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Oranienburg Ohne Angelkarte droht Strafe
Lokales Oberhavel Oranienburg Ohne Angelkarte droht Strafe
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14:15 04.06.2018
Wer in Seen fischt, muss einen Angelschein haben. Quelle: ZB
Oranienburg

Wer auch mal so einen großen Fisch wie William und Thoralf Schwarz fangen will und nicht im Angler-Verein organisiert ist, muss Folgendes beachten:

Zuerst ist die Fischerei-Abgabe zu zahlen, die an das Land Brandenburg geht. Kosten: 12  Euro für Erwachsene, 2,50 Euro für Kinder (bis 18 Jahren).

Gültigkeit: 1 Jahr.

Wo gibt’s die? In der Fischerei-Behörde (Adolf-Dechert-Straße 1, 16515 Oranienburg, Telefon: 03301/601-245) sowie in Angelläden und Tourismusbehörden.

Angelkarten gibt es ab 10 Euro pro Tag

Wozu berechtigt die Fischerei-Abgabe? Damit erwirbt man die Berechtigung, bei einem Fischer eine Angelkarte zu kaufen.

Kosten: ab 10 Euro.

Gültigkeit: 1 Tag.

Gut zu wissen: Hobby-Angler können auch eine Jahreskarte erwerben. Kosten: ab 75 Euro.

Wo gibt’s die? Beim jeweiligen Anglerverband. Allerdings muss man dort Mitglied sein.

Vorteil: Damit darf in allen Gewässern des Landes Brandenburg gefischt werden, die dem Landes-Anglerverband unterstehen. Dabei handelt es sich um eine Fläche von 14 500 Hektar, die Seen, aber auch Fließgewässer betrifft.

Wer die Karte beim Fischer erwirbt, kann in der Regel nur in dessen Gewässer fischen.

Hechte müssen ein Mindestmaß von 45 Zentimeter haben

Wichtig: Geangelte Hechte und Zander müssen ein Mindestmaß von 45 Zentimeter haben. „Ansonsten sind sie in den See zurückzusetzen“, sagt Olaf Wusterbarth, 1. Vorsitzender vom Kreisanglerverband Oberhavel. Das schreibt die Gewässerverordnung des Landesanglerverbandes vor.

Gefangene, maßige Fische müssen sachgerecht getötet werden. Dafür muss das Tier erst mit einem Schlag auf den Kopf betäubt und danach durch einen Stich ins Herz getötet werden – das schreibt das Tierschutzgesetz vor.

Wichtig: Fische sind grundsätzlich mit nassen Händen anzufassen. So wird der Schuppenpanzer nicht verletzt. Olaf Wusterbarth: „In fehlenden Schuppen nisten sich Parasiten und Pilze ein – das Tier würde sterben.“

Laut Gewässerordnung des Landes-Anglerverbandes Brandenburg gilt: Grundsätzlich sind die Schonzeiten genauestens zu beachten.

In Oberhavel gibt es 5700 Mitglieder in Angelvereinen

So dürfen beispielsweise Hechte vom 1. Februar bis 31. März nicht geangelt werden.

Zander nicht vom 1. April bis 31. Mai, da sie da ihre Haupt-Laichzeit haben.

Das Angeln von Forellen ist vom 16. Oktober bis 15. April verboten.

Im Kescher müssen Fische schwimmen können

Äschen dürfen nicht vom 1. Dezember bis 31. Mai geangelt werden.

Für den Kescher gilt: Er muss immer so groß sein, dass die Fische noch darin schwimmen können.

André Stöwe, Geschäftsstellenleiter vom Kreisanglerverband Oberhavel rät: „Bevor man die Angelrute auswirft, muss man sich schlau gemacht haben, wer den See bewirtschaftet. Ansonsten kann die Fischereiaufsicht ein Ordnungsgeld von bis zu 55 Euro sofort erheben.“

Wer dann keinen Angelschein vorweisen kann oder mehr als die zwei erlaubten Angeln im Wasser hat, muss mit einer Strafe von mehreren 1000 Euro rechnen.

Eine Anzeige droht, wenn gegen das Tierschutzgesetz verstoßen wird. Das wäre zum Beispiel der Fall, wenn Fische nicht sachgerecht getötet werden und zum Beispiel in einem Eimer ohne Wasser ersticken.

Der Kreisanglerverband Oberhavel hat 5700 Mitglieder – Tendenz steigend. In Brandenburg sind 82 000 Angler organisiert.

Von Jeannette Hix

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