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Oranienburg 6565 Unfälle 2018 in Oberhavel
Lokales Oberhavel Oranienburg 6565 Unfälle 2018 in Oberhavel
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17:36 27.02.2019
Fast ein Drittel aller Autobahnkilometer im Verantwortungsbereich der Polizeidirektion Nord sind Baustellenbereich. Quelle: Kugler
Oberhavel

„Ich sehe eine positive Entwicklung“, sagte Frank Storch am Mittwoch bei der Vorstellung der Verkehrsunfallbilanz der Polizeidirektion Nord für das Jahr 2018. Dennoch, so der Direktionsleiter, habe sich das Unfallgeschehen innerhalb der Direktion vergangenes Jahr unterschiedlich gestaltet. Während die Zahl der Unfälle um zwei Prozent sank, stieg die Zahl der dabei Verletzten um 4,5 Prozent. 23 Personen wurden 2018 bei Verkehrsunfällen getötet. Das ist ein Toter mehr als im Jahr zuvor

Der Leiter der Polizeidirektion Nord, Frank Storch, erläuterte am Mittwoch in Neuruppin die Zahlen der Unfallstatistik für 2018. Quelle: Bert Wittke

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Insgesamt ereigneten sich 2018 im Bereich der Direktion Nord 13 582 Verkehrsunfälle, ein Rückgang um 278 gegenüber 2017. Die Unfälle geschahen zu 58,7 Prozent außerhalb geschlossener Ortschaften, zu 30,4 Prozent innerorts und zu 10,9 Prozent auf den Autobahnen.

Im Landkreis Oberhavel waren 2018 insgesamt 6565 Unfälle zu beklagen, 30 weniger als 2017. Die Zahl der Unfälle mit Personenschaden sank von 792 auf 782, die Zahl der Verletzten von 998 auf 979. Forderten Unfälle im Jahr 2017 insgesamt 16 Tote, waren es im vergangenen Jahr 15. Hauptunfallursache in Oberhavel war 2018 Wildwechsel (982 Fälle), gefolgt von fehlendem oder zu geringem Sicherheitsabstand (769), Vorfahrt (513), Geschwindigkeit (277), Überholen (233) und Alkohol/Drogen (111).

116-mal endeten Verkehrsunfälle 2018 an einem Straßenbaum (2017: 138). Dabei wurden 54 Personen verletzt (63) und vier Personen getötet (3).

Weniger schwere Unfälle auf der Autobahn

Auf den 165 Autobahnkilometern, die im Zuständigkeitsbereich der Polizeidirektion Nord liegen, passierten 2018 insgesamt 1560 Verkehrsunfälle, 58 mehr als im Vorjahr. Trotz des Anstiegs sieht Direktionsleiter Frank Storch eine positive Entwicklung, weil die Zahl der schweren Unfälle zurückgegangen ist. Dies liege offenbar daran, dass derzeit mehr als ein Drittel der Autobahn im Zuständigkeitsbereich der Polizeidirektion Nord Großbaustelle (BAB 24/BAB 10) ist, wo nur mit verminderter Geschwindigkeit gefahren werden dürfe. In den Baustellenbereichen, so unterstrich Frank Storch, würden ganz verstärkt Geschwindigkeitskontrollen durchgeführt. Und dies nicht nur zur Sicherheit der Verkehrsteilnehmer, sondern auch um die dort tätigen Arbeiter der Havelland-Autobahn GmbH zu schützen.

Polizeihauptkommissar Daniel Scharmach stelte am Mittwoch den neuen VET-Blitzeranhänger vor, der vor allem in den Baustellenbereichen auf den Autobahnen eingesetzt werden soll. Quelle: Bert Wittke

In diesem Zusammenhang stellten Beamte der Verkehrspolizei am Mittwoch einen VET-Anhänger (Vitronic Enforcement Trailer) vor, der speziell zur Geschwindigkeitsmessung in Baustellenbereichen eingesetzt wird. Die darin verbaute Messtechnik ist ohne Personaleinsatz mehrere Tage einsetzbar. Die gefahrenen Geschwindigkeiten von unterschiedlichen Fahrzeugtypen können mit dem Gerät über mehreren Spuren hinweg ermittelt und drahtlos übertragen werden. „In einem ersten Einsatz im Baustellenbereich“, so der Direktionsleiter, „wurde ein BMW mit 176 statt der erlaubten 60 km/h gemessen.“

Leute bitten um mehr Geschwindigkeitskontrollen

Frank Storch kündigte an, die Kontrolldichte in Baustellenbereichen aufrechterhalten zu wollen und freute sich, dass dies offenbar auf Gegenliebe bei den auf Sicherheit bedachten Verkehrsteilnehmer trifft. In der Facebook-Gruppe der MAZ Oberhavel „Dauerbaustelle A 10/A 24“ habe er gelesen, dass sich viele Leute regelmäßige Kontrollen in den gefährlichen Baustellenbereichen wünschen.

Von Bert Wittke

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