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Oranienburg Reservisten malern Gruppenraum der Fröbel-Kita
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17:18 10.02.2019
Kinder und Erzieher der Fröbel-Kita sind froh über die Maler-Hilfe. In der Mitte: der Stabsgefreite der Reserve Enrico Brasdat.
Oranienburg

Da werden die Mädchen und Jungen der Fröbel-Kita in Oranienburg aber Augen machen. Einer ihrer Gruppenräume hat sich übers Wochenende in ein Schmuckstück verwandelt. Die Wände haben frische Farbe bekommen – ein leuchtendes Grün und ein warmes Orange. Wie das leuchtet! Malermeister waren Enrico Brasdat, Stefan Flügge und Thomas Radloff – drei Männer der Reservisten-Arbeitsgemeinschaft „Military Brotherhood Germany“. Dort sind aktive und ehemalige Soldaten vereint, die einst zu Auslandseinsätzen der Bundeswehr unterwegs waren.

Mit Freude bei der Arbeit: der Stabsgefreite der Reserve Enrico Brasdat. Quelle: Robert Roeske

Der 31-jährige Stabsgefreite der Reserve Enrico Brasdat war zum Beispiel vier Monate in Afghanistan. Zwei Kinder seiner Freundin, vier und fünf Jahre alt, besuchen die Fröbel-Kita in der Kitzbüheler Straße. Auf diese Weise ist der Kontakt zu der Kindertagesstätte zustande gekommen. „Wir sind sehr glücklich über diese Hilfe“, sagt Gerty Nast. Wie die langjährige Kita-Leiterin versichert, habe dieser Raum einen frischen Anstrich nötig gehabt. Zwar liegt die letzte Renovierung noch gar nicht so lange zurück, doch die dafür genutzte Farbe sei nicht abwaschbar gewesen. Das Ergebnis waren etliche Flecken an den Wänden. Die meisten davon stammen aus jene heißen Sommertagen des vergangenen Jahres, als die Kinder dick mit Sonnenmilch eingecremt wurden.

Partnerschaft mit der Kita angestrebt

„In unsere Reservisten-Arbeitsgemeinschaft herrscht Einigkeit darüber, dass wir in unserer Freizeit etwas für die Gesellschaft tun wollen“, erklärt Enrico Brasdat. Da sei es sicher nicht das Schlechteste, bei den Kindern anzusetzen. Das Malern des Gruppenraumes in der Kita sei gewissermaßen eine Probearbeit. „Wenn die Kita mit uns zufrieden ist, wollen wir eine Partnerschaft mit der Einrichtung eingehen“, so der Stabsgefreite der Reserve. Genug zu tun gäbe es in der Kindertagesstätte allemal. Demnächst soll der Sand auf dem Spielplatz ausgetauscht werden und die Reservisten könnten sich auch vorstellen, die Spielgeräte zu streichen und Bänke zu reparieren.

Spendenlauf wäre eine tolle Sache

Voriges Jahr haben die Männer entlang der Briese bereits eifrig Müll gesammelt. Und auch künftig wollen sie sich in der Region nützlich machen. „Vielleicht klappt es sogar, und wir können einen Spendenlauf durch Oranienburg für die Kita organisieren“, sagt Enrico Brasdat. Dann taucht der Berufskraftfahrer eines Logistikunternehmens, der für seine Freundin vor zwei Jahren von Bernau nach Oranienburg gezogen ist, den Pinsel wieder in die Farbe. Der Raum soll schließlich Montag fertig sein, damit die Kids staunen können.

Von Bert Wittke

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