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Oranienburg Tempo 30 am Mühlenbecker Weg
Lokales Oberhavel Oranienburg Tempo 30 am Mühlenbecker Weg
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17:39 14.06.2018
In Richtung Summt wird der Mühlenbecker Weg scheinbar breiter. Das verleitet zum Gasgeben. Quelle: Andrea Kathert
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Lehnitz

Schon einmal versuchten die Lehnitzer, im Verkehrsentwicklungskonzept der Stadt ihre Vorstellungen zu Tempo 30 unterzubringen. Damals wurden die Vorschläge vom Landkreis abgeschmettert.

Aber als Mittwochabend der Ortsbeirat tagte, wurde ein neuer Vorstoß formuliert. Dieses Mal geht es ausschließlich um den Mühlenbecker Weg, der auf 30 Km/h herabgestuft werden soll. Ortsvorsteher Matthias Hennig packte etliche Argumente auf den Tisch.

Der Fußweg am Mühlenbecker Weg ist schmal. Einen Radweg gibt es nicht. Quelle: Enrico Kugler

„Der Mühlenbecker Weg ist jetzt ein Schulweg geworden, und das wird er dauerhaft sein“, sagte Hennig. Denn der Landkreis hat nicht nur momentan schon die Hälfte der Torhorstschüler auf dem ehemaligen Kasernengelände untergebracht. Er beabsichtigt sogar, einen Schulcampus dort zu entwickeln.

Für einen Schulweg herrscht ganz schön viel Verkehr auf der Straße. Alleine auf dem ehemaligen Bundeswehrgelände sind zahlreiche Wohnungen entstanden, etliche Firmen sind dort angesiedelt und der TÜV Rheinland betreibt dort sein Gelände.

Hinzukommt, dass viele Fahrzeuge mit zu hoher Geschwindigkeit auf dem Mühlenbecker Weg unterwegs sind, sowohl die, die in Richtung Summt unterwegs sind und glauben, sie wären schon aus der Ortslage raus. Als auch die, die aus Summt einfahren und noch mächtig Tempo drauf haben. Die Fahrbahn, die ortsauswärts scheinbar noch breiter wird, verleitet die Autofahrer, mehr aufs Gas zu drücken. Bei dem Straßenzustand ist das allerdings gar nicht so ratsam, denn die Fahrbahnränder senken sich schon leicht ab und der Belag weist erhebliche Wellen auf. Der jetzige Fußweg, den die Schüler und auch viele Asylbewerber benutzen, ist recht schmal. Einen Radweg gibt es gar nicht. Was der Ortsvorsteher noch ins Feld führte, war die Bedarfsampel auf Höhe des S-Bahnparkplatzes, die nur 30 Meter von der Kurve entfernt steht. Auch dort sei es gefährlich,wenn die Fahrzeuge um die Kurve schießen.

Die Fußgängerbedarfsampel vor dem S-Bahnparkplatz. Quelle: Enrico Kugler

All diese Argumente konnte das Lehnitzer Ehepaar, das im letzten Haus am Mühlenbecker Weg wohnt, nur unterstreichen. Die beiden waren extra wegen dieses Themas zur Sitzung des Ortsbeirates gekommen. „Was denken Sie, was bei uns für ein Lärmpegel herrscht“, beklagte die Frau. „Durch die Wellen im Asphalt wackelt schon unser Haus.“

Dieses Tor müsste die Hauptzufahrt sein

Außerdem verstehen die beiden nicht, warum das Haupttor zur ehemaligen Märkischen Kaserne immer noch nicht wieder aktiviert ist. Das wäre die günstigere Zufahrt für alle Nutzer, die sich jetzt über den Seiteneingang auf das Gelände bewegen. „Das sehen wir genauso“, konnte Matthias Hennig nur bestätigen. Er werde diese Frage auch dem Holding-Chef stellen.

„Außerdem schlagen wir als Ortsbeirat vor, den Zaun zu entfernen und Straßennamen zu vergeben.“ Denn alle Nutzer sind bisher unter der selben Adresse aufgeführt.

Das Haupttor der ehemaligen Kaserne sollte schnell aktiviert werden. Quelle: Enrico Kugler

Den Antrag auf Tempo 30 im Mühlenbecker Weg will der Ortsbeirat in die Stadtverordnetenversammlung einbringen. Wahrscheinlich in die Runde nach der Sommerpause. Ihre Wünsche wurden die Lehnitzer am Mittwoch auch direkt beim Bürgermeister los. Denn Alexander Laesicke war zu Gast bei der Sitzung im Friedrich-Wolf-Haus. Zuvor hatte er sich gemeinsam mit Arne Probandt einige Ecken in Lehnitz angesehen. Die beiden radelten von Süd nach Nord.

Von Andrea Kathert

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