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Oranienburg Oranienburger von Schlüsseldienst über Tisch gezogen
Lokales Oberhavel Oranienburg Oranienburger von Schlüsseldienst über Tisch gezogen
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13:07 12.09.2018
Versehentlich ausgesperrt hatten sich zwei Oranienburger in der Nacht zu Mittwoch (Symbolbild). Nun ermittelt die Kriminalpolizei gegen den zu Hilfe geholten Schlüsseldienst. Quelle: Kai Remmers/DPA-tmn
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Oranienburg

Ein Schlüsseldienst legte in der Nacht von Dienstag (11. September) zu Mittwoch in Oranienburg ein derart zweifelhaftes Verhalten an den Tag, dass zwei Oranienburger anschließend bei der Polizei eine Strafanzeige wegen Wucher stellten.

Nach Internetrecherche Schüsseldienst zu Hilfe gerufen

Zuvor hatten sich die beiden versehentlich aus ihrer Wohnung in Oranienburg ausgesperrt. Im Internet suchten sie daraufhin nach einem Schlüsseldienst, der ihnen die Tür zu ihrer Wohnung wieder öffnen sollte. Nachdem sie den gewählten Schlüsseldienst kontaktiert hatten, erschien zunächst eine südländisch aussehende Mitarbeiterin der Firma vor Ort und vereinbarte mit den beiden vertraglich die Türöffnung zu einem Preis von 300 Euro. Dies wurde schriftlich festgehalten und von den beiden Geschädigten auch unterschrieben.

Preis steigt während Arbeiten sprunghaft an

Anschließend nahmen sich mehrere Mitarbeiter der Firma der Türöffnung an und schrieben während dieser immer wieder zusätzliche Beträge auf den bereits unterschriebenen Vertrag. Nach Beendigung der Arbeiten standen so plötzlich 700 Euro Gesamtpreis zu Buche. Die Geschädigten vereinbarten schließlich eine Sofortzahlung von 400 Euro mit dem Schlüsseldienst. Der restliche Betrag von 300 Euro blieb vorerst offen und sollte anschließend per Überweisung beglichen werden.

Kriminalpolizei ermittelt nun

Ob es dazu tatsächlich kommt, wird sich zeigen, denn die Geschädigten erstatteten ob des Vorgehens der Mitarbeiter des Schlüsseldienstes umgehend eine Strafanzeige wegen Wucher. Die Kriminalpolizei hat inzwischen die Ermittlungen aufgenommen.

Was tun in solch einem Fall? Das rät die Polizei

In gleichem Zuge rät die Polizei in solchen Fällen, bei der Suche nach Schlüsseldiensten darauf zu achten, einen örtlichen Anbieter auszuwählen. Idealerweise handelt es sich dabei um ein regional ansässiges Unternehmen, bei dem man im Zweifelsfall bei weiteren auftretenden Fragen nach einer Türnotöffnung jederzeit vor Ort hingehen und diese klären kann. Kommt es vor Ort zu einem zweifelhaften Gebahren wie im genannten Fall, sollte zunächst das Gespräch gesucht werden. Fruchtet dies nicht und fühlen sich die Geschädigten überrumpelt, sollten diese im Notfall die Polizei zu Hilfe rufen. Eine weitere Möglichkeit ist, bei Familienmitgliedern, Freunden oder Nachbarn für derlei Notfälle einen Ersatzschlüssel zu deponieren.

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