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Oranienburg Tausende Besucher auf Regionalmarkt
Lokales Oberhavel Oranienburg Tausende Besucher auf Regionalmarkt
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07:25 26.09.2016
Vier Monate alt: Das kleine Wollschweinchen wurde am Sonnabend feierlich getauft. Quelle: Robert Roeske
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Oranienburg

Da wäre das Kulinarische: Bratapfelkuchen, Waldmeistereis, herzhafte Waffeln. Das Regionale: Honig, Keramik, Musik aus Oberhavel. Handwerk: Butterfass, Korbflechten, Apfelpresse. Kultur: Artistik, Chorgesang, Märchen. Und schließlich die Unterhaltung für junge Besucher: Kinderschminken, Quadfahren, Trampolin-Bungee, Streicheltiere.

Der Oranienburger Regionalmarkt am Wochenende bot all das in einem Paket und bei freiem Eintritt. Tausende kamen zum Schlossplatz und in den Schlosspark. Mex (6) und Rosemarie (3) aus Oranienburg neigen wie alle Kinder zu Süßen. Deshalb steuerten sie die Honigschleuder des Märkischen Imkervereins an. „Allerdings sind die Waben leer, da die Saison vorbei ist“, so Beatrix Winkler vom Verein. Die Schleuder drehen durften die Kinder dennoch. Dafür bekamen sie einen Honig-Bonbon.

Mex und Rosemarie aus Oranienburg ließen sich das Imkern erklären. Quelle: Roeske

Für andere gab es Tulpen, nicht erblüht, aber als Knolle. Gefühlte einhundert Sorten. Wie passend, dass der gemischte Chor „Cantare“ aus Vught, der niederländischen Partnerstadt Oranienburgs, „Tulpen aus Amsterdam“ im Repertoire hatte. Nicht als Lied verpackt, dafür als Überraschungsgast an der Leine hatte Liebthals Haustierparkleiter Arne Broja ein Wollschwein. Das Jungtier, mit sieben Geschwistern im Mai geboren (offizieller Begriff: geferkelt), wurde im Schlosspark getauft – auf den Namen: Klaus.

Viele „Oh, wie süß“ und „Ah, ist das niedlich“ folgten. „Warten sie mal ein halbes Jahr, dann sagen sie das nicht mehr“, so Broja. Dann wird Klaus wie wild alles in seiner Nähe umwühlen. Klaus’ Rasse ist vom Aussterben bedroht. Was hilft dagegen? „Aufessen“, so Broja pragmatisch-direkt. Erhalt durch Verzehr. „Es sind Nutztiere.“ Die Wolle wird übrigens nicht gesponnen oder anderweitig verarbeitet.

Jan Gregor aus Berlin musste sich ins Zeug legen, um frischen Apfelsaft zu pressen. Quelle: Roeske

In etwas körperliche Arbeit uferte der Besuch für einen Berliner aus. Jan Gregor Perstin presste Äpfel zu Saft. „Anstrengend“, war das Fazit des 15-Jährigen. „Aber der Saft schmeckt jetzt noch besser“, so Mutter Verena. Durch Zufall sind die zwei Hauptstädter auf den Regionalmarkt gestoßen. „Meine Tochter feiert heute ihren 14. Geburtstag im Spaßbad, eine reine Mädelssache, da mussten wir woanders hin.“

Der regionale Markt kam ihnen gelegen. „Das Angebot ist gut“, so die 41-Jährige. „Wir fahren regelmäßig aus der Stadt aufs Land, um an regionalen Ständen einzukaufen, meist mit einer Kasse des Vertrauens.

Gut besuchter Regionalmarkt vor schöner Kulisse. Quelle: Roeske

Von Marco Winkler

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