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Oranienburg Sind Bänke ohne Lehne seniorengerecht?
Lokales Oberhavel Oranienburg Sind Bänke ohne Lehne seniorengerecht?
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16:02 08.11.2016
Die neuen Bänke in der Mittelstraße sind zwar von beiden Seiten „besitzbar“, anlehnen kann man sich aber von keiner Seite aus. Quelle: Robert Roeske
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Oranienburg

Sind wir einmal ehrlich: Das öffentliche Bild von Senioren entspricht entweder dem einer putzigen Omi, die mit Altersgenossinnen Eierwärmer, Untersetzer oder Weihnachtskarten strickt, häkelt, bastelt. Oder es ist das Abbild eines mürrischen Alten, der – aus dem offenen Fenster gelehnt – die Jugendlichen vor der Wohnung anblökt, weil diese zu laut, zu ungehobelt, zu anstrengend seien und eh keine Manieren mehr haben. Da denken sich viele Nicht-Senioren: Ich hoffe, ich werde im Alter nicht so.

Im Klartext heißt das meist: Die Senioren sollen sich nicht so anstellen, mal etwas „runter kommen“, entspannen, ihr Leben genießen. Doch das ist nicht immer so einfach. Das weiß auch Karl-Heinz Grollmisch, Vorsitzender des Seniorenbeirates im Landkreis Oberhavel. Er hat ein Gespür für die Altershürden, die Senioren meistern müssen. Eine ist ihm erst jetzt ins Auge gesprungen: Sitzbänke im öffentlichen Raum ohne Lehne.

Optisch gut, aber nicht optimal zum Entspannen

Ort: Innenstadt, Mittelstraße. Er sei zwar erfreut über die erst kürzlich eröffnete Innenstadtstraße. Gerade für Radfahrer ist diese optimal ausgebaut worden, wie Adelheit Martin von der Oranienburger Ortsgruppe des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs nach der Straßeneröffnen zu berichten wusste.

Karl-Heinz Grollmisch hat ein anderes Problem: Die Sitzbänke würden zwar optisch gut aussehen, jedoch seien sie zum Entspannen für Senioren „völlig ungeeignet“. Grund: Sie haben keine Rückenlehne. „Wenn die Bänke in der Mittelstraße vornehmlich nicht für die vielen Senioren in der Stadt Oranienburg aufgestellt wurden, für wen denn dann?“, fragt er sich.

Falsche Nutzung von Sitzbänken

Und es stimmt schon, die Sitzgeometrie ohne Rückenlehne und auch ohne Halterung an den Seiten ist für Menschen, die bewegungseingeschränkt sind, eher ungeeignet – trotz guter Sitzhöhe. Xandra Steinmüller von der Stadt Oranienburg sagt: „Es gibt nur noch wenige Bänke in Oranienburg, die tatsächlich eine Rückenlehne haben.“ Nach und nach sind diese aus dem Stadtbild verschwunden.

Das liegt an der falschen Nutzung. „Zum einen gab es sehr häufig Beschädigungen und zum anderen wurden die Lehnen oftmals als Sitzgelegenheit benutzt und die eigentliche Sitzfläche wurde durch das Aufstellen der Füße verschmutzt“, so Xandra Steinmüller über den Vandalismus und Jugendliche, die „falsch“ auf einer Bank sitzen.

Allerdings sieht sie in den Bänken ohne Lehne auch einen Vorteil: Die Sitzfläche ist somit von beiden Seiten zugänglich. Karl-Heinz Grollmisch ist damit nicht zufrieden. Er wünscht sich, die Stadt hätte zumindest in diesem Punkt mehr Rücksicht auf die Oranienburger Senioren genommen.

Von Marco Winkler

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