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Oranienburg 25 Jahre im Dienste der Menschen
Lokales Oberhavel Oranienburg 25 Jahre im Dienste der Menschen
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06:33 04.12.2018
Gabriela Wolf, André Schultz und Liane Hoffmann (v.l.) freuen sich auf viele Besucher am Donnerstag ab 14 Uhr in der Liebigstraße Quelle: Ulrike Gawande
Oranienburg

„Soziale Arbeit gab es schon in der Steinzeit“, ist Liane Hoffmann, Leiterin der rechtlichen Betreuung im 1991 gegründeten Märkischen Sozialverein (MSV) in Oranienburg, überzeugt. „Schon damals hat man sich geholfen.“

Feier am 6. Dezember ab 14 Uhr

Am Donnerstag ab 14 Uhr feiert diese Abteilung des MSV ebenso wie die 1993 gegründete Schuldnerberatung, die seit drei Jahren von André Schultz als Volljurist geleitet wird, mit einem bunten Fest 25. Geburtstag. Dazu werden sich die Räume des MSV in der Liebigstraße 4 in ein Theater verwandeln. „Vorhang auf“ ist das Motto, denn aufgeführt wird von ehrenamtlichen Helfern, Mitarbeitern – insgesamt arbeiten 52 beim MSV – und Kindern aus den Kinderhäusern eine historische Reise durch die Entwicklung der sozialen Arbeit. Besonders für die Vereinsmitglieder sowie für Förderer und Sponsoren, für die es eigene Vorführungen gibt, soll das Theaterstück ein Dankeschön sein. Wolf: „Das ist mal was anderes als ein Buch oder Blumen.“ Auch aus dem Ministerium gab es positive Resonanz, als man 2016 ein erstes Theaterprojekt zum 800. Geburtstag Oranienburgs aufführte. Eintrittskarten zu 1,50 Euro sind vor Ort in der Geschäftsstelle erhältlich.

Älteste Projekte des MSV

Schuldnerberatung und rechtliche Betreuung seien die ältesten Projekte des MSV und auch die, die am stärksten frequentiert seien, berichtet Geschäftsführerin Gabriela Wolf. „Wir waren damals der erste Verein als Betreuungsverein.“ Liane Hoffmann hat sogar einst das Konzept für die rechtliche Betreuung geschrieben. „Der Aufbruch war einfacher, als nun die Projekte zu erhalten. Fördermittel zu beantragen ist nicht so einfach und die Arbeit muss Spaß machen. Kein Tag ist wie der andere“, so Wolf. Denn neben fünf Betreuern stehen Liane Hoffmann noch 21 ehrenamtliche Betreuer zur Seite, die insgesamt rund 200 Klienten betreuen. „Das wechselt ständig, die Zahlen schwanken. Einige werden schon seit 25 Jahren betreut.“ Dabei seien die ehrenamtlichen Betreuer ein Gewinn, denn sie hätten auch einmal Zeit für einen Spaziergang mit den Klienten durch den Park, so Hoffmann. „Sie bringen eine andere menschliche Seite mit hinein als wir Hauptamtler.“ Neben Beratungen zum Betreuungsrecht können sich Interessierte auch zu Vorsorgevollmachen, Betreuungs- und Patientenverfügungen informieren.

Jährlich 350 neue Fälle für die Schuldnerberatung

In der Schuldnerberatung, deren Angebote für anerkannte Schuldner und Menschen, die Insolvenz anmelden mussten, kostenlos sind, kommen jährlich rund 350 neue Fälle neu auf den Tisch der fünf Hauptamtlichen. „Für Ehrenamtliche ist die Rechtspalette zu komplex. Man muss viele Antennen haben, denn wir sind eine soziale Schuldnerberatung, gucken nach links und rechts auch auf die Probleme“, so Schultz. 8 500 Klienten seien so seit 1993 zusammengekommen. Alleine 2017 lag die Gesamtschuldsumme der Klienten bei 26 Millionen Euro, durchschnittlich bewegt sich die Schuldsumme bei 27 000 Euro. Zwar seien viele Bürger in Oberhavel verschuldet, doch erst Überschuldung sei das Problem, so Schultz. Arbeitslosigkeit, Trennung und Krankheit oft die Auslöser. Ein weiteres Problem sei die heutige Konsumgesellschaft, in der man alles finanzieren lassen könne. „Da wird der Verschuldung Vorschub geleistet. Aber in 90 Prozent der Fälle sind nicht die Leute selber Schuld, sondern ihre Biografien.“

Von Ulrike Gawande

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