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Oranienburg Ritterfest in Oranienburg: Hauen und Stechen auf dem Schlossplatz
Lokales Oberhavel Oranienburg Ritterfest in Oranienburg: Hauen und Stechen auf dem Schlossplatz
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01:16 12.09.2018
Vor großem Publikum gaben die Ritter auf dem Oranienburger Schlossplatz ihre Kampfkünste zum Besten. Quelle: Robert Roeske
Oranienburg

“Die Einfachheit und Ursprünglichkeit, mit der die Leute früher lebten – das fasziniert mich“, schwärmt Marko Hölz. Den 40-jährigen Berliner hatte es am Sonnabend – so wie tausende weitere Besucher – mit seinem Clan zum Schlossplatz in Oranienburg getrieben. Dort war zum Ritterspektakel geladen worden.

In passender Kulisse, vor der Silhouette des Oranienburger Schlosses, schmiegten sich die vielen Attraktionen, Zelte und die Schaubühne auf den fast schon zu kleinen Schlossplatz. Am Einlass bildeten sich teils Schlangen, auf dem Gelände gab es mitunter dichtes Gedränge und Wartezeiten. Der Stimmung tat dies offenbar wenig Abbruch, möglicherweise trug der strahlende Spätsommer das Seinige dazu bei.

Das Ritterfest 2018 in Oranienburg lockte tausende Besucher auf den Schlossplatz in Oranienburg. Der platzte aus allen Nähten. Der ein oder andere Besucher war gar in historischer Gewandung angereist.

Vor allem die jüngsten Besucher kamen auf ihre Kosten. Neben den Büdchen, in denen sich die Nachwuchsritter vom Ritterhelm bis zu Schwert, Pfeil und Bogen angemessen ausstatten konnten, luden zahlreiche Angebote zum Mitmachen ein: Bogenschießen, Wunschkessel, Schminkecke sowie ein nur von Menschenkraft betriebenes Karussell und ein hölzernes Riesenrad sorgten für viele leuchtende Kinderaugen. Auch eine traditionelle Drechslerbank lud zum Ausprobieren. Das umfangreiche Bühnenprogramm, bei dem die Darsteller sich mit viel Wonne dem Hauen und Stechen hingaben, rundete den Parcours ab.

Auch Marko Hölz, stilecht in Mittelalterkleidung gewandet, genoss die Atmosphäre auf dem Schlossplatz. Seit rund zehn Jahren begeistert sich der Berliner für das Ritterzeitalter mit allem, was dazu gehört, und ist regelmäßig auf mittelalterlichen Veranstaltungen unterwegs. „Mit der Familie waren wir im vergangenen Jahr schon in Oranienburg dabei“, erinnert er sich. „Die Menschen haben früher viel einfacher gelebt, haben viel mehr geschätzt und gewürdigt, was sie besaßen“, meint der 40-Jährige. „Wir entdecken das für uns gerade wieder neu. Wenn man sich anschaut, wie voll es hier heute ist, geht das manch Einem vielleicht ähnlich.“

Marko Hölz schlenderte in stilechter Gewandung über den Oranienburger Schlossplatz. Quelle: Nadine Bieneck

Den 40-Jährigen begeistert vor allem das alte Handwerk, welches auf dem Oranienburger Schlossplatz feilgeboten wird. Stolz zieht er ein kleines Messer aus seinem Gürtel: „Selbstgeschmiedet“, erklärt er. Er steckt das Buttermesser zurück in den Waffenrock. Alle anderen Waffen, die er traditionell mit seiner Gewandung mit sich führt, seien aus Sicherheitsgründen stumpf. „Darauf wird am Einlass auch geachtet.“ Insgesamt kostet solch ein Gewand mehrere hundert Euro, erzählt er. Deutlich erschwinglicher sind an diesem Wochenende die Ritterrüstungen für die kleinen Besucher auf dem Schlossplatz. Nicht wenige Kids machten sich freudestrahlend mit neuem Schwert und Schild auf den Heimweg. Auch zur Freude von Marko Hölz.

Von Nadine Bieneck

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