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Ronja Liebenrodt gewinnt Runge-Preis

Oranienburg Ronja Liebenrodt gewinnt Runge-Preis

Die 18-jährige Ronja Liebenrodt wurde mit dem diesjährigen Friedlieb-Ferdinand-Runge-Preis ausgezeichnet. Die Freude war groß. Das Lob von ihrer besten Freundin Charlotte sowie Barbara Steding, Vorsitzende des Fördervereins, war riesig. Selbst Landrat Ludger Weskamp gratulierte.

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Ronja mit Barbara Steding und Schulleiter Henry Krüger.

Quelle: Kugler

Oranienburg. Ob ihr die ganze Aufmerksamkeit nicht doch ein wenig unangenehm war, lässt sich nicht sagen. Die Freude war jedenfalls groß. Ronja Liebenrodt hat am Dienstag den diesjährigen Friedlieb-Ferdinand-Runge-Preis erhalten. Als stille, aufmerksame und kritisch nachfragende Runge-Schülerin beschreibt Barbara Steding, Vorsitzende des Fördervereins, die junge Frau. „Wenn sie Arbeit sieht, geht sie nicht dran vorbei.“ Sie sei sympathisch, fleißig und trete für ihre Ideale ein.

Charlotte Pioch, Preisträgerin aus dem vorigen Jahr, hielt eine Laudatio auf ihre beste Freundin. Seit sechs Jahren kennen sich die beiden. „Ich kann mich nicht erinnern, dass du jemals schlechte Laune hattest“, richtete Charlotte Pioch das Wort an ihre Freundin. „Du hast die besondere Gabe, dass Menschen sich besser fühlen, nur weil du da bist. Dazu musst du nicht einmal etwas sagen. Es ist ein Glück für unsere Schule, dass sie dich hat. Du hast ein unglaublich großes Herz.“ Überschwängliches Lob, warme Worte.

Die Percussion-Gruppe des Gymnasiums unterlegte die Preisverleihung musikalisch

Die Percussion-Gruppe des Gymnasiums unterlegte die Preisverleihung musikalisch.

Quelle: Enrico Kugler

Die Ausgezeichnete selbst schätze das soziale Leben auf dem Gymnasium. „Schule bedeutet mehr als nur im Unterricht sitzen“, sagte sie. Sie dankte Lehrern, Mitschülern, ihren Eltern und der Theatergruppe „Obst“. Viel selbstbewusster sei sie geworden, seit sie Theater spielt, charakterlich gewachsen.

Doch was macht Ronja Liebenrodt so besonders? Die Liste der Attribute, die ihr Freunde zuschreiben, ist lang. Die ihres Engagement rechtfertigt das jedoch. Sie hat Weihnachtskonzerte moderiert, spielt in „Obst“, ist bei der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft aktiv, hat am „Harry Potter“-Ballet mitgewirkt, vertritt Klassenkameraden in Schülerkonferenzen, hat einen Spendenlauf ins Leben gerufen, Mathe-Olympiaden gemeistert, die Teilnahme der Schule an der ARD-Reihe „Die beste siebte Klasse Deutschlands“ vorangetrieben. Und sie hat ihre Mitschüler an ihrem Austauschjahr teilhaben lassen. Ein Jahr verbrachte sie nach der zehnten Klasse in Südfrankreich. Eine echte Erfahrung. Zurück an der Schule hat sie sich dann gleich in ein Projekt mit Geflüchteten mit eingebracht.

Charlotte Pioch (vorne, Mitte) gewann im vorigen Jahr den Runge-Preis und hielt die Laudatio auf ihre beste Freundin Ronja

Charlotte Pioch (vorne, Mitte) gewann im vorigen Jahr den Runge-Preis und hielt die Laudatio auf ihre beste Freundin Ronja.

Quelle: Enrico Kugler

Selbst Landrat Ludger Weskamp (SPD) war voll des Lobes. „Kunst, Wissenschaft und Schule brauchen freie Köpfe, Menschen, die sich engagieren“, sagte er. Ronja Liebenrodt hätte auch bei den Vorbereitungen der 800-Jahr-Feier geholfen. „Glückwunsch und vielen vielen Dank“, so Weskamp.

Auf der Preisverleihung wurden ferner die Jahrgangsbesten geehrt sowie erfolgreiche Wettbewerbsteilnehmer. Für den Runge-Preis gab es drei Kandidaten. Ronja Liebenrodt setzte sich gegen Anna-Sophie Olbrecht und Mathis Wichmann durch, die ebenfalls lobenswerte Erwähnungen fanden.

Von Marco Winkler

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