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Oranienburg Satirischer Jahresrückblick in Oranienburg
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15:38 08.02.2019
Natürlich darf bei einem Auftritt von Gerald Wolf auch die typische Merkel-Raute nicht fehlen. Quelle: Robert Roeske
Oranienburg

Egal ob Merkel, Seehofer oder Kohl – Satiriker Gerald Wolf aus Berlin hat sie alle im Programm, was sein Publikum stets mit viel Applaus und Gelächter zu schätzen weiß.

Abschiedstournee

Im Regine-Hildebrandt-Haus in Oranienburg, wo er Freitagnachmittag zum satirischen Jahresrückblick „Na det war wieda ´n Jahr!“ geladen war, ist er mittlerweile fast Stammgast. Auf Abschiedstournee, so Wolf trocken. Bedauerndes Seufzen im Publikum. „Ja, ich fahre einen alten Diesel und nehme Abschied von der Leipziger Straße und von der Brückenstraße.“ Gelächter. Aber ein Dieselauto habe auch viele Vorteile, so Wolf, er könne es überall abstellen und brauche es nicht mehr abzuschließen. Auch die „atemberaubende Politik“ von Verkehrsminister Scheuer bekam natürlich von dem Berliner sein Fett weg.

Gelbwesten und Fußball

Um dann einen Schwenk ins Nachbarland Frankreich zu den Protesten der Gelbwesten einzulegen. „Wer wurde denn in diesem Jahr Fußballweltmeister“, fragte Wolf die rund hundert Besucher. Na klar, Frankreich! „Ich dachte, die sind vom Feiern noch so blau und können gar nicht demonstrieren. Aber die Franzosen können beides: Fußball und Revolte. Und wir? Wir scheitern in beiden Disziplinen.“ Man brauche eben clevere Bündnispartner, erklärte der Berliner. Wie wäre es denn mit dem ADAC? Da müsse man nur die Führung umdrehen, mutmaßte er. Und wenn dann unter dem Motto „gelbe Engel gegen Angie“ zum Protest aufgerufen werde, komme Merkel aus dem Kreisverkehr nicht mehr raus.

Merkel tritt zurück

Apropos Merkel: Natürlich war auch der angekündigte Rückzug der Bundeskanzlerin ein Thema des satirischen Jahresrückblicks. Doch so richtig dran glauben will Gerald Wolf nicht. Und so nahm er seine Gäste mit auf den Crashkurs: „Auf der Suche nach der wahren Angie“. Mit dem Ergebnis, dass „Angie“ bei der nächsten Wahl ja auch für die Grünen antreten könne. „Denn ohne Glyphosat ist sie ihr Herzenskandidat! Angie V demnächst in ihrer Republik!“ Charmant lächelnd formte Gerald Wolf die obligatorische Merkel-Raute. Applaus!

Lied über Bayern München

Und da Oranienburg ja so sportbegeistert sei, so Wolf, erinnerte er auch noch an den 28. September 2018. „Das was das schönste Erlebnis für Berliner Fußballfans.“ Damals schickte Hertha BSC die Fußballer aus Bayern mit 2:1 nach Hause. Wolf griff daraufhin zu seiner Gitarre und stimmte die Melodie von „El Condor pasa“ an. Doch als Text zum Mitsingen für die Besucher erklang: „ Wer hat nach diesem Spieltag nichts zu feiern? FC Bayern! Wer kann nach diesem Spieltag nur noch eiern? FC Bayern!“ Erstaunlich, was sich auf die Worte Bayern oder München so alles reimen lässt. Wolf ist eben ein echter Meister.

Von Ulrike Gawande

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