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Oranienburg Sanierung der Nicolaikirche verschoben
Lokales Oberhavel Oranienburg Sanierung der Nicolaikirche verschoben
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00:21 16.07.2018
Pfarrer Friedemann Humburg hofft auf das Einlenken der Stadt, dass im Rahmen einer Notsanierung die bereits anvisierte Baufirma engagiert werden kann. Quelle: Jeannette Hix
Oranienburg

Eigentlich sollte kommenden Montag die Nicolaikirche eingerüstet werden – der schlimme Sturm letztes Jahr hatte Teile ihres Daches weggefegt. Jetzt liegen die Ziegel nur oben auf. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis der nächste Sturm sie wieder vom Dach fegt. Doch aus der dringend notwendigen Sanierung wird erstmal nichts. Fehler bei der Bauausschreibung sind der Grund. „Nach dem Sturm hatten wir uns an ein Architektenbüro gewandt und bis zu 15 Dachdeckerfirmen angeschrieben. Eine Firma war ausgewählt“, sagt Pfarrer Friedemann Humburg (49).

Die Ausschreibung hätte öffentlich sein müssen

Auch die Finanzierung schien klar. Rund 250 000 soll die Sanierung kosten. Rund 80 000 schießt die Nicolaikirche dazu, weitere 50 000 Euro stiftet der Kirchenkreis. Auch die Stadt würde was dazugeben. Aber: In diesem Fall darf die Ausschreibung nicht im „stillen Kämmerlein“ passieren, sondern muss öffentlich sein. Jetzt will die Stadt noch mal prüfen, ob für die Notsicherungsmaße auf eine neue Ausschreibung verzichtet werden kann.

Immer dienstags und freitags gibts Musik in der Nicolailirche

Die 80 000 Euro, die nun für oben draufgehen, waren eigentlich für unten geplant. „Wir wollten von dem Geld die Unterkirche freundlicher und behindertengerecht gestalten“, sagt der Pfarrer. So sollten in dem dunklen Unterbau die Trennwände rückgebaut werden, um Tageslicht einströmen zu lassen. Auch die Glühlampendecke sollte durch energiesparende Strahler ersetzt werden. Doch nun liegt alles auf Eis. Genau, wie die energetische Sanierung, die Pfarrer Humburg langfristig plant. „Alle Fenster haben noch eine einfache Verglasung und auch die Heizungstherme entspricht nicht mehr den modernen Anforderungen“, sagt der Kirchenmann. Rund 250 000 Euro würde die „Energie-Sparmaßnahme“ kosten. „Langfristig denken wir über einen Kredit nach“, sagt Pfarrer Friedemann Humburg.

Nach den Sommerferien soll ein Förderverein gegründet werden

Um Geld geht es auch dem neuen Organisten Markus Pfeiffer (31). Nach den Sommerferien will er einen Förderverein gründen, um eine neue Orgel zu finanzieren. „Die originale Orgel wurde im 2. Weltkrieg zerstört und 1972 durch ein Provisorium ersetzt“, sagt Markus Pfeiffer. Doch diese Orgel sei zu klein für die 50 Meter lange und 24 Meter breite Kirche. „Die derzeitige Orgel hat rund 760 Pfeifen auf zwölf Register, die für die verschiedenen Klangfarben zuständig sind. Um die Nicolaikirche mit Klangvolumen richtig auszufüllen, müsste die neue Orgel mindestens doppelt so viele Pfeifen und Töne haben.

Organist Markus Pfeiffer sammelt Geld für eine neue Orgel. Helfen soll ein Förderverein, den der Musiker nach Ende der Sommerferien gründen will. Quelle: Jeannette Hix

Der Förderverein soll nun helfen, die rund 300 000 Euro für eine neue Orgel zusammenzubekommen. Rund 40 000 Euro wurden schon durch Spenden eingenommen. Um den Rest noch zu „erwirtschaften“ gibt es immer dienstags um 12.15 Uhr und freitags 20.30 Uhr Musik – mal am Flügel (übrigens auch eine Leihgabe), mal an der Orgel. Der Eintritt ist frei, aber Spenden sind erwünscht. Und so Gott will, ist in nächster Zeit auch kein Sturm angesagt, der die losen Ziegel vom Dach weht und das Dachgebälk weiter schädigt.

Von Jeannette Hix

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