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18:16 13.11.2015
Jan Koch (links) und Peter Ehrlichmann auf der Bühne in Menz. Quelle: FOTO: Alexander Garbe
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Menz

Nein, er hatte gar kein Problem damit, dass die neue CD am Freitag, dem 13., herauskam. „Ich find das lustig“, sagt Jan Koch über den vermeintlichen Pechtag. Ändern konnte er es eh nicht, es war eine Entscheidung des Vertriebs. „An dem Tag war wohl noch eine Lücke.“ Seit gestern liegt „Später Besuch“ offiziell in den Läden, ist im Internet zu bestellen oder kann bei Auftritten erworben werden. Es ist die fünfte Scheibe, die der Liedermacher Jan Koch herausbringt. Routine ist damit längst nicht eingekehrt. Im Gegenteil: „Die größte Änderung: Das Cello ist jetzt komplett dabei.“ Diese Rolle übernahm Peter Ehrlichmann. Auf der vierten CD („Im falschen Café“) war er auch schon vertreten, aber nicht durchgängig. Das ist jetzt anders. Im Untertitel heißt es : „Jan Koch und das alte Cello“. Für Peter Ehrlichmann ist es nicht ungewohnt, eine CD in der Hand zu halten, auf der er seine Spuren hinterlassen hat. „Ich habe schon bei vielen Produktionen mitgewirkt. Aber es ist sehr schön zu sehen, wenn man nach einer Menge Arbeit das Ergebnis vor sich hat.“

Auf der eigenen Homepage (www.jankoch.org – hier kann die CD auch bestellt werden) wird das neue Produkt und die Zusammenarbeit so beschrieben: „Schon ein paar Jahre vertieft sich die musikalische Liaison mit dem Cellisten Peter Ehrlichmann auf der Bühne. Und so ist auch das neue Album ein Duett geworden. Es ist pur. Da ist nur die Gitarre, das Cello und eine Stimme. Es war ganz schön anstrengend, alles andere wegzulassen. Aber wir haben es geschafft, zum Glück!“

Zwölf Lieder schafften es auf die CD. Es war nicht unbedingt so, dass die beiden Menzer die Qual der Wahl hatten. „Mehr Lieder gab es nicht“, erklärt der Frontmann. Das letzte Lied ’Meine Worte’ sei erst während der Aufnahmen fertig geworden.

Das Prinzip ist einfach: Erst entsteht die Musik, danach der Text. Beides übernimmt Jan Koch. „Für die Musik gehe ich zum Beispiel in den Wald, pfeife auch mal vor mich hin“, sagt er. Wenn die Musik fertig ist, wird dazu passend der Text aufs Papier gebracht. „Es fällt mir schon schwer, die Lieder zu schreiben. Ich bin ein bisschen formbesessen. Die Reime müssen stimmen, die Sprache soll geschliffen sein.“ Oft ist es so, dass nicht einmal ein Thema vorliegt, aber irgendwie kommen die Texte dann allein. Wenn das Kochsche Produkt fertig ist, stößt Peter Ehrlichmann mit dem Cello dazu. „Er baut sich sehr einfühlsam ein“, sagt Jan Koch. „Die Struktur des Liedes kommt  von   Jan.  Wir regeln dann variabel, wo das Cello einsetzen könnte“, sagt Peter Ehrlichmann.

„Später Besuch“ – so heißt der Titel der fünften CD. Warum? „Das ist mehrdeutig. Zum einen deshalb, weil seit dem Erscheinen der vierten CD im Jahre 2010 schon viel Zeit vergangen ist. Zum anderen heißt so auch ein Lied auf der CD. An dem Titel mag ich, dass er etwas Unheimliches, etwas Gruseliges hat.“ In dem Stück will eine Person – aufdringlich – zu einem scheinbar früheren Bekannten ins Haus. Fordert teuren Wein, baden und sagt, „ich werd dir nichts tun“. Jan Koch: „Es bleibt der Phantasie des Zuhörers überlassen, was passiert.“ Für den Liedermacher gab ein Blick zurück den Anstoß für dieses Lied. „Wer weiß, was gewesen wäre, wenn ich weiter allein von Konzert zu Konzert gereist wäre. Mir immer gesagt hätte, irgendwo kommst du schon unter, wie ein Landstreicher.“ Auch Peter Ehrlichmann gefällt dieser Titel: „Mir vor allem wegen der Musik.“ Aber auch „Meine Worte“ haben es ihm angetan.

Wieviel Jan Koch steckt in den Liedern? „Es war immer mal etwas biografisches dabei. Die Texte haben sicher auch viel mit mir zu tun. Manche Lieder sind sehr persönlich. Ich hoffe, das merkt man nicht. In anderen Liedern nehme ich Rollen ein.“ Der Sänger legt wert darauf, dass die Lieder nicht mit seiner Person verschmelzen. „Sie sollen eigenständig sein. Die Lieder sollen mich nicht brauchen.“

Die zwölf Songs Lieder auf der neuen CD sind durchweg melancholisch. Das war schon immer so. „Früher hat es mich getroffen, wenn die Leute sagten, dass ich nur traurige Musik mache. Aber jetzt ist es mir egal. Ich bin in dieser Musik zu Hause, düstere Szenarien fand ich schon immer anziehend“, sagt Jan Koch. Gute-Laune-Musik sei nichts für ihn.

Seit einigen Jahren musizieren Jan Koch und Peter Ehrlichmann gemeinsam. Das Miteinander funktioniert sehr gut. „Wenn man in kurzer Zeit zehn Konzerte nacheinander spielt, läuft es spätestens nach dem vierten richtig super“, sagt der Mann am Cello. „Da ist man richtig eingespielt.“ Ende des Monats gehen die beiden auf Tour, spielen innerhalb von drei Wochen in sieben Städten. Da können sie das unter Beweis stellen. Auch da werden aus Erfahrung viele der 2000 produzierten CDs weggehen (Kosten: 14 Euro). Jan Koch sagt unumwunden: „Es besteht die Möglichkeit, dass es die letzte war.“ Das hat auch mit dem finanziellen Risiko zu tun, dass für die Produktion zu tun hat. „Deshalb wünsche ich mir, dass die CD so erfolgreich wird, dass es ermutigt, doch eine weitere zu machen.“ Dem Menzer schwebt dabei zum Beispiel vor, dass ältere Lieder auf einem technisch besseren Standard und mit Cello produziert werden.

Von Stefan Blumberg

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