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Oranienburg Oberhaveler Wehren helfen beim Waldbrand
Lokales Oberhavel Oranienburg Oberhaveler Wehren helfen beim Waldbrand
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17:49 27.07.2018
Das größte Tanklöschfahrzeug im Landkreis fasst rund 9000 Liter Wasser und ist geländetauglich. Mitglieder der Schildower Wehr posierten am Freitag vor dem Koloss. Quelle: Robert Roeske
Oranienburg

Es ist Freitag, 10.02 Uhr, als das Handy von Louis Kluska brummt. Eine Whatsapp von Löschzugführer Cornel Gratz, der Kameraden für den Einsatz bei Fichtenwalde anfordert. Rund 50 Quadratmeter Kiefernwald stehen dort seit Donnerstag in Flammen, hunderte Feuerwehrleute aus dem ganzen Land sind im Einsatz. Sie wollen verhindern, dass die Flammen auf den Beelitzer Ortsteil Fichtenwalde übergreifen. Louis Kluska zögert nicht, sagt sofort zu. Eine Stunde später steht er auf dem Hof der Oranienburger Feuerwache, zusammen mit rund 75 anderen Brandbekämpfen aus dem ganzen Landkreis. „Bei so einem Großbrand kann man viel lernen, ich bin gern dabei“, sagt der Germendorfer. Viel Zeit zum Packen war nicht: Im Gepäck hatte der 22-Jährige nur Ersatzshirt, eine zweite Boxershorts und eine Flasche Wasser.

Rund 75 Einsatzkräfte trafen sich in Oranienburg. Quelle: Robert Roeske

Louis Kluska ist Teil der Brandschutzeinheit Oberhavel. Diese Einheiten gibt es in allen Landkreisen Brandenburgs. Bei großen Einsätzen wie jenem in Fichtenwalde werden sie über eine Einsatzleitstelle des Brandenburgischen Innenministeriums angefordert. „Wir fahren nach Fichtenwalde, um Kameraden aus anderen Kreisen abzulösen. Die Kräfte reichen ja nicht ewig“, sagt Einheitsführer Norbert Nickel, der neun Wehren aus allen Himmelsrichtungen zusammengerufen hatte. Ähnlich große Einsätze hatte die Einheit beim Elbehochwaser oder einem Deponiebrand in Bernau vor einigen Jahren. „Aber dass wir zu einem solch großen Waldbrand ausrücken, ist schon einzigartig“, sagt Norbert Nickel.

Auch ein Quad kam mit zum Einsatz. Quelle: Robert Roeske

Freitagmittag gegen 12 Uhr rollten die rund 15 Einsatzfahrzeuge vom Hof der Wache, Ziel war zunächst der Spargelhof in Klaistow. Mit im Tross war auch das größte Tanklöschfahrzeugs des Kreises von der Schildower Wehr. Ein Koloss mit einem Fassungsvermögen von 9000 Litern Wasser. Angetrieben von drei Achsen hat es Spezialdüsen, mit denen es brennende Wege „freilöschen“ kann. Die Oberhaveler lösten vor Ort die Einheit aus dem Landkreis Dahme-Spreewald ab. „Wir löschen in zwei Abschnitten am Waldrand und gehen dann in die Tiefe“, so Norbert Nickel. Mit dabei waren immer Spezialisten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes, die den Boden auf Weltkriegsmunition untersuchten. Bis 22 Uhr sollte die Mission der Oberhaveler Feuerwehrleute offiziell dauern. „Danach werden auch wir dann von der nächsten Brandschutzeinheit abgelöst“, so Nickel.

Von Marco Paetzel

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