurden Blindgänger in der Lehnitzstraße 73 vom Kampfmittelbeseitigungsdienst (KMBD) entschärft. Bombe Nummer drei könnte diesen Donnerstag, 30. Juni, an der Reihe sein. „Die Wahrscheinlichkeit einer Entschärfung ist hoch“, so Stadtsprecherin Susanne Zamecki. Eine Aussage wird am Mittwoch, 29. Juni, erwartet.

Sollte sich herausstellen, dass es sich um einen Blindgänger handelt, findet am Donnerstag die mögliche Entschärfung statt. Die Evakuierungszone wird dieselbe sein wie im April. 12 000 Oranienburger müssen bis 8 Uhr den Sperrkreis geräumt haben. Betroffen sind erneut sieben Kitas und Horte, fünf Schulen, das Krankenhaus, die Seniorenresidenz Domino World und beide Bahnhöfe der Stadt. Eine behindertengerechte Anlaufstelle ist der Bauernmarkt Schmachtenhagen. Ein Bus-Shuttle fährt hin. Genaue Abfahrtzeiten gibt die BVG am Mittwoch bekannt. Das Regine-Hildebrandt-Haus wird ferner geöffnet sein.

Bürgertelefon für Nachfragen eingerichtet

Für Fragen richtet die Stadt am Mittwoch, 29. Juni, ab 9 Uhr und am Donnerstag, 30. Juni, ab 7 Uhr ein Bürgerservice-Telefon ein. Unter der Telefonnummer Tel. 03301/600 900 werden Nachfragen zur möglichen Entschärfung beantwortet.

Personen, die pflegebedürftig sind oder Hilfe beim Verlassen des Sperrkreises benötigen, melden sich beim Ordnungsamt unter Tel. 03301/600 698. Wer diese Hilfe in Anspruch nehmen muss, sollte sich rechtzeitig mit dem Ordnungsamt in Verbindung setzen.

Wie kann sich die Stadt die vielen Entschärfungen leisten?

Bis zu 300 Bombenblindgänger werden im Oranienburger Erdreich vermutet. Das ergab ein Gutachten der Technischen Universität Cottbus. Am Donnerstag könnte das insgesamt 195. Exemplar seit 1990 unschädlich gemacht werden. Ein weiterer Blindgänger könnte am Freitag, 7. Juli, auf dem Grundstück Erfurter Straße 7a entschärft werden. Eine nähere Aussage wird am Mittwoch, 6. Juli, erwartet.

Eine Frage, die vielen auf den Lippen brennt: Wie kann sich die Stadt die Entschärfungen überhaupt leisten? Susanne Zamecki beantwortet das wie folgt: „Die Frage ist nicht, ob sich das Stadt das leisten kann. Sie muss es sich leisten.“ Für die Sicherheit der Oranienburger. Bis 2030 habe die Kreisstadt für die systematische Bombensuche etwa 70 Millionen Euro im Haushalt eingeplant. „Jährlich werden derzeit 4 Millionen Euro ausgegeben. Dieses Geld fehlt uns natürlich an anderer Stelle“, so Zamecki.

Mehrere Bomben gleichzeitig werden dabei nie entschärft. Sehr zur Verwunderung einiger Oranienburger. „Wie Entschärfungen ablaufen, entscheidet nicht die Stadt.“ Das liegt ganz in den Händen der Experten vom Kampfmittelbeseitigungsdienst. „Auch als Laie kann man sich vorstellen, dass es nur wenige hoch qualifizierte und erfahrene Männer gibt, die dazu in der Lage sind, die hoch explosiven Langzeitzünderbomben zu entschärfen“, so Zamecki. Das lasse sich weder psychisch noch physisch im Akkord leisten. Ferner stünden die technischen Gerätschaften dafür nicht in uneingeschränkter Zahl zur Verfügung.

Betroffene Kindertagesstätten und Schulen:

•Kita Falkennest

•Kita Friedrich Fröbel

•Evangelische Kita Kleine Fische

•Kita Butzelhausen

•Kita Lehnitz

•Hort Havelschule

•Kita Stadtmusikanten

•Oberstufenzentrum Georg-Mendheim

•Torhorst-Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe

•Grundschule Havelschule

•Friedlieb-Ferdinand Runge Gymnasium

•Schule St. Johannesberg

Von Marco Winkler

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