Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Oranienburg Kleines Jobwunder in Oranienburg
Lokales Oberhavel Oranienburg Kleines Jobwunder in Oranienburg
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:39 01.04.2014
Im Takeda-Werk in Oranienburg. Quelle: dpa
Oranienburg

Nach Unternehmensangaben sollen auf dem Oranienburger Firmengelände mehrere neue Gebäude für Produktion, Technik und Lagerhaltung entstehen.

Erst 2011 hatte der japanische Takeda-Konzern den vormaligen Oranienburger Tablettenhersteller Nycomed gekauft. Das jetzt geplante 100-Millionen-Euro-Projekt ist die größte Investition seit Übernahme des Standortes.

Takeda ist ein Leuchtturm in Brandenburg“, sagte ILB-Sprecher Matthias Haensch. Der Oranienburger Standort sei „immer zuverlässig gewesen – egal, unter welcher Unternehmensführung“. Brandenburg fördert das Vorhaben mit 22,2 Millionen Euro.

Kleines Jobwunder in Oranienburg - Der japanische Pharmakonzern Takeda baut seinen Standort in Oranienburg aus. „Wir wollen bis 2017 eine weitere Produktionslinie für 100 Millionen Euro aufbauen”, erklärt Standortleiter Hans-Christian Meyer. 158 neue Arbeitsplätze sollen so entstehen.

Erst vor einem Jahr hatten die Gespräche zu einer möglichen Beteiligung des Landes an der Großinvestition begonnen. Dass sich Brandenburg so schnell zu einer Förderung entschied, sei auch der Forschungsarbeit am Oranienburger Standort geschuldet, sagte Brandenburgs Wirtschaftsminister Ralf Christoffers (Linke) beim Firmenbesuch am Dienstag. Wichtig sei zudem gewesen, dass die Investition die „Ausweitung von Beschäftigung und insbesondere qualifizierter Beschäftigung“ ermögliche.

Gesunde Umsätze

  • 30 Pharmaunternehmen gibt es in Brandenburg und Berlin. Dort arbeiten etwa 10.000 Menschen.
  • Hinzu kommen 220 Biotech-Unternehmen und 280 Medizintechnikfirmen mit rund 16.000 Mitarbeitern.
  • 16 Milliarden Euro Umsatz erwirtschaftet die Gesundheitsbranche der Region pro Jahr. Sie ist einer der wichtigsten Arbeitgeber. Zusammen mit den Krankenhäusern und Forschungseinrichtungen arbeiten dort etwa 313.700 Menschen.

Das Oranienburger Takeda-Werk stellt Tabletten und Kapseln in einer großen Bandbreite her: unter anderem Mittel zur Behandlung von Bluthochdruck, Raucherlunge oder Magen-Darm-Erkrankungen. Insgesamt 145 Produkte. Als eines der wichtigsten Erzeugnisse gilt das bekannte Magenmittel Pantoprazol. In diesem Jahr wird das Unternehmen seine Produktpalette um weitere Medikamente erweitern. Zugleich betreibt Takeda in Brandenburg Grundlagenforschung. In Oranienburger Labors werden Wirkstoffe gegen Magen-, Krebs- und andere Erkrankungen entwickelt. Jährlich verlassen 7,6 Milliarden Tabletten und Kapseln das Firmengelände. Mit dem Ausbau der Produktionsstätte soll nach Firmenangaben die Zehn-Milliarden-Marke geknackt werden.

Takeda beschäftigt weltweit 30.000 Mitarbeiter. Der Konzern ist in 70 Ländern präsent. Am Oranienburger Standort arbeiten derzeit 610 Beschäftigte.

Von Frauke Herweg

Stellenangebote von Takeda Pharma bei MAZjob.de

Oranienburg Radweg soll erneuert werden - Neubau oder Reparatur

Ausgerechnet die Grünen und ein passionierter Radfahrer aus der Fraktion Die Linke machen Stimmung gegen Pläne für einen komplett erneuerten Fahrradweg in Birkenwerder. Die Ablehnung kommt so von völlig unerwarteter Seite.

23.01.2014
Oranienburg Brandenburgs baufälligste Polizeiwache zieht in den Luisenhof - Raus aus den Zellen

Die Polizeiinspektion Oberhavel gehört zu den baufälligsten im Land. Lange hatte es Pläne für einen Neubau gegeben. Nun wird es konkret: Bis Ende 2016 werden die Beschäftigten in den Luisenhof umziehen. Brandenburgs Innenminister Ralf Holzschuher hat sich dort bereits umgeschaut.

22.10.2013
Oranienburg Innenminister verhandelt über Umzug in Ausweichquartier - Brandenburgs baufälligste Polizeiwache

Polizeibeamte in Zellen - ein Anblick, der in der Polizeiwache in Oranienburg durchaus bekannt ist. Da die eigentlichen Büros nicht mehr zu nutzen sind, müssen die Beamten teilweise in andere Räume ausweichen. Aber damit soll jetzt Schluss sein. Brandenburgs baufälligste Wache soll bald geräumt werden und damit ein unhaltbarer Zustand beendet werden.

21.10.2013