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Oranienburg Tierparkchef kämpft weiter für eine Busanbindung
Lokales Oberhavel Oranienburg Tierparkchef kämpft weiter für eine Busanbindung
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01:15 01.02.2019
Die Bushaltestelle am Tierpark Germendorf steht verlassen an der Ausfahrt des Parkplatzes. Eichholz möchte sie gerne reaktivieren. Quelle: Enrico Kugler
Germendorf

Am Tier-, Freizeit- und Saurierpark in Germendorf gibt es eine Bushaltestelle. Doch hält dort kein Bus, auch wenn das Tierparkchef Torsten Eichholz seit Jahren fordert. Seit der Landesgartenschau Oranienburg 2009, als die Tierparkbetreiber einen zweimonatigen Probebetrieb finanzierten, ist die Haltestelle nicht mehr in Betrieb.

Wiederinbetriebnahme aktuell nicht vorgesehen

Eine Wiederinbetriebnahme ist aktuell nicht vorgesehen, auch im aktuell in den Ausschüssen diskutierten ÖPNV-Konzept für Oranienburg ist in der favorisierten Grundvariante von einer Busverbindung zum Tierpark nichts zu lesen, auch wenn in Ergebnissen der drei öffentlichen Workshops davon zu lesen ist. Das ärgert Torsten Eichholz. „Ich bin langsam sauer, dass der Bürgermeister sein Versprechen nicht eingehalten hat. Schließlich zahle ich einen Haufen Steuern, die Hälfte müsste ich zurückfordern“, so der Tierparkchef, der mittlerweile über 10 000 Unterschriften auf einer Liste stehen hat, die seit 2017 im Tierpark ausliegt. Zweimal habe Alexander Laesicke (parteilos) versprochen, sich für eine bessere ÖPNV-Anbindung des Tierparks einzusetzen, erinnert sich Eichholz.

Vergleich mit der Turm-Erlebniscity

Auch in den sozialen Netzwerken fordern immer wieder Tierparkbesucher die Busanbindung. Besonders negativ seien die Kommentare gewesen, als vor der Turm-Erlebniscity eine neue Bushaltestelle enthüllt wurde. „Direkt vor der Haustür, weil die Turm-Erlebniscity von der Stadt ist“, ärgert sich Eichholz. Doch Oranienburgs Baudezernent Frank Oltersdorf korrigiert: Man habe vor dem Freizeitbad keine neue Haltstelle geschaffen, sondern nur ihren Namen geändert. So etwas sei sicher auch in Germendorf möglich, wenn man miteinander rede. Ansonsten wisse er vom Wunsch von Torsten Eichholz, doch sei aktuell keine Busanbindung in Planung, so Oltersdorf, und erinnerte noch mal daran, dass der Landkreis für die ÖPNV-Versorgung zuständig sei.

Bus von April bis Oktober

Zumal eine Haltestelle ja schon vorhanden sei, so Eichholz. Ebenso die für den Bus nötige Wendeschleife. Eine zweite Zufahrt verhindere zudem mögliche Verspätungen für den Bus 824, dessen Fahrzeit sich durch den Tierpark-Umweg seiner Meinung nach nur um drei bis vier Minuten verlängern würde. „Wir brauchen den Bus ja nicht immer, sondern nur von April bis Ende Oktober von 8 bis 20 Uhr. Danach kann er wieder unten durchs Dorf fahren“, so der Germendorfer, der mit seinen 40 Mitarbeitern jährlich rund 500 000 Besucher in seinem Tierpark begrüßen kann. Tendenz steigend. Damit noch mehr kommen, investiert der Unternehmer: In modernere Gehege, eine neue Scooterbahn, ein riesiges Hüpfekissen und eine Dinosaurierbahn, die zukünftig auch Erwachsene durch den Dinosaurierpark kutschieren soll. In den nächsten Tagen werde man die Bahn aus Nürnberg abholen.

Oranienburg rühmt sich als kinder- und touristenfreundlich

Dort will Eichholz auch Gespräche führen, ob nicht eine Kutsche mit neun Plätzen, von Trecker oder Pferden gezogen, die Besucher für einen kleinen Obolus von der Bushaltestelle im Dorf die 1,2 Kilometer lange Strecke bis hinauf zum Tierpark bringen könnte. „Besonders schlimm ist der Weg ja für Rollstuhlfahrer und kleine Kinder, die sind kaputt, wenn sie im Tierpark ankommen“, so Eichholz. Besonders ärgert ihn das, weil Oranienburg sich rühme, eine kinder- und touristenfreundliche Stadt zu sein. „Die Stadt soll sich schämen.“ Denn auch die Radwege, eine mögliche umweltfreundliche Alternative, würden in Germendorf fehlen, kritisiert Eichholz. „Mir wäre Angst und Bange, dort mit dem Rad langzufahren.“

Von Ulrike Gawande

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