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Oranienburg Satire ist kein Himbeerwasser
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16:41 19.02.2016
Der Karikaturist Karl-Heinz ­Schoenfeld (rechts) mit Kurator Herbert Schirmer. Quelle: Ulrike Gawande
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Oranienburg

Mit dem Heinrich- Böll-Zitat: „Satire ist kein Himbeerwasser“, eröffnete Kurator Herbert Schirmer am Donnerstagabend in der Oranienburger Touristinformation die Ausstellung (noch bis 1. Mai zu sehen) des in Schmachtenhagen geborenen Karikaturisten Karl-Heinz Schoenfeld.

Bis zu seinem siebten Lebensjahr ging Schoenfeld in Wensickendorf zur Schule. Seine Eltern hatten sich in der heutigen Gaststätte „Niegisch“ kennengelernt. Nach der Studienzeit in Berlin, war der heute 88-Jährige, der jetzt in Potsdam lebt, fast ein halbes Jahrhundert Hauszeichner einer Hamburger Tageszeitung. Lieferte zudem seine gezeichnete, bissige Realsatire auch an die internationale Presse. Zwei bis drei Karikaturen entstanden so pro Tag. Oft auch koloriert. Nun malt Karl-Heinz Schoenfeld nur noch nach Lust und Laune. Nimmt die Tagespolitik mit spitzen Bleistift aufs Korn. „Ich bin zu wach, um in der Ecke zu sitzen“, so der Karikaturist, der auch mehrere Semester Pressezeichnen studiert hat. Bei politischen Talkshows liege der Block immer griffbereit. Trotzdem stelle er niemanden bloß oder attackiere Schwächere. Nur die Mächtigen werden Ziel seiner Karikaturen. Mit Willy Brandt war er befreundet. Trotzdem gäbe es kein Tabu, so der Zeichner.

Rund 43 000 Zeichnungen, die akkurat von seiner Frau Christa verwaltet werden, habe er zeitlebens geschaffen, verriet Schoenfeld zur Vernissage. Achtzig Zeichnungen zur aktuellen Weltpolitik sind in Oranienburg zu sehen: Von der Entwicklung der EU, über Flüchtlingsthemen bis zur Wahlmüdigkeit. In mindestens 230 Büchern wurden Schoenfelds Karikaturen abgedruckt.

Anlässlich des 800. Stadtjubiläums von Oranienburg hat er sich auch mit seiner Heimat beschäftigt und sechzehn Zeichnungen zum Büchlein „Geschichte in Geschichten“, das der Heimatverein Schmachtenhagen zusammen mit der TKO herausgebracht hat, beigetragen (MAZ berichtete). Mittlerweile ist auch Karl-Heinz Schoenfeld Mitglied im Heimatverein und das Buch, das erst im Dezember mit 750 Exemplaren erschienen war, nahezu ausverkauft. Ein Erfolg für alle Beteiligten.

Von Ulrike Gawande

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