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Oranienburg Neue Ortsvorsteherin in Malz
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12:51 15.09.2016
Gewählt: Claudia Grochowski. Quelle: Heike Bergt
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Malz

Claudia Grochowski (Bürgerbewegung) ist neue Ortsvorsteherin von Malz. Die 50-Jährige war am Mittwochabend auf der Sitzung des Ortsbeirates gewählt worden. Sie tritt die Nachfolge von Manfred Hartmann an, der überraschend verstorben war. Grochowski war bisher seine Stellvertreterin. „Fred ist nicht mehr da, nun muss es irgendwie weitergehen“, sagte sie betroffen. „Ich bin dazu bereit“, sagte sie vor ungewöhnlich großem Publikum. Michael Richter (SPD) stimmte für Grochowski, Susann Jähn (Bürgerbewegung) war an diesem Abend entschuldigt.

Claudia Grochowski stellte sich auf eine Bitte aus dem Publikum hin noch einmal vor. Sie stammt aus Oberhausen in Nordrhein-Westfalen. Seit 1991 ist sie mit Unterbrechungen in Malz zu Hause. Die Diplomfinanzwirtin ist bei der Steuerfahndung in Potsdam beschäftigt. Seit sieben Jahren arbeitet die Mutter von zwei Töchtern im Alter von 13 und 17 Jahren im Ortsbeirat mit, „und ich möchte die gute Zusammenarbeit mit Michael Richter und Susann Jähn gern bis zur nächsten Wahl fortsetzen.“

Die Wahl des Stellvertreters, der sich Susann Jähn in Abwesenheit stellte, wurde vertagt, weil Michael Richter ankündigte, sich bei einer Abstimmung zu enthalten. Er hätte sich gewünscht, dass die SPD den Stellvertreter stellt, jemand auf ihn zukommt und ihn vorschlägt. So war eine Mehrheit aus zwei Stimmen nicht möglich.

In der Einwohnerfragestunden kamen zwei Themen aufs Tapet: Ein freilaufender Hund auf dem Friedhof, der einem Anwohners der Dorfstraße gehört. Amtsleiter Mike Wedel von der Stadtverwaltung will das Ordnungsamt darüber informieren, damit der Besitzer verhindert, dass der Hund auf dem Friedhof umherstreunt. Ärger verursacht zudem Rauch und Qualm des nachts über dem Ortsteil. Unklar war jedoch, wer da etwas verbrennt oder ob es nur ein Kamin ist.

Der Änderung an der Kitasatzung stimmte der Ortsbeirat zu, ebenso der Ortsgestaltungssatzung für Malz. Das Papier zur „Sozialen Infrastruktur bis 2022“ bekam eine Gegenstimme bei einer Enthaltung. Kritikpunkt: „Der Neubau einer Grundschule in Friedrichsthal ist gut. Wir haben uns mit dafür eingesetzt. Die Schule soll 2021 in Betrieb gegen, das findet ich ziemlich weit weg“, so Grochowski.

Zudem informierte sie darüber, dass der Antrag des Ortsbeirates für eine „Mischkalkulation“ der Gebühren fürs Abwasser noch in der Prüfung bei der Stadt ist. Es geht darum, dass die Abwasserentsorgung per Jauchewagen doppelt so teuer ist wie die per Abwasserleitung. „Wir wollen versuchen, mehr Gerechtigkeit zu erreichen.“

Von  Heike Bergt

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