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Oranienburg Seele der Zühlsdorfer Volkssolidarität
Lokales Oberhavel Oranienburg Seele der Zühlsdorfer Volkssolidarität
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06:00 20.02.2016
Rosemarie Allenberg Quelle: Ulrike Gawande
Zühlsdorf

Als Kind wollte Rosemarie Allenberg Krankenschwester werden. Oder Kindergärtnerin. „Ich habe schon immer gerne geholfen, mich sozial engagiert“, erzählt die heute 71-Jährige, die seit 1969 Zühlsdorferin ist. Letztlich wurde sie Unterstufenlehrerin.

Unterrichtete bis 2008 an der Mühlenbecker Grundschule – am liebsten Biologie – , nachdem sie zuvor die Zühlsdorfer Schule nach ihrer Schließung 1995 hatte abwickeln müssen. „Das hat weh getan“, erinnert sich die engagierte Rentnerin, die für ihre Vorstandsarbeit in der örtlichen Gruppe der Volkssolidarität 2016 mit dem Ehrenpreis des Landkreises Oberhavel ausgezeichnet wurde.

Dass nun auch der Ehrenamtspreis der Gemeinde Mühlenbecker Land, der am Sonntag, 21. Februar um 16 Uhr im Café Welcome im Bürgersaal Schildow in einer öffentlichen Feierstunde verliehen wird, an sie gehen soll, ist der rührigen Frau fast ein wenig unangenehm. „Wir sind in der Volkssolidarität ein Team. Leisten gemeinsam die Vorstandsarbeit“, betont die begeisterte Hobbyfotografin.

158 Mitglieder zählt die Ortsgruppe der Volkssolidarität Zühlsdorf, deren Aktivitäten auf der vereinseigenen Homepage auch viele junge Interessierte anlocken. Jüngere gewinne man über die derzeit drei Sportgruppen, Tänzer und Bowlingfreunde. Aber auch Fotobegeisterte, Patchworker, Skatfreunde und Computerinteressierte kommen auf ihre Kosten. Hinzu kommen Frühstückstreffen, Ausflüge sowie verschiedenste Feiern und Feste. Einmal im Jahr werden Pflegebedürftige und deren Pfleger eingeladen, und zu Weihnachten wird eine Feier für alle Senioren Zühlsdorfs veranstaltet. Auch der Einkaufsbus ist ein Erfolgsmodell, das nun von der Gemeinde unterstützt wird. „Der Bus ist sogar zu klein oder könnte öfter fahren.“ Selbst zu den runden Geburtstagen der Senioren im Ort ist Rosemarie Allenberg stets an der Seite der Orstvorsteherin Ursel Liekweg. „Manchmal wird das Ganze zu einem Fulltime-Job.“

Dann sei auch ihr Mann Wilfried, ein begeisterter Hobbykoch, der für den Getränkeausschank bei Veranstaltungen verantwortlich ist, nicht wirklich begeistert. Erlöse aus Kuchenverkäufen kommen der Kita oder dem Feuerwehrnachwuchs zugute. Rosemarie Allenberg trägt eben das Helfer-Gen in sich.

Vor ihrer Vorstandstätigkeit für die Volkssolidarität, leitete sie den Dorfclub, der für die Feste im Dorf zuständig war. Baute den Speisesaal der Schule zum heutigen vielgenutzten Mehrzweckraum um. Und engagierte sich politisch. Hob die statt-Partei aus der Taufe, um den Anschluss von Zühlsdorf an Wandlitz zu verhindern. Machte mit fünfzig Jahren noch den Führerschein und bekam mit der Wende endlich die Chance zu reisen.

Schon zu DDR-Zeiten habe sie Reiseführer verschlungen, erzählt die dreifache Mutter und fünffache Oma. Sie sei mit dem Finger auf der Landkarte gereist. Dann kam der Mauerfall Die ehemalige Lehrerin erinnert sich noch gut an ihre erste große Reise. Eine Busfahrt nach Marokko, inklusive unerträglich langem Stau auf französischen Autobahnen, weil gestreikt wurde. Nur Lehrer hätten im Bus gesessen, amüsiert sie sich noch heute. Die weltoffene Art der jungen Marokkaner aber habe sie begeistert. Weitere Reisen führten sie nach Isreal, Thailand, Südamerika, China und Kuba. Immer einen Schutzengel im Gepäck. Mittlerweile wurde der Bus gegen das Kreuzfahrtschiff eingetauscht.

Aber gereist wird noch immer.

Von Ulrike Gawande

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