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Sicherheitsrisiko: Junge Fahrer in alten Autos

Oranienburg Sicherheitsrisiko: Junge Fahrer in alten Autos

Über 70 Teilnehmer nutzten den kostenlosen Sicherheitscheck der Dekra-Niederlassung in Oranienburg. Fazit: Die Pkw junger Fahrer werden zwar sicherer. Mängel gibt es aber nach wie vor. Ein Problem: Jugendliche fahren oft in den alten Autos der Eltern oder Großeltern.

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Carsten Bräuer, Dekra-Niederlassungsleiter, überprüft Beleuchtung und Blinker des Fahrzeugs.

Quelle: Marco Winkler

Oranienburg. „Die Fahrzeuge der Jugendlichen werden insgesamt sicherer“, sagt Carsten Bräuer. Er ist Leiter der Dekra-Niederlassung in Oranienburg. Vor wenigen Tagen endete dort der einwöchige kostenlose Sicherheitscheck für junge Autofahrer.

Das Fazit fällt positiv aus. Defizite gibt es aber nach wie vor. „Nur nicht mehr so viele wie zu Anfangszeiten vor zehn Jahren“, so Bräuer. Ins Leben gerufen wurde die Aktion durch Verkehrswacht, Verkehrssicherheitsrat und Dekra. Verkehrsminister Alexander Dobrindt übernahm erneut die Schirmherrschaft.

Über 70 Pkw von Fahrern bis zu 24 Jahren wurden in Oranienburg unter die Lupe genommen. „Bei etwa zwei Drittel der Fahrzeuge mussten wir Mängel feststellen“, sagt Bräuer. Verschlissene Bereifung und Bremsanlagen, nicht ganz funktionstüchtige Beleuchtung. „Korrosionsschäden waren jedoch keine bemerkenswerten dabei.“

Nicht am falschen Ende sparen

Vor 10 Jahren sah das noch anders aus. „Da fuhren die Jugendlichen auch Autos aus den 1980er Jahren.“ Die Übernahme älterer Modelle von den Eltern oder Großeltern sei immer noch ein Problem. „Da treffen für Schäden anfällige Autos auf Fahrer, die keine Routine haben“, so Bräuer. Kein besonders gutes Zusammenspiel. „Gerade diese Mischung führt bei kritischen Situationen im Straßenverkehr oft zu Unfällen.“ Er kann deshalb nur an die Eltern appellieren, ihrem Nachwuchs Fahrzeuge zur überlassen, die wenigstens über ein Antiblockiersystem (ABS) und eine elektrische Servolenkung verfügen. „Am falschen Ende sollte hier nicht gespart werden.“

Die Jugendlichen, die den Sicherheitscheck in Anspruch nahmen – wie die angehenden Mechatroniker des Eduard-Maurer-Oberstufenzentrums in Hennigsdorf –, waren bei der Überprüfung vor Ort dabei, sahen zu, fragten nach. „Wir haben den Dialog gesucht, so dass sie die Probleme besser verorten können.“ Der Lerneffekt sei in dem Fall effektiver.

Am Ende bekamen alle Teilnehmer einen Prüfbericht, auf dem Mängel und wie sie behoben werden können, festgehalten wurden. „Wir sprachen Empfehlungen aus, was kurz- oder mittelfristig am Auto repariert werden sollte.“

Über 6000 Unfälle auf Brandenburgs Straßen wurden im vergangenen Jahr von 18- bis 24-Jährigen verursacht. Dabei kamen 15 junge Erwachsene ums Leben.

Von Marco Winkler

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