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Oranienburg Wieder Straßenposse im Musikerviertel
Lokales Oberhavel Oranienburg Wieder Straßenposse im Musikerviertel
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09:04 28.09.2018
Norbert Garbas (73) ärgert sich, dass die vor wenigen Tagen sanierte Beethovenstraße jetzt schon wieder aufgerissen wird. Quelle: Robert Roeske
Oranienburg

Petra (68) und Norbert Garbas (73) aus der Griegstraße trauten ihren Augen kaum: Erst vor wenigen Tagen war die staubige, rutschige Schotterpiste auf der Beethovenstraße mit schwerem Gerät begradigt worden. „Jetzt liegen dort große, 30 Zentimeter Rohre. Wir haben gehört, dass nun die Straße wieder aufgerissen wird, weil dort Abwasserrohre verlegt werden sollen. Das ist doch eine Steuergeld-Verschwendung, die nicht sein muss. Es muss doch möglich sein, Baumaßnahmen besser zu planen“, ärgert sich Norbert Garbas (73).

Neben der Beethovenstraße wurde auch auf anderen Straßen im Musikerviertel vor Jahren ein Recyclingmaterial aufgetragen. Laut Aussage der Anwohner soll es die Stadt rund 300 000 Euro pro Jahr kosten, um dieses Material wieder gleichmäßig per Radlader zu verteilen, wenn es aufgrund von Autoverkehr verschoben wurde. Überhaupt sind die Anwohner von dem Recyclingmaterial mehr als genervt. Das Material sei zu scharfkantig, zu rutschig und zu staubig.

Tiefbauamt: „Die Baumaßnahme ist Sache der Wasserwerke.“

Mehrere 100 Anwohner von rund 16 Straßen im Musikerviertel haben den „Natursteinbelag“ vor der Nase, der eher an Recyclingmaterial im Gleisbett erinnert. „Ich komme kaum mit meinem Rolli vorwärts und habe mir schon einen Reifen kaputt gefahren“, sagt Christel Löffler (84) aus der Weberstraße. „Düst dann noch ein Auto an mir vorbei, hat man Angst, von einem hochgeschleuderten Stein getroffen zu werden und in der Sandpiste neben der Straße versinkt man auch noch.“ Auch Rolli-Fahrer Rolf Detje (58) aus der Johann-Strauß-Straße ist sauer: „Der Belag ist so rutschig und tief, dass ich da mit dem Handrollstuhl nicht durchkomme. Ich musste mir einen E-Rollstuhl kaufen.“

„Hinzu kommt, dass die Straße inzwischen auf ein so hohes Niveau aufgeschüttet ist, dass viele Grundstücke bei Starkregen überflutet werden“, ärgert sich Reinald Radtke (67) aus der Schubertstraße. Begünstigend für Hochwasser im Garten ist auch, dass viele der Gullys teilweise über Straßenniveau liegen und somit gar kein Regenwasser aufnehmen können.

Hier werden Abwasserrohre verlegt

Laut Aussage der Anwohner soll die Stadt auf einen grundhaften Ausbau bestehen – mit Bürgersteigen, Radwegen und allem Drum und Dran, der die Anlieger tief in die Tasche greifen ließe (MAZ berichtete). Die Stadt will nun prüfen, ob vereinzelte Straßen mit einer Spritzasphaltdecke versehen werden können. Und was sagt sie zu der gerade sanierten Beethovenstraße, die nun wieder aufgerissen werden soll? „Die Verlegung der Abwasserrohre ist eine Baumaßnahme der Stadtwerke“, sagt Tiefbauamtsleiter Dr. Stefan Gebhard. „Im Rahmen dieser Maßnahme werden nur Kopflöcher entstehen, durch die neue Rohre an den bestehenden Rohrbestand angeschlossen werden. Die Straße wird nicht komplett aufgerissen.“

Von Jeannette Hix

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