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Oranienburg Kreistag entscheidet: Gelbe Tonne erobert Oberhavel
Lokales Oberhavel Oranienburg Kreistag entscheidet: Gelbe Tonne erobert Oberhavel
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00:28 17.03.2019
Ab 2020 wird die gelbe Tonne auch in Oberhavel zum Straßenbild gehören. Beschlossene Sache ist zudem die Anerkennung Kita-Elternbeirates (kleines Bild). Quelle: DDP
Oranienburg

Ostprignitz-Ruppin hat sie bereits und gute Erfahrungen gemacht: die gelbe Tonne. „Wir beobachten die Kollegen im Nachbarkreis und stehen mit ihnen im ständigen Austausch“, sagte Dezernent und Vize-Landrat Egmont Hamelow am Mittwochabend im Kreistag. Kurz darauf fiel mit großer Mehrheit der Beschluss, ab 1. Januar 2020 auch in Oberhavel gelbe Säcke durch gelbe Tonnen zu ersetzen. Daran konnten auch die in der Diskussion noch einmal aufgezählten Befürchtungen, die Tonnen könnten womöglich ein zu geringes Fassungsvermögen haben oder der eine oder andere wisse nicht, wo er sie hinstellen solle, nichts ändern. Die Vorteile, so die Mehrheit der Kreistagsmitglieder, würden überwiegen. Endlich sei Schluss mit beschädigten Säcken, aus denen sich Verpackungsmüll über Straßen, Grünanlagen und Plätze verteilt.

Lesen Sie dazu auch: Pro & Contra der Redaktion

Der Umschwung von gelben Säcken auf gelbe Tonnen zur Entsorgung des Verpackungsmülls, den der Kreistag zum 1. Januar 2020 beschloss sorgt auch in der MAZ-Redaktion für Diskussionen. Unsere Reporter Jeanette Hix und Robert Tiesler wägen das Pro und Contra der Entscheidung ab.

Arbeitsmarktprogramm für die Jahre 2019/20 beschlossen

Verbale Beifallsstürme erhielt das Arbeitsmarktprogramm für die Jahre 2019/20, das unter Leitung von Dezernent Matthias Kahl und dem Leiter des Jobcenters, Tim Weimer entstanden war. Kern ist es, Menschen noch besser zu fördern, die dem Arbeitsmarkt sehr fern sind. SPD-Fraktionschef Andreas Noack freute es, dass die Zahl der Leistungsbezieher von 20 000 vor einigen Jahren auf jetzt 12 000 zurückgegangen sei, bei den Bedarfsgemeinschaften von 13 000 auf 7000. „Uns wurde damals von der Arbeitsagentur gesagt, dass wir unfähig wären, mit einem eigenen Jobcenter erfolgreich zu sein. Das Ergebnis sieht man jetzt.“ Wolfram Sadowski, stellvertretender Fraktionsvorsitzender (CDU), empfahl, „das Programm eins zu eins umzusetzen“. Die Fraktionsvorsitzende der Linken, Elke Bär, schlug vor, dass Papier gleich für fünf Jahre anzulegen. Ohne Gegenstimme (drei Enthaltungen) wurde das Arbeitsmarktprogramm beschlossen.

„Was lange währt, wird gut“ – Kita-Elternbeirat anerkannt

Große Freude löste die Anerkennung des „Kita-Elternbeirates Oberhavel“ bei den Vorkämpfern der Initiative aus, die gespannt auf die Abstimmung gewartet hatten. „Was lange währt, wird gut“, sagte Dirk Blettermann (SPD), Vorsitzender des Jugendhilfeausschusses, der maßgeblich mit dem Thema befasst war. Sein Ausschuss trug eine wesentliche Aktie daran, dass fast alle Abgeordneten (eine Enthaltung) diesem Beschluss ihre Zustimmung gaben. Zwölf Monate habe es gebraucht, drei Dezernenten hätten sich damit befasst, es habe viele Runden gegeben – „jetzt liegt ein Ergebnis vor, mit dem wir leben können“ (Blettermann). Die Grünen und die Linken seien „unsere Befürworter seit der ersten Stunde“ gewesen, hieß es von Seiten des Elternbeirates. Jana Kotowenko: „Wir sind überglücklich, dass es geklappt hat. Jetzt können wir die Arbeit aufnehmen und müssen uns nicht um belanglose Dinge kümmern.“ Der Beirat soll einen Sitz im Jugendhilfeausschuss bekommen.

Entscheidung um Schul-Fahrzeiten steht noch aus

Noch keine Entscheidung ist zu den Fahrzeiten zu kreisangehörigen Schulen gefallen. Die Fraktion Grüne/Piraten möchte, dass alle Schülerinnen und Schüler wohnortnah jeden Schultypen innerhalb von maximal 45 Minuten erreichen. Auch die CDU möchte das. Für derzeit nicht praktikabel hält das die SPD/LGU-Fraktion, weil die Schüler sich die Schulen aussuchen können. Wer von Neuglobsow nach Mühlenbeck fahren wolle, schaffe das nicht in 45 Minuten. Deshalb wird die Kreisverwaltung beauftragt, eine Lösung zu finden. Ziel soll „maximal 45 Minuten“ bleiben; für die wohnortnah im Erst- und Zweitwunsch angewählte Schule der Sekundarstufe I und II.

Von Bert Wittke und Stefan Blumberg

Der Umschwung von gelben Säcken auf gelbe Tonnen zur Entsorgung des Verpackungsmülls, den der Kreistag zum 1. Januar 2020 beschloss sorgt auch in der MAZ-Redaktion für Diskussionen. Unsere Reporter wägen das Pro und Contra der Entscheidung ab.

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