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Oranienburg Akkordeon-Nachwuchs im Oranienwerk
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17:52 04.11.2018
Das Orchester besteht aus rund 25 Mitgliedern aus dem ganzen Land Brandenburg. Dreimal im Jahr wird intensiv geprobt. Quelle: Robert Roeske
Oranienburg

Als er vor elf Jahren ein Akkordeonstück in der NDR-Show „Klassik für Kinder“ hörte, da wusste Ludwig Seyfarth, dass das sein Instrument werden würde. Und das wurde es: Gestern saß der 16-Jährige als Teil des Landesjugendakkordeonorchesters im Saal des Oranienwerks. „Das Akkordeon ist sehr vielseitig, man kann auch alleine ganze Orgel- oder Orchesterstücke darauf spielen“, sagte der Falkenseer, der jeden Tag etwa drei Stunden lang übt.

Und dann ging das Konzert auch schon los, Seyfarths Finger flogen förmlich über die Tasten. Von Bachs Brandenburgischem Konzert über Billy Strayhorns „Take the A-Train“ bis hin zu Yann Tiersens „Les Jours Tristes“ aus dem Film „Die fabelhafte Welt der Amélie“ reichte das Repertoire der jungen Akkordeonspieler. 1997 wurde das Orchester als Förderprojekt des Landesmusikrates ins Leben gerufen, heute spielen etwa 25 junge Leute im Alter von 16 bis 30 Jahren aus dem ganzen Land Brandenburg mit. Die meisten Mitglieder kommen aus dem Süden Brandenburgs. Es gibt drei bis vier intensive Proben-Wochenenden, an denen die Orchestermitglieder zusammenkommen und intensiv neue Songs einstudieren.

Rund 25 Mitglieder hat das Orchester. Quelle: Robert Roeske

An diesem Wochenende etwa probten die Teenager, die von erfahrenen Akkordeonspielern unterstützt werden, gemeinsam in der Jugendherberge in Sachsenhausen. Da lag das Konzert im Oranienwerk am Sonntag natürlich nahe. Der Dirigent des Orchesters ist seit seiner Gründung Volker Gerlich. Viele der Mitglieder, die im Orchester spielen, hätten auch Musik studiert, sagt der Akkordeonlehrer. Doch darum gehe es nicht in erster Linie. „Bei uns steht die Freude am Musizieren im Vordergrund“, sagt Gerlich.

Das Publikum war angetan vom Spiel des Akkorden-Nachwuchses. „Das ist eine gute Mischung“, sagte etwa Günter Eschmoneit aus Friedrichsthal. Der 83-Jährige hat sein Leben lang Akkordeon gespielt und im Chor gesungen. „Ich wollte mit meiner Frau einfach mal sehen, was die Jugend so macht“, sagte der Rentner. Am Ende gab es viel Applaus für das Orchester. Es war eine gelungene Vorbereitung für den bevorstehenden Wettbewerb: In der kommenden Woche misst sich das Brandenburgische Landesorchester in Trossingen (Baden-Württemberg) mit seinen Pendants aus Bayern, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg. „In diesen Ländern gibt es mindestens 200 Akkordeonorchester, bei uns in Brandenburg drei“, so Volker Gerlich. Dennoch, da ist der Leiter überzeugt, kann sein Ensemble mithalten.

Von Marco Paetzel

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