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Oranienburg Schleuse Friedenthal: Bund zahlt Hälfte
Lokales Oberhavel Oranienburg Schleuse Friedenthal: Bund zahlt Hälfte
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01:16 08.12.2018
Der Wasserverlauf Richtung Schleuse: 2019 sollen die Ausschreibungen erfolgen, 2020 der Baubeginn, 2022 möglichst Boote fahren. Quelle: MAZ
Oranienburg

Der Weg für den Neubau der Schleuse in Friedenthal ist bereitet. Am Mittwochnachmittag wurde die Finanzierungsvereinbarung unterschrieben; auf der einen Seite von Oranienburgs Bürgermeister Alexander Laesicke (parteilos), auf der anderen von Hans-Heinrich Witte, Präsident der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt des Bundes. „Vor zehn Jahren war nicht einmal ansatzweise daran zu denken, dass diese Schleuse noch einmal eine Funktion haben wird“, sagte Bürgermeister Alexander Laesicke. „Und auch deshalb fragten sich damals viele Leute, weshalb der Hafen am Schloss in einer Sackgasse gebaut wird. Es haben in den letzten Jahren viele Menschen an der Umsetzung des Projektes gearbeitet.“ Jetzt beginnt dafür eine neue Phase.

Vereinbarung Finanzierung zwischen Stadt Oranienburg mit Bürgermeister Alexander Laesicke (l.) und Hans-Heinrich Witte, Präsident der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt. Quelle: Stefan Blumberg

Nach aktuellem Stand wird der Neubau 7,3 Millionen Euro kosten. Mit der Unterschrift ist klar, dass der Bund 50 Prozent aller Kosten übernehmen wird. Die andere Hälfte teilen sich Land Brandenburg und Stadt. Die Hoffnung geht dahin, dass das Land 90 Prozent davon übernimmt. Wie der Landtagsabgeordnete Björn Lüttmann (SPD) sagte, tage der Fördermittelausschuss des Landes am kommenden Montag. In der Summe würden dann auf die Stadt fünf Prozent der Gesamtkosten zukommen.

Mit dem Wiederaufbau der Schleuse soll die gekappte Verbindung zwischen der Oranienburger Havel und dem Ruppiner Kanal wiederhergestellt werden. Seit 1959 ist die dicht. Bis bis zu ihrer Stilllegung hatte es an genau der Stelle 80 Jahre lang eine Schleuse gegeben. Weil sie danach nicht mehr funktionstüchtig war, blieb der Oranienburger Havel nur noch der Status einer Sackgasse.

Überreste der alten Schleuse Friedenthal Quelle: ENRICO KUGLER

Das wird sich mit dem Neubau ändern. Jürgen Höhn, Geschäftsführer der Tourismus- und Kultur Oranienburg gGmbH, rechnete vor, dass der Hafen, Wasserwanderstützpunkt und Reisemobilstellplatz sich schon längst selbst tragen. Mit der Öffnung der Schleuse erwarte er „Tourismuspower“. Noch ist es so, dass Oranienburg von den Wassertouristen meist rechts oder links liegengelassen wird.

Hans-Heinrich Witte: „Heute ist ein guter Tag für die Freizeitschifffahrt in der Wassertourismusregion Nordbrandenburg.“ Diese Investition trage entscheidend zur Stabilisierung und zum Wachstum der Freizeitschifffahrt in der Region bei. Oranienburg bekommt allerdings auch eine Verantwortung, übernehme die Planungsleistungen, begleite die Kampfmittelbeseitigung, wird Eigentümer der Schleuse und betreibe sie und werde die 800 Meter Bundeswasserstraße zwischen Schloss und Schleuse unterhalten.

Von Stefan Blumberg

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