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Oranienburg Oldiefestival mit über 400 Besuchern
Lokales Oberhavel Oranienburg Oldiefestival mit über 400 Besuchern
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11:25 08.08.2016
Die „Männer“ überzeugten mit Rock aus den 70er- und 80er-Jahren.
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Oranienburg

Ab welchem Alter ist jemand eigentlich ein „Oldie“ beziehungsweise nach welcher Zeitspanne werden zeitgenössische Pop- und Rocksongs zu „Oldies“? Keine leichte Frage. Will doch niemand despektierlich über das Alter anderer reden. Etwas Aufschluss ergab das mit knapp 400 Gästen gut besuchte Oldiefestival im Weidengarten am Sonnabend.

Während in Kremmen gerade die russische Band „Moscow Death Brigade“ zwar nicht den Tod, aber den Headbanger-Gott stolz machen wollte, zog Adrian Lienig den Stecker, entstöpselte seine Gitarre. Adrian Lienig ist Sänger der Blues-Rock-Band „Stumbling Jay and the Fabulous“ aus Hennigsdorf. Vor den Aufritten von „Männer“ und der Coverband „Berlin Beatclub“ zollten er und seine Musiker Eric Clapton Tribut. Klassiker und Raritäten. „Jeder hatte vor dem Konzert die Frage, kommt der Song, der eine bekannte Song?“ Und: „Ja, er kommt.“ Gemeint war „Layla“ von 1970. Alt? Immerhin gute 46 Jahre ist die Erstveröffentlichung her.

Ausgelassene Gäste. Quelle: Winkler

Bekanntheit erlangte das Lied auch Ende 1980er Jahre, weil ein Automobilhersteller mit einer neuen Version des bekannten Gitarrenriffs damit warb. Clapton selbst spielte es für sein „Unplugged“-Album (1992) erneut ein. Genau die Version gaben „Stumbling Jay and the Fabulous“ zum Besten, im Jahr 2016. Ein Stück Musikgeschichte, das Oranienburg erreicht und das Publikum geeint hat.

Denn das war vom Alter her ziemlich bunt gemischt. Die Besucher strömten herbei – aus allen Jahrzehnten. Genau das sei auch das Ansinnen des Festivals, erklärte Organisator und Weidengarten-Inhaber Steffen Riehn. Er formuliert das so: „Das Publikum ist immer durchwachsen.“

Veranstalter und Weidengarten-Inhaber Steffen Riehn (rechts) war zufrieden. Quelle: Winkler

Es gebe natürlich auch junge Leute in ihren 20ern, die herkommen, aber eher wenige. „Meist kommen doch die älteren Semester.“ Jahrgang 63 und aufwärts. Genau die eben, die mit der Musik etwas verbinden, eine Lebensanekdote, den ersten Engtanz oder keuschen Kuss.

„Die Mischung ist wichtig, sonst fährt sich ein Festival fest, wenn immer die gleichen kommen.“ Gerade Jüngere hätten die Musik ja von ihren Eltern mitbekommen und quasi aus zweiter Hand miterlebt.

Entstanden ist die Idee für ein Oranienburger Oldiefestival vor rund 13 Jahren. Eine Bierlaune im Partyzelt? Nur am Rande. Eher ein spontaner, aber gut durchdachter Einfall von Steffen Riehn und den Bands „Stampede“ sowie „Vintage“. „Am Anfang haben die Musiker sogar noch selbst die Stadt plakatiert“, erinnert sich Riehn. Das machen sie jetzt nicht mehr, müssen es nicht. Eines ist jedoch geblieben: Die Bühne. „Wir wollten die Größenordnung beibehalten.“ Hauptsache sei, es mache den Besuchern Spaß. Da spielt das Alter der „Oldies“ auch keine Rolle.

Von Marco Winkler

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