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Oranienburg Runge-Schüler im Europäischen Parlament
Lokales Oberhavel Oranienburg Runge-Schüler im Europäischen Parlament
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13:57 09.06.2016
Erinnerungsfoto für die vier Runge-Schülerinnen vor dem EU-Parlament in Strasburg. Quelle: Foto: privat
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Oranienburg/Straßburg

Am 26. Mai saßen vier Schülerinnen des Oranienburger Runge-Gymnasiums im Plenarsaal des Europäischen Parlaments in Straßburg und diskutierten Themen wie die Jugendarbeitslosigkeit in der EU. Lisa Menrad, Jasmin Joithe, Jana Makowski und Tessa Ohme saßen dabei in den Sesseln, in denen sonst 751 Abgeordnete EU-Rechtsvorschriften verabschieden, über internationale Abkommen entscheiden, Petitionen bearbeiten und den Haushaltsplan aufstellen.

Ende Mai übernahmen diese Rolle in einer Art Simulation 450  Jugendliche aus ganz Europa. „Uns wurde erklärt, wie das Parlament arbeitet“, erzählt die 18-jährige Lisa. Freundin Jasmin (18) fügt hinzu: „Das war interessant, weil wir gemerkt haben, dass wir gar nicht so viel darüber wissen.“ In der Schule werde zwar Bezug aufs deutsche politische System genommen, aber nicht auf die politischen Instanzen, die für die gesamte EU zuständig sind. „Im Schulplan ist dafür kein Platz, deshalb wollten wir diese Erfahrung machen“, so Jasmin.

Vier Schülerinnen des Runge-Gymnasiums Oranienburg im Europäischen Parlament in Straßburg – mit Lehrer Martin Erdmann. Quelle: privat

Natürlich sind sie nicht einfach so aus Freude am Spaß hingefahren. Die Schülerinnen bewarben sich auf Eigeninitiative beim „Euroscola“-Programm, das vom Europäischen Parlament ausgerichtet wird. Unter dem Motto „Entwicklungspolitik – Was habe ich damit zu tun?“ haben sie sich als Bewerbung für das Thema Trinkwasser entschieden. „Wir haben einen Song geschrieben“, so Lisa. Eine Jury entschied: Die Runge-Abiturientinnen dürfen teilnehmen und nach Straßburg fahren. Die Reise sollte im November 2015 stattfinden. „Sie wurde abgesagt wegen der Terroranschläge von Paris“, erzählt Lisa.

Jetzt wurde die Reise nachgeholt. Lehrer Martin Erdmann übernahm die Organisation der Bahnanreise samt Hotelübernachtungen. Die Kosten wurden vom Veranstalter erstattet. Mit Schülern aus ganz Europa diskutierten und debattierten die jungen Frauen. Besonderes das Abstimmungsverfahren habe sie begeistert. „Es läuft alles elektronisch“, so Jasmin. Es wird ein Knopf gedrückt – Zustimmung, Ablehnung, Enthaltung – „und Sekunden später ist das Ergebnis auf einem großen Bildschirm zu sehen.“ Lisa fügt an: „Genau dazu sollte die Reise dienen. Dass wir einen Einblick in die Arbeit des Parlaments bekommen.“ Außerdem: „Wann gibt es schon mal die Chance, sich mit Schülern aus Lettland oder Finnland auszutauschen?“

Am Ende des lehrreichen Ausflugs bekamen alle Teilnehmer eine Urkunde. Lisa, Jasmin, Jana und Tessa wollen sich ihre länder- und sprachübergreifende Teilnahme im Abiturzeugnis eintragen lassen. Das könne nicht schaden. Zumal ihr zuvor sparsames, theoretisches Wissen über die EU in der Praxis geschärft wurde.

Von Marco Winkler

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