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Sicherheit durch Selbstschutz-Waffen

Oranienburg Sicherheit durch Selbstschutz-Waffen

Seit 25 Jahren gibt es Waffen-Wieland in der Stralsunder Straße. Pfeffersprays und Schreckschusswaffen verzeichnen einen Zuwachs, weil sich immer mehr Menschen aktiv selbst schützen wollen. Kaum einer kennt sich dabei besser aus als Tilo Petsche, seit Tag eins Mitarbeiter im Waffengeschäft.

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Tilo Petsche mit einem SAA (Single Action Army) Colt.

Quelle: Enrico Kugler

Oranienburg. „Es ist schön klein, handlich, perfekt für die Handtasche und mit spritzendem Strahl, der auch Wind stand hält.“ Tilo Petsche, Mitarbeiter im Waffengeschäft Wieland, ist in seinem Element: Er berät einen Kunden. „Wir haben davon 20 verschiedene Produkte, das günstigste mit gezieltem Spritzstrahl liegt bei zehn Euro.“

Damit beantwortet der 50-Jährige die Anfrage eines Mannes nach einem Pfefferspray. Er wolle sich informieren, das Abwehrspray sei für seine Frau. Pfefferspray hat einen regelrechten Schub bekommen. Die Drogeriemarktkette DM, die das Produkt seit Juni verkauft, hatte sogar Lieferschwierigkeiten, so groß war die Nachfrage.

„Der Selbstschutzbedarf ist in den letzten anderthalb mehr geworden“, so Tilo Petsche. Dazu gehören auch Schreckschuss-, Reiz- und Signalwaffen. Volljährige dürfen diese in Deutschland frei erwerben. Für die Aufbewahrung zu Hause braucht es keine Genehmigung. Der Kleine Waffenschein (KWS) ist aber nötig, wenn sie in der Öffentlichkeit getragen werden wollen. Seit Jahren verzeichnet die Polizei einen Anstieg des KWS. Immer mehr Brandenburger wollen sich schützen. Die Frage ist oft, wovor. Unabhängig von einer objektiv messbaren Begründung, scheint die subjektive Bedrohung in der Bevölkerung zuzunehmen. Geschäfte wie Waffen-Wieland profitieren davon.

Paketdienst liefert keine Muntion mehr

„Uns werden aber auch Steine in den Weg gelegt“, so Tilo Petsche. Der Diplom-Ingenieur, der bei der NVA Maschinenwesen studierte, ist seit Tag eins an Bord im Waffengeschäft, kennt die Kundschaft des Familienbetriebs: Jäger und Sportschützen. Die kommen aus Oberhavel, Spandau, Eberswalde, Neuruppin. „Wir sind für die Grundversorgung zuständig.“ Schwerpunkt: Service und Beratung. Manchmal sei der Handel mit Waffen schwer.

So darf ab heute der Kurier-Dienstleister DPD keine Munition mehr liefern. „Man gehe mit den Zeichen der Zeit, heißt es als Begründung“, so Petsche. Für ihn ist aber klar: „Hier wird Politik auf dem Rücken legal Bewaffneten ausgetragen.“ Tilo Petsche ist der Ansprechpartner in Oberhavel, wenn es um Waffen geht. Sogar Polizisten informieren sich bei ihm. „Die Waffengesetzt sind entgegen der Versprechen nicht einfacher geworden, sondern wurden verkompliziert.“

Wenn Jäger in den Laden kommen, geht es oft um zwei Themen: Schalldämpfer (vor 15 Jahren verboten, jetzt erlaubt) und bleifreie Munition. „Mit Kupfer oder Zinn soll geschossen werden“, so Petsche. „Dabei ist das zu leicht.“ Konsequenz: Tiere sterben langsamer.

Seit 25 Jahren gibt es Waffen-Wieland. Anfangs war an das Waffengeschäft noch ein Sicherheitscenter gekoppelt. Mit der Baumarkt-Konkurrenz rentierte sich das nicht mehr. Inhaber Hans Wieland betreibt neben dem Waffengeschäft noch eine Fahrschule an drei Standorten (Oranienburg, Velten, Hennigsdorf).

Von Marco Winkler

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