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Oranienburg WOBA-Planungen für 2019: „Wir brechen alle Rekorde“
Lokales Oberhavel Oranienburg WOBA-Planungen für 2019: „Wir brechen alle Rekorde“
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16:17 11.01.2019
Der sanierte Block in der Gartenstraße mit den neuen Balkonen. Quelle: Enrico Kugler
Oranienburg

Bei der WOBA bleiben die Ärmel hochgekrempelt. Das Jahr 2018 geht mit mehr als 15 Millionen Euro schon als „großes Investitionsprogramm“ in die Annalen ein, wie Geschäftsführer Bernd Jarczewski beschreibt. Und 2019 wird noch besser.

Plattenbauten in der Gartenstraße komplexsaniert

Ein kleiner Blick zurück: Die Plattenbauten in der Gartenstraße 2 a bis 3 c verfügen nach der Komplexsanierung über Aufzüge und neue Balkone. Die Grundrisse der Ein-Zimmer-Wohnungen wurden teilweise verändert. Ein Teil der 80 Wohnungen musste leergezogen werden. Dass es zu einer etwa dreimonatigen Verzögerung kam, hat einerseits mit der umfangreichen Leitungsverlegung, deren Ausmaß im Vorfeld nicht erkennbar war, und andererseits mit Kapazitätsengpässen der Handwerker zu tun. Am 2. Februar 2019 gibt es die Möglichkeit für Interessenten, die freien Wohnungen zu besichtigen. Ebenfalls in der Altstadt nahm sich die Woba die Häuser der Kanalstraße 54 bis 57 vor: Balkone und Fassade sind neu. „Aber leider hinken wir stark hinterher“, bedauert Bernd Jarczewski. „Der Balkonbauer hielt die Termine nicht.“ Beide Projekte in der Altstadt werden voraussichtlich mit der Fertigstellung der Außenanlagen im Juni beendet sein.

Auch Block in der Zeller Straße runderneuert

Quasi runderneuert ist nun auch die Block in der Zeller Straße 23 bis 26 (Mittelstadt): größere Balkone sowie neue Fassade, Fenster, Wohnungseingangstüren, Zählerschränke und Wärmedämmung wurden gemacht. In alle drei Projekte fließen cirka zehn Millionen Euro. Der Umbau des Gemeindehauses in Zehlendorf, in dem drei Wohnungen entstanden und die jetzt vermietet werden, kommt genauso dazu wie die Fassadengestaltung in der Erich-Mühsam-Straße 1 bis 10 und der Anklamer Straße 2 bis 8. Im Übrigen reinigt die WOBA jährlich Fassaden und gibt dafür 200 000 bis 300 000 Euro aus.

2019 werden im Investitionsbereich alle Rekorde gebrochen

Der Umfang der Investitionen im Jahr 2019 toppt alles bislang Dagewesene bei dem städtischen Unternehmen. „Wir brechen im Investbereich alle Rekorde“, kündigt Bernd Jarczewski an. Es geht um 26 Millionen Euro, die in verschiedene Projekte fließen. Das größte entsteht in der Weißen Stadt in mehreren Bauabschnitten. Beginn für die erste Phase soll möglichst im März sein. Hier geht es um 80 neue Wohnungen. „Ich hoffe, dass wir den Rohbau in diesem Jahr fertig bekommen und 2019 noch Richtfest feiern können“, so der WOBA-Geschäftsführer. Er weiß bei dieser mutigen Aussage, dass das Wetter als auch der Baugrund die Unbekannten in dieser Rechnung sind und den Zeitplan verändern könnten. Und ihm ist bewusst, dass diese Projektgröße für die Bauunternehmen alles andere als ideal ist: „Für die Großen zu klein, für die Kleinen zu groß.“ Also wird die Auftragsvergabe schwierig. Insgesamt entstehen auf der Fläche Walther-Bothe-Straße/Kurt-Schumacher-Straße in den nächsten Jahren etwa 360 Wohnungen.

Blöcke in Kremmener Straße warten auf Fertigstellung

Fertiggestellt werden sollen die Blöcke in der Kremmener Straße 1 bis 1 f. Auch hier werden – wie fast überall – die Balkone neugestaltet. Bernd Jarczewski: „Wohnungen ohne großzügige Balkone lassen sich schlechter vermieten.“ WOBA-Prokuristin Birgit Wehner: „Wir haben mit allen Mietern genau besprochen, was wir machen. Der Balkon zum Beispiel wird jetzt wesentlich größer als vorher. Mehr Fläche bedeutet auch mehr Wohngefühl.“ Zudem würde die Sanierung der Hülle und der Anbau von Aufzügen auch hier zum Programm gehören. In der Mittelstadt geht die Sanierung mit der Zeller Straße 13 bis 19 weiter.

Planungen für Weiße Stadt laufen weiter

Es laufen die Planungen für den nächsten Bauabschnitt des Weiße-Stadt-Projektes weiter. Bis Ende 2020 müssen alle Wohnungen mit Rauchmeldern nachgerüstet sein. Das kostet etwa 200 000 Euro. In der Rudolf-Grosse-Straße 1 bis 18 sowie in der Anklamer Straße 10 bis 16 werden die Fassaden gereinigt, anschließend erhalten sie einen neuen Anstrich. In der Weißen Stadt werden 800 Fensterläden gestrichen beziehungsweise instandgesetzt.

2023 geht alles von vorn los

Bernd Jarczewski sagt: „Wir sind mit der Sanierung der Wohnungen auf einem guten Weg. Im Jahre 2023 werden wir die komplexe Sanierung abgeschlossen haben, dann fangen wir wieder von vorn an.“

Die WOBA Oranienburg

Seit 1990 verwaltet und betreut die Wohnungsbaugesellschaft mbH Oranienburg (WOBA) Wohnungen und Grundstücke im Stadtgebiet von Oranienburg. Als kommunales Unternehmen  ist die Tätigkeit der städtischen Gesellschaft  langfristig auf die Sicherung einer sozialen und bezahlbaren Mietstruktur ausgerichtet.

Im Bestand der Wohnungsbaugesellschaft Oranienburg befinden sich 3665 Wohnungen, 1100 Stellplätze, 75 Gewerbeeinheiten und 70 fremdverwaltete Wohnungen.

Der Leerstand der Wohnungen liegt bei 3,5 Prozent. Darunter fallen aber auch die Wohnungen, die wegen der Sanierungen leer gezogen worden waren.

Etwa 800 Namen stehen auf der Liste der Bewerber für Wohnungen bei der Woba. „Wenn eine Wohnung frei wird, schreiben wir die betreffenden Bewerber an“, sagt Birgit Wehner. Wohnungsgröße, Wohngebiet, Anzahl der Zimmer oder Miethöhe spielten dabei eine Rolle. Auch eine Auskunft bei der Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung (Schufa).

Die Fluktuationsquote liegt bei hohen acht bis zehn Prozent, das sind etwa 300 Umzüge im Jahr.

Der Versuch in der Gartenstraße 4, wo 16 Wohnungen von Einheimischen und sechs Wohnungen von Flüchtlingen bewohnt werden, sieht Bernd Jarczewski als gelungen an. Die Idee ist, dass die Bewohner im Gemeinschaftsraum miteinander in Kontakt treten. Damit soll gemeinschaftliches Denken und Handeln gefördert werden. „Wir wollten damit eine Initialzündung geben“, so der Geschäftsführer. Dafür wurde mit Guido Allert ein Sozialpädagoge über den Märkischen Sozialverein gewonnen, der das Sozialprojekt betreut.

Von Stefan Blumberg

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