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Oranienburg Plastiktellern und Co. droht das Aus
Lokales Oberhavel Oranienburg Plastiktellern und Co. droht das Aus
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02:16 01.06.2018
Imbiss-Mit-Betreiber Frank Mohnke befürchtet, dass viele Imbissläden dicht machen. Quelle: Jeannette Hix
Oberhavel

Wenn unterwegs plötzlich der kleine Hunger kommt, darf es schon mal eine Bockwurst mit Brötchen sein. Dazu gibt es am Imbiss auch Besteck – fast immer aus Plastik. Und wer Durst hat, trinkt dazu einfach eine Cola – vielleicht mit dem Strohhalm oder sogar aus dem Plastikbecher. Nun will die Europäische Union (EU) Schluss mit Besteck, Trinkhalmen, aber auch mit Tellern und Rührstäbchen aus Plastik machen. Zu groß sind die Berge aus Plastikmüll und deren schädliche Auswirkungen auf die Umwelt.

Imbissbetreiber Le Dang Bon Phuong zuckt mit den Schultern. Von dem Vorstoß der EU, alltägliche Kunststoffprodukte künftig zu verbieten, hat der Asia-Snack-Inhaber im Luise-Henriette-Zentrum in Oranienburg noch nichts gehört. Den Gästen, die bei ihm essen, serviert er thailändische, vietnamesische und chinesische Spezialitäten auf waschechtem Geschirr und mit Besteck aus Metall. Was aber gibt er jenen Leuten, die unterwegs essen wollen? Vielleicht Holzstäbchen? Nein, es könnten nur wenige Leute damit richtig umgehen, meint der Imbiss-Betreiber. Dann huscht ein Lächeln über sein Gesicht und er fügt hinzu: „Dann die Leute müssen essen mit den Händen.“

Auch im Hennigsdorfer „Imbiss am Conny“ hat man von dem EU-Vorstoß noch nichts gehört. „Was? Wenn die das Plastik abschaffen, wüsste ich nicht, wie wir unsere Speisen verpacken sollen“, sagt Sabine Thimian. Der Laden sei sowohl Imbiss als auch Lieferservice. „Dafür packen wir Bestelltes in Plastikteller, Alufolie und in eine Box“, so Thimian. Sie kann sich keine Alternative zu den Plastiktellern und Co. vorstellen.

Corinna Pfeifer (53) vom Imbiss im Tierpark Germendorf hat vom EU-Vorstoß gehört und findet ihn gut. „Bei uns gibt’s fast nur Mehrweg-Geschirr.“ Die Kehr-Seite der Medaille. „Jedes Jahr haben wir hunderte Porzellan-Teller Verlust. Die Leute haben sie im Park weggeschmissen.“

Frank Mohnke (53) vom Imbiss nebenan befürchtet, dass der EU-Vorstoß für viele Imbiss-Betreiber das Aus bedeutet. „Kleine Läden wie wir haben keinen Platz und keine Möglichkeit, so viel Geschirr zu lagern und zu spülen.“

Bei Bäcker Plentz dagegen macht man sich schon Gedanken über Mehrweg-Becher. „Wir prüfen derzeit verschiedene Modelle“, sagt Karl-Dietmar Plentz.

Verbraucher wie Jenny Staudtmeister (39) nehmen den EU-Vorstoß positiv auf. „In Neuseeland werden Imbissgerichte oft auf recycelbarem Geschirr zum Beispiel aus Bambus gereicht.“ Tom Donner (26) und Max (5) würden sogar eigenes Besteck von zu Hause mitbringen, um die Umwelt zu schonen.

Von MAZonline

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