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Oranienburg Tänzerische Perfektion
Lokales Oberhavel Oranienburg Tänzerische Perfektion
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00:17 10.02.2016
Die Prinzengarde begeisterten mit tänzerischer Brillanz das Publikum. Quelle: Foto: Ulrike Gawande
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Leegebruch

Mit grandioser Stimmung im riesigen, geheizten Festzelt machte der Carneval Club Leegebruch (CCL) den Ort an der Muhre am Wochenende zur Brandenburger Dependance des Rheinlandes. Alleine zwölf verschiedene Tanzgruppen erfreuten Augen und Ohren der weit über 400 begeisterten Zuschauer. Angefangen bei den Jüngsten, der bezaubernden neugegründeten Zwergengarde, über die sportlichen Majoretten bis hin zum sehenswerten Männerballett und den fetzigen „Hot Evergreens“, den tanzenden Damen ab 35 Jahren. „Zugabe“ war deshalb das liebste Wort im ausverkauften Festzelt im Germendorfer Gewerbegebiet. Über drei Stunden dauerte so das Festprogramm, dessen Höhepunkt das abschließend, gemeinsam mit den Hofsängern gesungene, für Leegebruch geschriebene Lied „Wir sind eine große Familie“ war.

Dass diese 53. Session des 160 Mitglieder starken CCL so ein gutes Ende finden würde, hatte in den vergangenen Monaten jedoch kaum noch jemand zu hoffen gewagt. Erst fehlte im November ein Prinzenpaar, dann fehlte das Partyzelt (MAZ berichtete). „Es war hart“, lautet deshalb auch das Resümee von Vereinspräsidentin Jessica Freude. Eigentlich keine Freundin sozialer Medien, teilte sie die Sorgen des Vereins im Internet. Über 9000-mal wurde der Beitrag aufgerufen, 125-mal geteilt.

„Es war der Wahnsinn, welch enorme Welle der Hilfsbereitschaft uns erreichte“, berichtet sie. Erst fand sich ein Prinzenpaar: Melanie I und Matthias II. Aus Magdeburg kam dann kurzfristig ein Zelt, zu dessen Aufbau unzählige Leegebrucher herbeiströmten.„Der Fußballverein sagte sogar sein Training ab, um uns stattdessen beim Zeltaufbau zu unterstützen“, verrät Jessica Freude dem Publikum in ihrer begeisterten Dankesrede. Acht Tage dauerte der Aufbau des Zeltes, eintausend Arbeitsstunden flossen hinein, tausend Quadratmeter Fußboden und 3600 Meter Lichterketten wurden verlegt.

„Die beste Entschädigung für alle Rückschläge, die Mühen des Trainings ist dann der Zeitpunkt, wenn man oben auf der Bühne steht“, bringt Heike Mimietz die vergangenen Wochen auf den Punkt. 90 Kinder gibt es im Verein. Treffen sich die jüngsten Tanzgruppen, darunter nur selten ein Junge, einmal in der Woche zum Training, steht bei den Majoretten und Cheerleadern, die mit ihren Darbietungen 2015 mehrere Preise bei Deutschen Meisterschatten absahnten, zwei- bis dreimal Tanztraining auf dem Terminplan.

Was aus solch harter Arbeit herauskommen kann, davon konnten sich die Besucher bei den Prunksitzungen und dem Kostümball überzeugen: tänzerische Perfektion gepaart mit positiver Ausstrahlung und Begeisterung für den Karneval. Absolut sehenswert. Ob die Kleinsten mit Tänzen zu Melodien des Dschungelbuches, die Rot-Weiße Garde mit einer Michael-Jackson-Darbietung, die Prinzengarde zum Europalied oder die Minigarde mit Tänzen zur Filmmusik der kleinen Meerjungfrau Arielle. Als dann auch noch der Froschkönig der Kindergarde zu Lionel Richies Welthit „Hello“ erschien, aber laut dem Prinzensong das „Küssen verboten“ wurde, die Majoretten ihre mitreißende Interpretation des Nintendo-Spiels „Super Mario“ präsentierten und das Männerballett zeigte, dass es mit den Tänzern von Lord of the Dance locker mithalten kann, hielt es kaum noch einen Gast auf seinem Stuhl.

Daumen hoch also für einen sehenswerten Karneval und so viel Engagement. Oder wie man beim CCL lieber sagt: Muh Muh-Re Re.

Fotos unter: www.MAZ-online.de

Von Ulrike Gawande

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