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Oranienburg Lesenacht mit Gruseleffekt und Kartoffeln
Lokales Oberhavel Oranienburg Lesenacht mit Gruseleffekt und Kartoffeln
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18:55 04.11.2018
Unter der Decke liest es sich noch mal so schön, finden Yannic (12) aus Oranienburg und Aaron (12) aus Nassenheide (v. l.). Quelle: Robert Roeske
Oranienburg

Mit Kartoffeln, Nägeln, Geldstücken und einer großen Portion Abenteuerlust erlebten 30 „Leseratten“ in der Stadtbibliothek tolle Stunden. Hier startete am Wochenende die „Super-Helden-Lesenacht“. Punkt 19 Uhr wurde die gläserne Pforte aufgeschlossen und herein strömten vor Aufregung laut schnatternde Kinder mit ihren Schlafsäcken und Verpflegungsbeuteln. Und weil es die Super-Helden-Lesenacht war, konnten sich die Kinder zuerst ausdenken, was sie für ein Held sein wollen. „Ich will so sein wie Harry Potter“, ruft ein Junge. „Und ich wie Spiderman“, ein Mädchen. An einer von drei Aktionsstationen war darum auch erstmal Masken-Basteln und bemalen angesagt. „Wir haben für die Kinder verschiedene Modelle zur Auswahl, wie Zorro- oder Karnevalsmasken“, sagt Bibliothekarin Jennifer Bonk (31).

Mit selbst gebastelten Masken zum Held werden. Quelle: Jeannette Hix

Mit selbst gebastelten Masken zum Helden werden

Mit bunten Farben konnten die Kinder ihre Fantasie-Maske bemalen und so im richtigen Helden-Outfit selbst zum Retter werden. Denn am Staudamm-Modell nebenan mussten knifflige Aufgaben gelöst werden, die natürlich nur ein Superheld meistern kann. Da waren Leute aus einem Auto zu retten und eine scharfe Bombe unschädlich zu machen. Erzieher Roland Doctor (40) aus Germendorf hat das Staudamm-Modell aus Styropor mit seinen Kindern Aaron (12) und Sarai (10) gebaut und angemalt. Bis in die Nacht haben die drei daran gefeilt, gemalt und geklebt. „Ich finde, das ist echt gut geworden“, sagt ein Mädchen anerkennend.

Christiane Reich (37) machte mit den Kindern spannende Experimente Quelle: Jeannette Hix

Experimente mit Kartoffeln und Zinknägeln wurden auch gemacht

Viel Köpfchen war bei Christiane Reich (37) an der dritten Abenteuer-Station gefragt. Die Fachangestellte für Medien- und Informationsdienste hat sich für die Superhelden Experimente ausgedacht – Kartoffeln, Zinknägel, Kopfhörer und fünf Kupfer-Cent spielten dabei die Hauptrolle. „Wenn man den Nagel, das Geldstück und den Kopfhörer-Stecker in die Kartoffel steckt, reagieren Kupfer und Zink. In den Kopfhörern ist dann ein Knistern zu vernehmen“, meint Christiane Reich.

Und weil kleine Superhelden auch viel Energie haben, war am Aktionsstand von Daniel Fehlauer Kräftemessen zum Beispiel mit Hanteln halten angesagt. „An jeder Station können die Kinder Punkte sammeln und welche der drei Gruppen die meisten Punkte hat, hat gewonnen“, sagt Daniel Fehlauer.

Na? Welche Maske soll es denn zum Bemalen sein? Quelle: Jeannette Hix

In 65 000 Medien konnte geschmökert werden

Wer nach all diesen kniffligen Aufgaben dann immer noch nicht müde war, konnte endlich in den Büchern schmökern. 65 000 Medien – vom Buch bis zur DVD – hat die Bibliothek im Angebot. Geschlafen wurde zwischen den Regalen in den mitgebrachten Schlafsäcken.

Als öffentliche Einrichtung bot die Stadtbibliothek die Super-Helden-Lesenacht kostenlos an. Bis morgens um 8 war der Büchertempel fest in Kinderhand. Für Getränke und Snacks war gesorgt. Der Filmpalast Oranienburg hat Popcorn gestiftet. Und für die abenteuerlustigen Leseratten ist schon jetzt klar – nächstes Jahr sind sie wieder dabei.

Von Jeannette Hix

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