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S-Bahn im 10-Minuten-Takt

Oberhavel S-Bahn im 10-Minuten-Takt

Der aktuelle Entwurf des Personennahverkehrsplans für Oberhavel könnte gerade Pendlern Entspannung bringen. So soll die S-Bahn-Linie S 1 künftig alle zehn Minuten in Oranienburg abfahren. Und es sind noch weitere Verbesserungen geplant.

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Die S-Bahnlinie S 1 soll perspektivisch im 10-Minuten-Takt nach Berlin fahren.

Quelle: Enrico Kugler

Oberhavel. Der neue Entwurf für den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) des Landkreises, der von 2017 bis 2021 greifen soll, wurde am Mittwoch vom Wirtschaftsausschuss abgesegnet. Vorgestellt hatte ihn Michael Wagner vom zuständigen Planungsbüro Spreeplan Verkehr, das verantwortlich ist fürs Verkehrswesen im Raum Berlin-Brandenburg. Vize-Landrat Egmont Hamelow beschrieb den Entwurf als „ambitioniert“, und stellte fest: „Der gefühlte Bedarf an besseren Anbindungen ist oftmals größer als der tatsächliche Bedarf.“

Das sind die wichtigsten Punkte des insgesamt 94 Seiten umfassenden Plans:

Verkehrsnachfrage : Diese wird sich in den kommenden Jahren aufgrund der Bevölkerungsentwicklung verändern. So wird mit einem Bevölkerungsrückgang ab 2020 gerechnet. Bis dahin werden mehr Pendler aus den umliegenden Landkreisen und Berlin erwartet. Ein Pendlerrückgang wird aber für Liebenwalde, Stechlin, Zehdenick prognostiziert. Schülerzahlen gehen zurück und die Altersklasse 67+ wird verstärkt auf Rufbusse (Gelegenheitsverkehr) setzen.

Neue IC-Linie : Die für Dezember 2019 geplante IC-Verbindung von Rostock über Berlin nach Dresden, soll einen Halt in Oranienburg erhalten. Der Nahverkehrsplan begrüßt den Zwei-Stunden-Takt, hebt die Wichtigkeit der direkten Verbindung zum BER hervor und sieht eine Einbeziehung in den VBB-Tarif als sinnvoll an.

RE 5 und RE 6 : Die Linie des RE 5 soll bleiben, wie sie ist, eine stündliche Bedienung des Halts in Löwenberg, der bisher im Zwei-Stunden-Takt angefahren wird, sei aber zu überprüfen. Der RE 6, der von Hennigsdorf über Kremmen nach Velten fährt, soll um die direkte Strecke von Hennigsdorf nach Berlin-Gesundbrunnen über Tegel erweitert werden.

RB 54 : Das Strecke Löwenberg – Rheinsberg ist auszubauen; Fahrten sollen öfter angeboten werden.

S 1 : Hier soll es perspektivisch einen 10-Minuten-Takt geben. Jetzt fahren die S-Bahnen alle 20 Minuten.

S 25 : Die Linie soll langfristig im 20-Minuten-Takt bis Velten verlängert werden. Eine positive Kosten-Nutzen-Untersuchung liege dafür schon vor.

S 8 : Hier soll der Endhaltepunkt Birkenwerder dauerhaft gesichert und Busanbindungen geprüft werden.

Zu reaktivierende Bahnstrecken : Schnellstmöglich soll die S-Bahn zwischen Hennigsdorf und Velten wieder in Betrieb genommen werden. Die Verlängerung ist im Integrierten Stadtentwicklungskonzept (INSEK) der Stadt Velten mit hoher Priorität vermerkt. Das Angebot der Buslinie 824 soll angepasst werden.

Ebenfalls wiederhergestellt werden könnte die „Heidekrautbahn“ zwischen Schönwalde, Mühlenbeck, Schildow, Berlin-Rosenthal und Berlin-Wilhelmsruh – mindestens im 1-Stunden-Takt. Dafür müssten einige Stationen neu errichtet oder verlegt werden.

Zusätzliche RE-Halte : Angestrebt wird, dass weitere Regionalbahnen in Birkenwerder halten. Das könnten der RE 5 als auch die RB 12 sein. Ziel ist es, „Umsteigevorgänge überflüssig“ zu machen.

Buslinie 136 : Der Plan sieht vor, eine Taktverdichtung zur Hauptverkehrszeit zwischen Hennigsdorf und Spandau anzustreben. Schon jetzt seien Fahrten im Bereich Nieder Neuendorf ausgelastet. Deshalb wird ein 20-Minuten-Takt der Linie forciert, der auch Anschlüsse zur S-Bahn und anderen Buslinien verbessern soll.

Linie 125 : Hier könnte eine Verlängerung von Frohnau Invalidensiedlung ins Zentrum Hohen Neuendorfs unter Berücksichtigung der Linien 809 und 822 entstehen.

Barrierefreiheit : Ziel ist es, den ÖPNV bis 1. Januar 2022 barrierefrei zu gestalten. Im Fokus stehen dabei die bisher nicht barrierefreien Stationen Fürstenberg, Löwenberg, Schönfließ, Velten Auch der Umstieg in Löwenberg zur RB 54 ist mobilitätseingeschränkten Fahrgästen noch nicht zu möglich.

Beschluss : Der Plan geht in zwei Wochen in den Kreisausschuss und am 12. Oktober in den Kreistag, wo er beschlossen werden könnte.

Von Marco Winkler

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