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Polizeischule soll Wohnheim bekommen

Oranienburg Polizeischule soll Wohnheim bekommen

Vor 25 Jahren musste sich die Polizei in Brandenburg neu aufstellen. In einer Festveranstaltung am Montag in der Polizeifachhochschule Oranienburg sprach Innenminister Karl-Heinz Schröter davon, dass keine Stellen mehr abgebaut werden. Und er regte ein Internat für die Polizeischüler in Oranienburg an.

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„Sie haben unser Kind kaputt gemacht“

Immer mehr Menschen lernen in der Oranienburger Fachhochschule.

Quelle: Bodo Böhlemann

Oranienburg. Vor 25 Jahren war die Polizeiarbeit eine andere. „Kollegen, die in der ehemaligen DDR zur Polizei gehörten, wurden als Teil des Repressionsapparates der SED wahrgenommen“, so Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) am Montag in der Polizeifachhochschule Oranienburg.

Anlass: 25 Jahre Polizeiausbildung in Brandenburg. Der Polizeikörper musste sich Anfang der 1990er behaupten. Verunsicherung in der Bevölkerung, Kriminalitätsraten auf Rekordniveau. 1991 wurden mit der Landespolizeischule in Basdorf (Wandlitz) sowie der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung in Bernau Grundfeiler eines Neustarts gelegt. Der nächste wichtige Schritt: Die Zusammenlegung beider Einrichtung 1998 und der Umzug nach Oranienburg vor zehn Jahren.

Polizeiarbeit ist vielfältig

Polizeiarbeit ist vielfältig. Spurensicherung gehört dazu – wie hier bei einer Übung.

Quelle: Winkler

Landtagspräsidentin Britta Stark (SPD) sprach von einem „Erfolgsmodell“. Eines sei laut Woidke gleich geblieben: „Die hohen Erwartungen an die Polizei.“ Gerade in konfliktreichen Zeiten wie diesen, „wo sich Menschen gefühlt unsicherer vorkommen.“ Brandenburgs Polizei sei für die Zukunft gut gerüstet.

Wie Brandenburgs Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) in seiner Ansprache deutlich machte, dürfe das nötige Rüstzeug aber keinen Budgetkürzungen unterliegen. „Die Zeit des Personalabbaus der Polizei ist vorbei.“ Der Bedarf an Polizisten sei steigend. „Wir haben den Einstellungskorridor in den letzten Jahren verdreifacht.“

Oranienburger Anwärter brauchen ein Wohnheim

2016 bildet Brandenburg 351 Anwärter aus, 2010 waren es noch 101. Gebraucht werden diese vor allem, weil viele Kollegen in den kommenden Jahren in Pension gehen.

Schröter will sich zudem dafür stark machen, den Oranienburger Campus zu erweitern – mit einem Internat. Oranienburg boomt; ein angespannter Wohnungsmarkt ist die Folge. Für ein Wohnheim sei im Haushaltsplan schon ein Vorschuss eingeplant. „Es ist aber noch ein bisschen Weg.“

Aktuell lernen 880 Anwärter in Oranienburg. Die Nähe zur Gedenkstätte sei eine „Verpflichtung zur verantwortungsvollen Auseinandersetzung“, so Schröter.

Informatives und Kurioses

Meisterleistung Logistik: Die wurde 2006 vollbracht, als die Fachhochschule nach Oranienburg zog.

Drei Jahre wurde der neue Standort gebaut. Der Umzug dauerte „nur“ drei Wochen.

Mit der Zeit gehen : Seit 2009 hat die Fachhochschule eine Facebook-Seite, seit 2010 einen Twitter-Account. (#FHPolBB).

Jubilar : Diesen Oktober wurde der 5000. Anwärter seit 1991 ernannt.

Kraftfutter : In der eigenen Mensa werden im Monat etwa 1300 Kilogramm Kartoffeln verarbeitet.

Geballte Ladung : Jedes Jahr werden 1500 Kilogramm an Übungsmunition verschossen. Das entspricht vom Gewicht her etwa einem Streifenwagen (Typ VW Passat).

Von Marco Winkler

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