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Oranienburg Robert Kählke: „Es kribbelt nicht mehr“
Lokales Oberhavel Oranienburg Robert Kählke: „Es kribbelt nicht mehr“
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18:28 08.04.2016
Für Robert Kählke (links) ist es die letzte Saison im OHC-Dress. Quelle: Robert Roeske
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Oranienburg

Das Spiel beim Stralsunder HV am heutigen Sonnabend wird für Robert Kählke das vorletzte Auswärtsspiel seiner Karriere sein. Der 29-jährige Rechtsaußen des Drittligisten Oranienburger HC beendet nach der Saison seine Laufbahn.

Wann ist der Entschluss gereift, den Ball in die Ecke zu legen?

Robert Kählke: Nicht von heute auf morgen. Schon vor anderthalb Jahren kam der Gedanke. Anfang Februar habe ich dem Verein meine Entscheidung mitgeteilt. Die Prioritäten in meinem Leben haben sich verschoben.

Inwiefern?

Kählke: Ich spiele seit 25 Jahren Handball. Vielleicht trug die Verletzung auch etwas dazu bei, auf jeden Fall aber die Familienplanung. Stefanie und ich werden Eltern. Ich möchte das Buch des aktiven Handballers zu- und ein neues Buch aufschlagen.

Und das wird mit Handball nichts mehr zu tun haben?

Kählke: Das ist nicht gesagt. Ab 30. Juni ist es vorbei mit dem aktiven Handball, ich werde auch nicht in der Zweiten oder sonstwo spielen. Ich könnte mir vorstellen, irgendwann im Nachwuchs etwas zu machen oder um im Umfeld der ersten Mannschaft – wenn es gewollt ist. Aber ich würde auch gern noch studieren. Als Handballer ist das Feuer raus. Wenn man zu Derbys fährt und es kribbelt nicht mehr, dann sollte man aufhören.

Vorm Stralsund-Spiel

Der Oranienburger Trainer Christian Pahl sagt vor der heutigen Partie in der legendären Stralsunder Vogelsanghalle (19.30 Uhr):

„Die Stralsunder spielen einen guten Handball. Trainer Danny Anclais hat mit der Mannschaft über einen längeren Zeitraum trainieren können und sie weitergebracht. Das Team gehört nicht auf den vorletzten Platz.“



„Charalampos Mallios im Rückraum und Kreisläufer Marcus Dau sind die entscheidenden Spieler, auch Martin Brandt gehört dazu.“



„Stralsund ist Vorletzter. Ich glaube nicht, dass sich die Mannschaft im Kampf um den Klassenerhalt schon aufgegeben hat. Für sie ist es gegen uns ein letzter Strohhalm. Eine mögliche Euphorie müssen wir unterbinden.“



„Alle verfügbaren Spieler sind heute in unserem Aufgebot.“

Was bleibt Ihnen aus Ihrer Oranienburger Handballzeit in Erinnerung?

Kählke: Sehr viele Eindrücke. Der OHC ist ein familiär geführter Verein, er hat eine überragende Halle mit überragenden Fans. Ich habe ja in der 2. Bundesliga in Rostock und Delitzsch gespielt und dort auch sehr gute Stimmung kennengelernt – aber das hier ist schon sensationell. Ich hatte immer ein gutes Verhältnis mit den Trainern, ob Christian Pahl, Jens Deffke oder Peter Frank. Aus sportlicher Sicht war die letztjährige Rückrunde ganz besonders, da waren wir zweit- oder drittbestes Team der Liga. Auch die eine Hinrunde unter Jens Deffke war mit Platz 3 sehr erfolgreich. Max Bachmann, Tim Fröhlich, Christian Ramm oder Enrico Hein sind Spieler, zu denen ich einen sehr guten Draht hatte. Letztlich ist Oranienburg mein Lebensmittelpunkt geworden. So wird es auch bleiben.

Ein Punkt benötigt der OHC noch für den sicheren Klassenerhalt. Wann holt Ihr Team den?

Kählke: Na heute in Stralsund. Ein Sieg ist unser Anspruch. Aber es sollen noch mehr dazukommen. Sechs von acht Punkten sind möglich.

Was macht Stralsund als Auswärtsgegner so attraktiv?

Kählke: Ich habe tolle Erinnerungen. Mit Neuruppin spielten wir in der Relegation zur 3. Liga. Es gibt dort eine tolle Halle mit fachkundigen Zuschauern. Für Ossis ist das ein Klassiker.

Interview: Stefan Blumberg

Von Stefan Blumberg

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