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Neue Ideen fürs Kremmener Klubhaus

Architekt präsentiert Konzept Neue Ideen fürs Kremmener Klubhaus

Viele Bürger haben kürzlich die Gelegenheit genutzt, das sanierungsbedürftige Klubhaus in Kremmen zu besichtigen. Viel diskutiert wurden die Umbaupläne des Potsdamer Planungsbüros Pha-Design. Besonders der geplante Wegfall der großen Bühne im Saal, die einem neuen Treppenhaus zugunsten einer mobilen Bühne weichen sollte, sorgte für Kritik.

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Ortsvorsteher erklärt den Grundriss des Obergeschosses, in dem sich die Säale befinden.

Quelle: Ulrike Gawande

Kremmen. Viele Bürger haben vor zwei Wochen die Gelegenheit genutzt, das sanierungsbedürftige Klubhaus bei einem Vororttermin zu besichtigen. Viel diskutiert wurden dabei die Umbaupläne des Potsdamer Planungsbüros Pha-Design, die im November in den Ausschüssen der Stadt beraten worden waren (MAZ berichtete). Besonders der geplante Wegfall der großen Bühne im Saal, die einem neuen Treppenhaus zugunsten einer mobilen Bühne weichen sollte, sorgte für Kritik.

Kritik, die auch Ortsvorsteher Eckhard Koop (parteilos) nicht verborgen blieb. Kurzerhand entwarf ihm der im Ruhestand befindliche Architekt und Bauplaner aus Kremmen, Horst Troppens, gemeinsam mit dem Ingenieur Andreas Oehler einen ersten alternativen Plan, den beide am Montagabend dem Ortsbeirat und vor zahlreichen interessierten Besuchern vorstellten.

Schwerpunkt des Plans ist der Erhalt der Bühne in ihrer jetzigen Form. „Die Bühne abzureißen wäre ein Frevel“, machte Eckhard Koop seinen Standpunkt deutlich. Zumal sich anzudeuten scheint, so Koop, dass die Bühne nicht erst, wie ein Gutachter festgestellt habe, aus DDR-Zeiten stamme, sondern möglicherweise viel älter sei, und somit wie der restliche Saal unter Denkmalschutz stünde. „Vermutlich wurde die Bühne vor 1910 gebaut, es könnte sich um eine in Brandenburg sehr seltene Bogenbühne handeln.“

Um den großen Saal mit seinen 150 Plätzen erhalten zu können, sehen die Pläne von Horst Troppens einen Anbau im hinteren Teil des Gebäudes vor. Auch an einen separaten Zugang für die Besucher der Festsäale wurde gedacht. Dieser Zugang wird unabhängig von der Bäckerei Plentz sein, der schon im Frühjahr die Räumlichkeiten des Erdgeschosses nutzen will. Auch für das Toilettenproblem hat Architekt Troppens eine Lösung gefunden. Die finden im ersten Obergeschoss im geplanten Anbau Platz. Darunter soll im Erdgeschoss eine Fahrradstellfläche entstehen.

Entgegen den Planungen des Potsdamer Büros, die das zweite Obergeschoss völlig außen vor gelassen hatten, hat Troppens sogar dafür ein Konzept, inklusive möglichem Nutzer. Es sind die Senioren, für die unterm Dach ihr Domizil in den ehemaligen Klassenräumen erhalten sollen. Selbstverständlich barrierefrei erreichbar über den Eingang vom Marktplatz und den Fahrstuhl im Haus.

Nun gelte es die Abstimmung mit der Verwaltung und die Fragen des Brandschutzes zu klären. Auch die genauen Kosten sind zu bestimmen, Troppens geht jedoch davon aus, dass sein Entwurf nicht teurer als der bisherige werde.„Es ist eine gute Idee, das ganze Haus nutzbar zu machen“, begeistert sich Koop. Auch Joachim Brenning (CDU), der zugibt keinerlei Bindung zu dem Haus zu haben, jedoch den Charme des Saals anerkennt, findet das Konzept schlüssig. Mögliche Nutzer gäbe es genug. Koop:„Die Oberschule würde gerne 2016 ihre Weihnachtsfeier im Saal abhalten.“

Von Ulrike Gawande

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