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Oranienburg Projekt am Grabowsee: Weiter in den Startlöchern
Lokales Oberhavel Oranienburg Projekt am Grabowsee: Weiter in den Startlöchern
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14:51 20.10.2016
Denkmalgeschützt und mit morbidem Charme: Die Gebäude der ehemaligen Lungenheilstätte. Quelle: Enrico Kugler
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Friedrichsthal

Mit einem Baustart für die rund 150 Wohnungen am Grabowsee ist in diesem Jahr nicht mehr zu rechnen. „Die Planung ist noch nicht genehmigt, da noch unzählige Fragen geklärt werden müssen“, so der Immobilienkaufmann Heinz Müller aus Berlin, der das Areal der ehemaligen Lungenheilstätte 2002 erworben hatte. Und der nach dem gescheiterten Intermezzo von „Kids Globe“, das dort eine Jugendbegegnungsstätte errichten wollte und das Müller geduldet hatte, nun selbst die maroden, aber denkmalgeschützten Häuser zu Wohnungen umbauen möchte.

„Die tolle Lage an Wald und See und doch so nah an einer Stadt mit S-Bahn-Anschluss nach Berlin“, das habe ihn gereizt. Und da er bereits an ähnlichen Projekten mitgewirkt habe, wolle er das Ensemble jetzt umbauen.

Es seien aber eben noch Fragen „zum Tier und Pflanzschutz in sehr tiefgehender Form“ zu klären. Jede Echse und jeder Schmetterling werde gezählt und geschützt. „Das ist auch richtig so, denn die Natur sollte uns wichtig sein. Es muss erheblicher Ersatzraum geschaffen werden.“ Der Baustart werde deshalb „noch längere Zeit auf sich warten lassen. Es wird also in diesem Jahr nichts mehr passieren“, so Heinz Müller auf Nachfrage.

Der Finanzausschuss hatte im März einem „Vorhabenbezogenen B-Plan“ für das Vorhaben zugestimmt. Wollte jedoch an einen Erfolg nicht so recht glauben, sich dem aber auch nicht in den Weg stellen.

Viele der markanten Häuser der einstigen Lungenheilstätte verfallen allmählich. Trotzdem hat das Ensemble einen ganz besondern Charme. Vorm Winter stünden keine Arbeiten mehr an, „wir werden die Gebäude erst sichern, wenn alles genehmigt ist“. Bevor Aus- und Umbau beginnen, „wird alles, was marode ist, ersetzt, auch einiges abgerissen“, so Müller. Oranienburg könnte derzeit neue Wohnungen gut gebrauchen. Der Zuzug boomt. Das sieht wohl auch Heinz Müller so, der am Projekt dranbleibt: „Die Finanzierung dafür steht.“

Von Heike Bergt

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