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Neues Orientierungssystem für Radfahrer

Oberhavel Neues Orientierungssystem für Radfahrer

Der Radtourismus boomt. Deshalb investiert der Landkreis Oberhavel für einen Ausbau – zumindest in der Beschilderung. Ganze 100 000 Euro kostet ein neues Knotenpunktsystem, das aktuell installiert wird. 129 Punkte verbinden Radwege miteinander und ermöglichen neue Touren für Touristen.

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Die Punkte sollen für eine bessere Übersicht sorgen. Ist das so?

Quelle: Landkreis Oberhavel

Oberhavel. Der Radtourismus im Kreis boomt. Es gibt ein 400 Kilometer langes Radwegsystem. Zwei Drittel davon sind touristisch erschlossen. Durch die Region führen folgende Radfernwege: Berlin-Kopenhagen, Havelradweg, Radrouten Historische Stadtkerne 1 und 2 sowie die Tour Brandenburg.

Das Angebot wird erweitert: Seit Mitte Oktober werden Wegweiser eines Knotenpunktsystems im Landkreis installiert. „Sie sollen mehr Orientierung bieten“, so Vize-Landrat Egmont Hamelow über die Schilder, die alle Radwege zu einem Netz verbinden. 129 Knotenpunkte werden eingerichtet. Damit ist es möglich, nach Zahlen zu Radeln. An jeder Kreuzung von zwei Radfernwegen, regionalen oder lokalen Radrouten ist ein Knotenpunkt vorgesehen. Der hat eine Nummer – rotes Schild mit weißer Schrift – sowie eine Übersichtskarte der Region.

Projektkosten bei 100 000 Euro

Die in Hennigsdorf, Hohen Neuendorf, Birkenwerder, Velten und Leegebruch sind schon zu sehen. Die restlichen – auch im Nordkreis – sollen Ende des Jahres, spätestens Anfang 2017 ans Netz gegangen sein. Das Nummerierungssystem beschränkt sich dabei nicht nur auf Oberhavel. Auch die angrenzenden Landkreise Ostprignitz-Ruppin, Barnim und Havelland sind mit Oberhavel verbunden. Damit erschließt sich Radtouristen der gesamte Norden Brandenburgs. „Mit den Kommunen und Städten ist alles abgesprochen“, so Hamelow über das Gemeinschaftsprojekt der Landkreise.

Die Kosten des Projekts belaufen sich auf rund 100 000 Euro. 80 Prozent Förderung erfolgen durch den Bund und das Land Brandenburg über die Richtlinie des Ministeriums für Wirtschaft und Energie zur Förderung der wirtschaftsnahen Infrastruktur im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW). Die restlichen 20 Prozent tragen die Kommungen je nach anfallenden Kosten. Der Landkreis hat die gesamte Planung, Koordination und Abwicklung sowie das Fördermittelmanagement übernommen.

Wirtschaft soll gestärkt werden

Die Knotenpunktwegweisung hat noch ein Ziel. Nicht nur sollen die Radwege und möglichen Routen so übersichtlicher werden. Auch die gute Wirtschaft könnte weiter angekurbelt werden – 850 Millionen Euro fließen durch den Fahrradtourismus jährlich in Brandenburgs Kommunen. Durchschnittlich kommen Streckenradler auf ein bis zwei Übernachtungen im Landkreis. Sie sollen länger in der Region bleiben.

So genannte „Regioradler“, die in ihrem Urlaub Oberhavel erkunden, bleiben drei bis sieben Tag oder einige Wochen. Sie geben das meiste Geld in der Region aus. Auch hier sollen die Knotenpunkte nicht nur die Infrastruktur optimieren, sondern ferner Anreize schaffen, die eine Verweildauer ergänzend ausbauen.

Von Marco Winkler

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