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Sonnenstrom für Würstchen

Richtfest für Photovoltaikanlage in Velten Sonnenstrom für Würstchen

Einhundert Prozent Bio ist eine klare Aussage“, erklärte Bio-Company- Geschäftsführer Georg Kaiser am Montag beim Richtfest für die Photovoltaik-Anlage auf dem Dach der Bio Manufaktur Havelland in Velten. „Aber Sonnenstrom ist die Sahnehaube.“

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Es ist eine 16 Meter hohe Küstentanne

Der Manufaktur aufs Dach gestiegen: Georg Kaiser (l, Bio Company), Ines Hübner und Thomas Schubert (r, Bio Manufaktur)

Quelle: Foto: Sebastian Ertl

Velten. „Einhundert Prozent Bio ist eine klare Aussage“, erklärte Bio-Company- Geschäftsführer Georg Kaiser am Montag beim Richtfest für die Photovoltaik-Anlage auf dem Dach der Bio Manufaktur Havelland in Velten. „Aber Sonnenstrom ist die Sahnehaube.“

Die Bio Manufaktur, ein Tochterunternehmen der Bio Company, wird durch die Inbetriebnahme der 900m² großen Photovoltaikanlage sowie weiterer Energieeffizienzmaßnahmen zukünftig komplett CO 2-neutral produzieren können. „Als Unternehmer sind wir in der Pflicht vorbildlich für Umweltschutz zu sorgen“, bringt es Thomas Schubert, Geschäftsführer der Bio Manufaktur auf den Punkt.

Am 4. Dezember soll die Anlage, die in Spitzenzeiten rund 142 Kilowattstunden Strom produzieren kann, ans Stadtwerkenetz angeschlossen werden. Jedoch werden nur zehn Prozent der gewonnenen Energie ins öffentliche Netz eingespeist. Neunzig Prozent der Sonnenenergie wird für die Produktion in der Manufaktur genutzt werden. Mit dem aus Sonnenlicht gewonnenen Strom will man sogar die CO 2 Emissionen aus dem Erdgas- und dem Treibstoffverbrauch der Firmenfahrzeuge vollständig kompensieren. „So wird mehr CO 2 vermieden als durch die Produktion entsteht“, verdeutlicht Sebastian Ertl als Energieberater die Verbesserungen.

Wiener Würstchen aus der Bio Manufaktur sind der Renner

Wiener Würstchen aus der Bio Manufaktur sind der Renner.

Quelle: Ulrike Gawande

250 verschiedene Produkte werden beim größten Biofleischverarbeiter der Region hergestellt. Wurst vom Müritzlamm oder Uckermärker Rind, das im Urochsenreservat des Spreewaldes aufwächst, oder vom Havelländer Bio-Apfelschwein, das beim Bauern in Neustrelitz in Freilandhaltung groß wird. Von Massentierhaltung hält man naturgemäß in der Bio Manufaktur wenig. Das Plakat für das Volksbegehren gegen derartige Tierhaltung prangt sichtbar im Eingangsbereich. Stolz berichtet man, dass einem Biohuhn sogar vier Quadratmeter als Auslauf zur Verfügung stehen.

Seitdem die Bio Manufaktur 2013 die damals insolvente Fleischmanufaktur im Veltener Havelring übernommen hat, wurden rund eine Million Euro in Maschinen, in ein neues Kühlhaus, eine neue Verpackungsstrecke, eine neue Buchenrauchkammer und nun in die Photovoltaikanlage investiert. Begann man 2013 mit 15 Mitarbeitern und einem Umsatz von 2,6 Millionen Euro, beschäftigt man zur Zeit rund 25 festangestellte Fachkräfte und wird den Umsatz 2015 auf sieben Millionen Euro steigern können. Hauptabnehmer der Ware ist die Bio Company mit ihren Filialen. Täglich wird rund eine Tonne Fleisch verarbeitet.

Die Bio Manufaktur übernehme zudem soziale Verantwortung, so Thomas Schubert, und bilde daher derzeit einen Azubi traditionell zum Fleischer aus: „Durch die Industrialisierung geht viel Wissen verloren.“

Von Ulrike Gawande

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