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Oranienburg 10-Minuten-Takt kommt in den Ausschuss
Lokales Oberhavel Oranienburg 10-Minuten-Takt kommt in den Ausschuss
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01:16 12.10.2018
Oranienburgs CDU-Chefin Nicole Walter-Mundt schenkte Brandenburgs CDU-Chef Ingo Senftleben eine selbstgebastelte S-Bahn. Quelle: Marco Paetzel
Oranienburg

Wenn es nach der CDU geht, soll die S-Bahn von Oranienburg in Richtung Berlin möglichst bald statt bislang alle 20 alle zehn Minuten fahren. Um dem Ansinnen Nachdruck zu verleihen, besuchte am Dienstagabend der CDU-Landesvorsitzende und Fraktionschef Ingo Senftleben den Bahnhof Oranienburg. Er hatte eine gute Botschaft im Gepäck: „Am 8. November wird das Thema im Infrastrukturausschuss des Landes sein.“

Sehr zur Freude von Oranienburgs CDU-Chefin Nicole Walter-Mundt und ihren Mitstreitern. Im Juni hatten sie eine Petition an den Landtag übergeben. Rund 6500 Menschen hatten per Unterschrift für den dichteren Takt der S-Bahn plädiert. Doch Nicole Walter-Mundt, die die Aktion mit angeschoben hatte, war zunächst ernüchtert. Statt sich mit dem Thema Taktverdichtung zu beschäftigen, habe der Petitionsausschuss veranlasst, dass die Oranienburger ein Schreiben aus dem Verkehrsministerium bekommen. „Darin steht, dass die Taktverdichtung als Prüfauftrag in den Nahverkehrsplan aufgenommen wird. Aber da ist kein Zeitablauf angegeben.“ Irgendwie und irgendwann seien keine Option angesichts von zwei Millionen Menschen, die Oranienburg 2017 besucht haben, dazu kommen täglich mehr als 10 000 Pendler.

Eine Taktverdichtung wäre nicht ohne Weiteres zu machen

Eine Taktverdichtung wäre aber nicht ohne Weiteres zu machen. So gibt es etwa zwischen Oranienburg und Lehnitz streckenweise nur ein Gleis für die S-Bahn. Und am Bahnhof in Borgsdorf würden sich mit einem Zehn-Minuten-Takt der S-Bahn in beiden Richtungen die Schranke in der Bahnhofstraße kaum noch öffnen. Auf dem Bahnhof in Birkenwerder indes würde nur ein Bahnsteig nicht mehr ausreichen. Und zwischen Hohen Neuendorf und Berlin-Frohnau führt stellenweise nur ein Gleis für beide Richtungen. Kurzum: Es müsste kräftig investiert und gebaut werden. „Wir investieren 1,3 Millionen Euro pro Tag für einen Flughafen, der nicht fertig wird“, hält Nicole Walter-Mundt entgegen.

CDU-Chef Ingo Senftleben erklärte, das Land habe sich nicht ausreichend und frühzeitig darauf vorbereitet, dass Brandenburg wachse. Man müsse schauen, wie man schon früher den Takt verdichten könne. Die Regierung versuche mit dem Infrastrukturprojekt „i2030“ nur auf Zeit zu spielen. „Das ist einfach zu langfristig.“ Die Planungszeiten müssten verkürzt werden.

Von Marco Paetzel

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